Das Herdfeuer
Das Herdfeuer (Originaltitel: The fire and the hearth) ist die zweite Episode innerhalb des Erzählbandes Das verworfene Erbe von William Faulkner. Faulkner verarbeitete in dem Text bereits zuvor verfasste Geschichten: Die Basis für das erste Kapitel der Erzählung bildete die im Juni 1940 im Collier’s veröffentlichte Kurzgeschichte A point of law.[1] Das zweite Kapitel ist eine überarbeitete Version der Kurzgeschichte Gold is not always, die im November 1940 im Atlantic Monthly veröffentlicht worden war, das abschließende dritte Kapitel basiert auf einer Geschichte namens An absolution, deren Verkauf gescheitert war und die später in Apotheosis umbenannt wurde.[2] Die deutsche Übersetzung von Das Herdfeuer erfolgte durch Hermann Stresau.
Kurzbeschreibung
Der Schwarzbrenner Lucas Beauchamp möchte verhindern, dass der einfältige George Wilkins seine Tochter Nat heiratet, und plant deshalb eine Anzeige gegen ihn wegen Schwarzbrennerei. Beim Vergraben seiner eigenen Brennerei-Ausrüstung entdeckt Lucas eine Goldmünze und wird vom Schatzsucherfieber gepackt. Die Anzeige führt zur Entdeckung erst von Lucas’ Ausrüstung, dann von Georges Ausrüstung, die George auf Lucas‘ Veranda versteckt hatte. Nat sowie George belasten Lucas gegenüber der Polizei. Durch eine rückdatierte Heiratsvereinbarung verhindern die drei jedoch, vor Gericht gegeneinander aussagen zu müssen. Lucas versucht später, einen Metalldetektor zu erwerben, und bringt den Detektoren-Händler durch einen inszenierten Silberfund ebenfalls in Schatzsucherlaune. Als Lucas Beauchamps Frau Molly wegen seiner Schatzsuch-Besessenheit die Scheidung einreichen will, erkennt Lucas, dass sie ihm wichtiger ist als der Detektor, und gibt den Detektor fort.
Inhalt
Der auf der McCaslin-Plantage des weißen Südstaatlers Roth Edmonds lebende farbige Baumwoll-Pflanzer und Schwarzbrenner Lucas Beauchamp hat ein Problem mit dem Verehrer seiner Tochter Nat, George Wilkins, einem anderen Schwarzbrenner. „George Wilkins war so einfältig, es an der nötigen Diskretion fehlen zu lassen, früher oder später mußte er geschnappt werden, und dann durfte man für die nächsten zehn Jahre damit rechnen, daß hinter jedem Busch auf der Emondsschen Plantage […] ein polizeilicher Aufpasser hockte. Und einen solchen Dummkopf wollte er nicht nur nicht zum Schwiegersohn haben, er wollte es überhaupt nicht dulden, daß so ein Einfaltspinsel mit ihm auf demselben Platze wohnte. Wenn George, um dieser Bedingung zu genügen, in Gefängnis mußte“,[3] dann war das eben so. Ehe die Polizei jedoch durch eine Anzeige gegen George aufgeschreckt wird, will Lucas zunächst einmal seine eigene Schwarzbrenner-Ausstattung im Dunkeln begraben, löst dabei einen kleinen Erdrutsch aus und ertastet eine Goldmünze in den Überresten eines Gefäßes. Schatzsucherfieber befällt daraufhin Lucas, der überzeugt ist, in dem zerstörten Gefäß müsse mehr Gold gewesen sein. Dennoch treibt er sein Denunziationsvorhaben voran. „Die Anzeige mußte […] von Edmonds kommen, dem Weißen, da Lucas für den Sheriff eben nicht mehr war als ein Nigger“.[4] Lucas meint zu Roth über George: „Er betreibt ’ne Brennerei in dem Abzugskanal“. Roth Edmonds ist erwartungsgemäß empört: „Eine Brennerei? […] Auf meinem Land?“[5] Es erfolgt die Anzeige. Die Polizei findet allerdings keine Schwarzbrenner-Ausstattung im Abzugskanal, dafür aber Lucas Beauchamps nach dem Goldmünzenfund nicht sorgsam genug verborgene Schwarzbrenner-Ausstattung, sieht später George Wilkins und Lucas‘ Tochter Nat auf Lucas‘ Hütte zulaufen, wird auf die Schwarzbrenner-Ausstattung auf Lucas‘ hinterer Veranda aufmerksam: die Schwarzbrenner-Ausstattung des George Wilkins, der sie dorthin rettete. Lucas erfährt von Molly, dass seine Tochter Nat ihn in der vorangegangenen Nacht verfolgt habe, als er seine eigene Schwarzbrenner-Ausstattung verbarg, woraus Nat ihre Schlüsse zog. Der Obrigkeit gegenüber zeigen sich Tochter Nat und Beinahe-Schwiegersohn George Wilkins wenig loyal gegenüber Lucas Beauchamp: „George und das Mädel schwören beide, daß Lucas schon seit zwanzig Jahren da im Hinterhof bei Edmonds Whisky gebrannt und verkauft hat.“[6] Beim Gerichtstermin im Mai[7] des Jahres der Handlung weisen Lucas und George allerdings eine just gefertigte Heiratsvereinbarung zwischen George und Nat auf, vorausdatiert auf den Oktober des Vorjahres, so dass die drei aufgrund ihrer familiären Bande nicht gegeneinander aussagen müssen.
Im August des Jahres der Handlung wünscht sich der immer noch vom Schatzsucherfieber befallene Lucas Beauchamp von Roth Edmonds, dass jener ihm 300 Dollar für den Erwerb eines Metalldetektors vorstrecken möge. „Wir werden heut abend das Geld finden und morgen früh werd ich’s Ihnen zurückzahlen.“[8] Da Roth sich standhaft weigert, bemächtigt Lucas sich insgeheim eines über 300 Dollar werten Maultiers von Roth und bietet es dem Händler als Pfand an, bis er den Detektor vom mit ihm gefundenen Geld bezahlen könne. Der Händler ist einverstanden, allerdings bemerkt Roth den Maultier-Diebstahl, verfolgt im Dunkeln mit zwei Angestellten die Maultier-Spuren und fordert von Lucas die Maultier-Rückgabe bis zum Folgemorgen. Um den Maultier-Kauf unauffällig rückabwickeln, den Detektor jedoch behalten zu können, ermöglicht Lucas, dass der Händler mit dem Detektor 30 Silberdollar findet, die Lucas gerade erst vergraben hatte. Die Folge ist, dass nun bei dem Händler das Schatzsucherfieber ausbricht. Lucas fordert für weitere Informationen über derartige Fundmöglichkeiten die Rückgabe der Unterlagen über die Maultier-Überlassung, ein Schriftstück über die Überlassung des Detektors an ihn, fünfzig Prozent Gewinnbeteiligung im Erfolgsfall und außerdem 25 Dollar Tagesmiete für den nun ihm gehörenden Detektor; nach erfolgreicher oder erfolgloser Suche reist der Händler dahin, „wo er hergekommen is, weiß nich wo“, so Lucas lakonisch zum wegen Lucas‘ Geschäftstüchtigkeit verwirrten Roth.[9] Dass Lucas nun den Detektor hat, gefährdet aber seine Ehe: Molly Beauchamp kommt zu Roth Edmonds und wünscht dessen Unterstützung bei einer Scheidung: „Denn er’s verrückt. Seitdem er diese Maschine da hat, is er verrückt geworden“.[10] Als „der erste Frost“ gekommen ist,[11] geht die Scheidung vor Gericht. Lucas Beauchamp kommt zu dem Schluss, dass Molly ihm mehr wert ist als der Detektor, der Scheidungsantrag wird zurückgezogen und Lucas Beauchamp überlässt Roth Edmonds den Detektor: „Weg damit von hier.“[12]
Eingebettet in die Haupthandlung ist eine umfangreiche Rückblende ins Geburtsjahr von Roth Edmonds. Diese eingebettete Rückblende berichtet, wie Molly Beauchamp, selbst gerade Mutter geworden, zunächst bei der Geburt des Roth Edmonds half und dann, da Roths Mutter bei der Geburt starb, zur Amme von Roth wurde und ein halbes Jahr zur enormen Verärgerung ihres Mannes Lucas im Haus von Roths Vater Zack Edmonds wohnte. „Zacks offensichtliche Aneignung von Molly ist einerseits ein rassistischer Affront gegen Lucas, aber noch wichtiger ist, dass es ein Affront gegen sein Selbstverständnis ist, derjenige zu sein, der die Ereignisse immer unter Kontrolle hat.“[13] Um ein Haar kommt es zur nächtlichen Ermordung Zacks durch Lucas Beauchamp, immerhin aber zu einer kleineren körperlichen Auseinandersetzung, bei der nur ein Versagen der Schusswaffe Lucas daran hindert, Zack zu töten. „Die Fehlzündung führt zu einer scheinbar unmöglichen Lösung: Lucas konnte seine Todesverachtung demonstrieren, ohne den Preis dafür zahlen zu müssen.“[14]
Textanalyse
Bei Das Herdfeuer handelt es sich um eine auktorial erzählte „häusliche Komödie“[15] mit einer „langen, dramatischen Rückblende“.[16] Der „komödiantische Modus“ der Haupthandlung weicht hierbei laut dem britischen Anglisten John Lennard (University of the West Indies) in der Rückblende „Einblicken und Wendungen in unendlich ernste Themen“, wird aber nicht von ihnen „überwältigt“.[17] Ort der Handlung ist der fiktive Yoknapatawpha County. Die Zeit der Handlung erstreckt sich vom Frühling[18] bis zum Winter[11] des Jahres 1941.[19] Die Rückblende spielt in der Zeit der Geburt von Roth Edmonds und deren sechs Folgemonaten, also circa 1898.[20]
Themen
Die Geschichte um die auf ihren Verursacher mit zurückfallende Denunziation des George Wilkins durch Lucas Beauchamp sowie Beauchamps „absurde Schatzsuche“[21] bildet vordergründig „zwei melodramatische Handlungsstränge mit stereotypen Charakteren“ ab, „die schwarzgebrannten Whisky herstellen und nach Gold suchen. Auf einer tieferen Ebene führt uns die Erzählung durch zeitliche und räumliche Verschiebungen von Erinnerungen, Träumereien und Rückblenden ein in Lucas Beauchamps Streben nach Unabhängigkeit, Macht und Integrität als Mann mit gemischtrassiger und bikultureller Herkunft.“[22] Durch das abschließende dritte Kapitel um Scheidungs-Ersuchen und -Verzicht feiert der Text aber auch „die Dauerhaftigkeit der schwarzen Familie.“[23]
Figuren (Auswahl)
- Lucas Beauchamp: Dieser illegitime Enkel des einstigen weißen Plantagen-Begründers Carothers McCaslin ist zum Zeitpunkt der Handlung 67 Jahre alt,[24] doch „nur die unmerklich eingesunkenen Kinnbacken verrieten, daß er ein alter Mann war“.[9] Er schreitet „dahin mit der zielbewußten und würdevollen Bedächtigkeit“[25] eines selbstbewussten Mannes, hat als Mischling „irgendwie syrisch anmutende Gesichtszüge“,[26] im Text beschrieben als „beherrscht, undurchschaubar, sogar ein wenig hochmütig, selbst im Ausdruck nach den Zügen“ des Carothers McCaslin „modelliert“,[27] der für Lucas auch in Verhalten und Charakter „einen totemistischen Geist der Macht“ darstellt.[28] Beauchamp ist sehr aufs Materielle bedacht, vermögender als Roth Edmonds selbst, „hatte schon zu sparen begonnen, ehe er zehn Jahre alt war“[29] und stellt unter anderem dadurch, durch sein „stolzes Gefühl der Autonomie“[30] und durch sein rätselhaftes Verhalten „eine gefährliche Bedrohung für die Rassenhierarchie dar“.[31] Zielstrebig, „aber auch menschlich so töricht wie wir alle“,[32] bewundert Lucas seinen eigenen Einfallsreichtum,[33] der ihn gelegentlich zu einem „gewieften Lügner, einem Betrüger und von Zeit zu Zeit sogar zu einem Dieb“[34] werden lässt.
- Molly Beauchamp: Beauchamps „schmächtige“ Gemahlin[35] ist jünger als Beauchamp, sieht aber viel älter aus, als sie in Wirklichkeit ist.[36] Die „kleine, beinahe winzige Frau“[36] ist „nicht eine Frau vom Lande, von der Farm, sondern eine aus der Stadt“.[37] Die Handlung stellt Molly dar als „wesentliche Lebensspenderin, deren Rechte nicht berücksichtigt werden, bis sie die Scheidung verlangt, und als Frau, die unter Verdinglichung und grundloser Eifersucht leidet“, so der britische Anglist John Lennard,[38] wobei die Grundlosigkeit der Eifersucht so eindeutig nicht ist: Wir „wissen nie genau, wie ihre Beziehung zu [Zack] Edmonds aussah“, dem Vater von Roth, so die Anglistin Betina Entzminger (Commonwealth University Bloomsburg).[39] Letztlich ist es Molly, die „die Ehe rettet, indem sie sie beinahe beendet“.[40]
- Roth Edmonds: Dieser aktuelle Besitzer der McCaslin-Plantage ist „ein Junggeselle, letzten März war er dreiundvierzig Jahre alt geworden“,[20] doch besitzt er „bereits etwas von der fast jähzornigen Kurzangebundenheit, die Lucas an dem alten Cass Edmonds gekannt hatte“, Roths Großvater.[5] „Meistens scheint er ein schroffer, aber paternalistischer Grundbesitzer zu sein; hinter dieser gütigen Fassade verbergen sich jedoch weniger bewundernswerte Charakterzüge.“[41]
- George Wilkins: Der 24-jährige[42] ungeliebte spätere Schwiegersohn von Lucas Beauchamp besitzt im Gegensatz zu Beauchamp „nirgends auf der Welt einen Dollar“,[43] ist „hager, wespenhaft schmal um die Hüften, geckenhaft noch in seinem verschlissenen Overall unter dem herausfordernd schief sitzenden Hut.“[44]
- Nat Beauchamp: Lucas Beauchamps letztgeborenes Kind[45] ist im Mai 1941 17 Jahre,[45] im August 18 Jahre alt und schwanger, mit Geburtstermin im Frühjahr des Folgemonats.[42] Nat ist „so dünn wie eine Latte“,[45] ihre Hände „langgliedrig, schmal, geschmeidig“,[44] ihre Stimme ein „heller klarer Sopran“.[46]
- Der Metalldetektor-Händler: „Er war jung, noch keine Dreißig, er besaß die Selbstsicherheit, die etwas schmierige Zudringlichkeit seines Berufs, und er war ein Weißer.“[47]
Rezeption
Zeitgenössische Kritiken zu Das Herdfeuer waren gemischt. So lobte der 1947 eingestellte Brooklyn Citizen 1942 Faulkners „Verständnis für die Probleme der Südstaaten-Kernlande“,[48] während das Times Literary Supplement im gleichen Jahr den Text für „langatmig“ befand.[49] „Für viele Kritiker ist die Geschichte [...] nicht ganz gelungen, was zum Teil an der Betonung der komplizierten Genealogie und dem Eindringen des ursprünglichen komischen Materials liegt, aber auch an der beunruhigenden Sprachlosigkeit der weiblichen Protagonistin“ Molly Beauchamp, so die Anglistik-Professorin Ineke Bockting (Institut Catholique de Paris).[50] Die Anglistin Betina Entzminger lobte dagegen: „Da die Familie am Ende überlebt, ist dieses Kapitel eines der optimistischeren“ von Das verworfene Erbe.[51]
Deutschsprachige Textausgaben (Auswahl)
- Das Herdfeuer. In: William Faulkner: Go down, Moses. Chronik einer Familie. (= Diogenes-Taschenbücher, Band 30,11) Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Diogenes, Zürich 1974. ISBN 3-257-20149-4. S. 33–116.
- Das Herdfeuer. In: William Faulkner: Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. (=Fischer-Bücherei, Band 626) Aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stresau. Fischer, Frankfurt am Main 1964. S. 35–122.
Literatur (Auswahl)
- Ineke Bockting: Fire and the hearth, the. In: In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 137–138.
- John N. Duvall: Silencing women in „The Fire and the Hearth“ and „Tomorrow“. In: College Literature. A journal of critical literary studies. Jg. 16, Nr. 1, 1989, ISSN 0093-3139, S. 75–82.
- John Lennard: The fire and the hearth. In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 63–71.
Einzelnachweise
- ↑ „the short story A point of law, published in Collier‘s in June 1940, formed the basis for the first section of chapter I of The fire and the hearth“ – A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Go Down, Moses. In: A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Critical companion to William Faulkner. A literary reference to his life and work. Facts On File, New York NY 2008. ISBN 0-8160-6432-6. S. 97–113. Hier S. 97.
- ↑ „Chapter 2 of the novella is a revised Version of the short story Gold is not always, published in The Atlantic Monthly in November 1940 [...] Faulkner based the concluding chapter 3 on an unsold story called An absolution, later retitled Apotheosis“ – Fargnoli et al., Critical companion to William Faulkner, S. 97.
- ↑ William Faulkner: Das Herdfeuer. In: William Faulkner: Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. (=Fischer-Bücherei, Band 626) Aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stresau. Fischer, Frankfurt am Main 1964. S. 35–122. Hier S. 37.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 44.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 59.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 64.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 69–70.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 77.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 92.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 95.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 117.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 121.
- ↑ „Zack's apparent appropriation of Molly is, at one level, a racial affront to Lucas, but even more important, it is an affront to his sense of himself as the one who always has events in his control“ – David H. Evans: A great story. Pathfinding and providence in „Go Down, Moses“. In: David H. Evans: William Faulkner, William James, and the American pragmatic tradition. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2008. ISBN 0-8071-3315-9. S. 193–234. Hier S. 210.
- ↑ „The misfire achieves a seemingly impossible resolution: Lucas hast been able to demonstrate his contempt for death without having to pay the price“ – Evans, A great story, S. 211.
- ↑ „domestic comedy“ – David L. Vanderwerken: Go Down, Moses. In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 148–152. Hier S. 150.
- ↑ „long dramatic flashback“ – Fargnoli et al., Critical companion to William Faulkner, S. 99.
- ↑ „a comedic mode gives way to but is not overwhelmed by glimpses and windings of infinitele serious subject-matter“ – John Lennard: The fire and the hearth. In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 63–71. Hier S. 71.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 40.
- ↑ Mark Royden Winchell: Family Values in „Go Down, Moses“. In: Mark Royden Winchell: Reinventing the South. Versions of a literary region. University of Missouri Press, Columbia MO 2006. ISBN 0-8262-1618-8. S. 139–160. Hier S. 155.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 46.
- ↑ „Lucas's absurd hunt for treasure“ – John Lennard: Go Down, Moses (1942). In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 57–91. Hier S. 90.
- ↑ „Initially [...] presents two melodramatic plots with stereotypical characters who make bootleg whiskey and hunt for gold. On a deeper level, the narrative introduces us to Lucas Beauchamp's quest for independence, power, and integrity as a man of biracial and bicultural heritage through temporal and spatial shifts of memory, reverie, and flashback“ – Bernard W. Bell: „The Negro“ as metonym, metaphor, and marginal man in William Faulkner’s „Go Down, Moses“. In: Bernard W. Bell: Bearing witness to African American literature. Validating and valorizing its authority, authenticity, and agency. Wayne State University Press, Detroit MI 2012. ISBN 978-0-8143-3714-1. S. 275–282. Hier S. 278.
- ↑ „celebrates the endurance of the black family“ – Richard H. King: Working through. Faulkner's „Go Down, Moses“. In: Richard H. King: A southern Renaissance. The cultural awakening of the American south, 1930–1955. Oxford University Press, Oxford 1982. ISBN 0-19-503043-5. S. 130–145. Hier S. 131.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 35.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 120.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 111.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 69.
- ↑ „a totemic spirit of potency“ – Evans, A great story, S. 228.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 52.
- ↑ „proud sense of autonomy“ – Evans, A great story, S. 209.
- ↑ „is enigmatic by nature and thus a perilous threat to the racial hierarchy“ – Ted Atkinson: The impenetrable lightness of being. Miscegenation imagery and the anxiety of whiteness in „Go Down, Moses“. In: Annette Trefzer et al. (Hrsg.): Faulkner and formalism : returns of the text. Faulkner and Yoknapatawpha, 2008. University Press of Mississippi, Jackson MS 2012. ISBN 978-1-61703-256-1. S. 126–138. Hier S. 131.
- ↑ „yet also as humanly foolish as all of us“ – Lennard, The fire and the hearth, S. 67.
- ↑ „admires his own ingenuity“ – Evans, A great story, S. 208.
- ↑ „crafty liar, a cheat, and even a thief from time to time“ – André Bleikasten: Legacies. Go down, Moses. In: André Bleikasten: William Faulkner. A life through novels. Indiana University Press, Bloomington IN 2017. ISBN 978-0-253-02284-4. S. 308–323. Hier S. 311.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 50.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 94.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 103.
- ↑ „essential life-giver whose rights are unconsidered until she demands divorce, and as a woman suffering objectification and groundless jealousy“ – Lennard, The fire and the hearth, S. 67.
- ↑ „we never know for sure the nature of her relationship with Edmonds“ – Betina Entzminger: Go Down, Moses. In: Abby H. P. Werlock et al. (Hrsg.): The Facts on File companion to the American novel. Facts On File, New York NY 2006. ISBN 0-8160-4528-3. S. 505–507. Hier S. 506.
- ↑ „saves the marriage by coming close to terminating it“ – Winchell, Family Values in „Go Down, Moses“, S. 156.
- ↑ „For the most part, he appears to be a gruff but paternalistic landlord; however, beneath that benign exterior are less admirable character traits“ – Winchell, Family Values in „Go Down, Moses“, S. 156.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 115.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 114–115.
- ↑ a b Faulkner, Das Herdfeuer, S. 67.
- ↑ a b c Faulkner, Das Herdfeuer, S. 72.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 68.
- ↑ Faulkner, Das Herdfeuer, S. 76.
- ↑ „his understanding of the deep southland's problems“ – Jeanette Greenspan: Faulkner at his best. In: Brooklyn Citizen, 5. Juni 1942, zitiert nach Milton Thomas Inge (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: Milton Thomas Inge (Hrsg.): William Faulkner. The contemporary reviews. Cambridge University Press, Cambridge 1995. ISBN 0-521-38377-3. S. 227–244. Hier S. 241.
- ↑ „protracted“ – Times Literary Supplement, 10. Oktober 1942, 497, zitiert nach John Bassett (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: John Bassett (Hrsg.): William Faulkner. The critical heritage. Routledge & Kegan Paul, 1975. ISBN 0-7100-8124-3. S. 296–331. Hier S. 301.
- ↑ „For many critics the story [...] is not completely successful, due in part to the emphasis on the complicated genealogy and the intrusion of the original comic material but also to the disturbing voicelessness of the female protagonist“ – Ineke Bockting: Fire and the hearth, the. In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 137–138. Hier S. 138.
- ↑ „Because the family survives in the end, this chapter is one of the more optimistic ones in the novel“ – Entzminger, Go Down, Moses, S. 506.