Schwarzer Harlekin

Schwarzer Harlekin (Originaltitel: Pantaloon in black) ist eine Kurzgeschichte des US-Schriftstellers und späteren Literaturnobelpreisträgers William Faulkner, die erstmals im Oktober 1940 im Harper’s Magazine abgedruckt[1][2] und später in einer überarbeiteten Version in Faulkners Go Down Moses (deutsch: Das verworfene Erbe) veröffentlicht wurde. Aufgrund seines nach den Worten des Literaturwissenschaftlers David H. Evans (Dalhousie University) „mürrischen Widerstands gegen die Assimilation“[3] an die restlichen Episoden des teilweise als Roman firmierenden Werkes Go Down Moses wurde Schwarzer Harlekin nicht in die deutschsprachigen Übersetzung mit aufgenommen, sondern erschien in der Übersetzung von Hermann Stresau separat.

Kurzbeschreibung

Der Sägewerks-Vorarbeiter Rider ist vom Tod seiner Frau tief betroffen. Nach deren Beerdigung glaubt er, ihren Geist zu sehen, kehrt zur Arbeit ins Sägewerk zurück, verlässt sie vorzeitig, kauft sich einen Krug Whisky, den er in großen Mengen trinkt. Nach einer weiteren gespenstischen Erscheinung geht er zu einem nächtlichen Würfelspiel und stellt einen Weißen namens Birdsong, der seit vielen Jahren die Schwarzen beim Würfeln betrügt. Rider schneidet Birdsong die Kehle durch, ehe Birdsong ihn erschießen kann. Am Folgetag wird Rider verhaftet, in der Folgenacht aus der Zelle geholt und gelyncht.

Inhalt

Der farbige Sägewerks-Vorarbeiter Rider nimmt nach sechs Monaten Ehe während einer Bestattung Abschied von seiner Frau Mannie, „die er von Kind an gekannt hatte“.[4] Schon immer ist er „eitel auf seine eigene Kraft“,[5] scheint nun im Alleingang die Erde auf Mannies Sarg werfen zu wollen, was gegen Ende der Kurzgeschichte den missgünstigen weißen Deputy Sheriff dazu veranlasst zu sagen: „Es ist ja keinem verboten, wenn er seine Frau so schnell wie möglich einbuddeln will, solang er keinen Grund hatte, sie auch so schnell wie möglich auf den Friedhof zu bringen.“[6] Trost und moralische Unterstützung durch Verwandte oder Freunde lehnt der schmerzzerfressene Rider ab, geht allein nach Hause zu seinem Hund, erblickt Mannie – ein Geist oder eine Halluzination? „Dann wich der Hund von seiner Seite. […] Er blieb jedoch dicht vor der Haustür stehen, wo er ihn gewahren konnte, wie er den Kopf hochwarf und zu heulen begann“, während Mannie scheinbar in der Küchentür steht und Rider ansieht.[7] Rider „rührte sich nicht, sprachlos den Atem anhaltend, bis er glaubte, daß seine Stimme, sein Gesicht beherrscht genug sei, um sie nicht zu verscheuchen“, und dennoch verscheucht seine zweite Bewegung auf sie hin sie, und er ruft ihr hinterher: „Dann laß mich doch mit dir gehn, Liebling.“[8] Er begibt sich zum Verzehr einer erkalteten Mahlzeit zu Tisch, „zog zwei Stühle heran“, fordert „Nu komm schon her, hier ’s dein Abendessen. Ich werd schon kein“, bricht dann seine Aufforderung an die auch als Geist verschwundene Tote ab, springt auf, „sein Stuhl fuhr krachend zurück, und er stand aufrecht, mit einem Gefühl, als zerrten die Kinnmuskeln seine Kiefer auseinander, als risse etwas den oberen Teil seines Schädels aufwärts.“[9]

Rider begibt sich zur Arbeit, „verhielt sich diesen Morgen überhaupt nicht viel anders als sonst“,[10] abgesehen davon, dass er noch eifriger arbeitet als üblich, risikoreicher, Todesgefahr verachtend, Arbeitslärm genießend: „Da konnte er wieder aufhören, sich Gründe dafür auszudenken, daß er noch atmete“, er, der kurz zuvor noch einen ihm Gottglauben und -vertrauen predigenden Onkel angefahren hatte: „Glauben und vertrauen, wozu? […] Was hatte Mannie Ihm denn getan? Was hat Er sich in meine Sachen zu mengen“.[11] Auch Riders risiko- und todesverachtende Arbeitswut wird ihm der missgünstigen weiße Deputy rassistisch auslegen, „denn selbst ’n Nigger kann sich ’nen besseren Vorwand für einen freien Tag nicht wünschen, als seine Frau begraben zu haben, wo ein Weißer den Tag Urlaub schon deswegen genommen hätte, weil sich’s so gehört, ganz egal wie er mit seiner Frau stand“.[12] Nicht zu Tode gekommen, verlässt Rider unabgemeldet seinen Arbeitsplatz, kauf sich eine „ganze Gallone von dem Fuselwhisky, so ’nem Schädelsprenger“,[12] betrinkt sich im Herumstreifen, hat eine weiter Halluzination oder Vision: „Dann, im Trinken, bemerkte er plötzlich, daß er nichts mehr von dem Getränk in den Mund bekam. Er schluckte, aber es rann ihm nicht mehr die Kehle herunter, da Kehle und Mund nun ausgefüllt waren von einer festen unbeweglichen Säule, die ohne Reflex oder irgendeinen Stoß ins Freie sprang, zylindrisch und unversehrt die Form seiner Gurgel bewahrend, draußen im Mondlicht blank schimmerte und zersprang, splitternd verschwand im millionenfachen Geflüster des betauten Grases.“[13] Zwei weitere Male probiert Rider zu trinken, zwei weitere Male wiederholt sich die Halluzination oder Vision, und Rider meint zu erkennen: „Ich hab ’s Zeichen bloß falsch verstanden.“ Der Whisky „hat mir soviel geholfen, wie’s mir nötig war. Jetzt brauch‘ ich nischt mehr davon.“[14]

„Rider beabsichtigt, die Vorurteile, die Scheinheiligkeit und das Beharren auf Blutvergießen der Südstaaten-Gesellschaft als Reaktion auf afroafrikanische Verbrechen an Weißen zu seinem Vorteil zu nutzen, um zu sterben und nach Hause zu Mannie zurückzukehren.“[15] Er begibt sich zur nächtlichen Sägemühle, wo sich sechs bis sieben farbige Arbeiter mit dem mit einer Pistole bewaffneten Nachtwächter Birdsong treffen „zu dem Glücksspiel, bei dem Birdsong seit fünfzehn Jahren die Nigger von der Mühle mit falschen Würfeln betrügt“, so der rassistische Deputy später: Rider geht „direkt zu dem Spiel, bei dem er immer ganz friedlich im Durchschnitt so an die neunundneunzig Prozent von seinem Lohn verloren hat“, nimmt nun aber Birdsongs Falschspiel zum Anlass, Birdsong mit einem Rasiermesser „die Kehle durch bis zum Halswirbel“ zu schneiden,[12] „in der Sekunde vor dem Abschuß der halb gehobenen Pistole“ Birdsongs.[16] Als es Tag wird, finden der Sheriff und der Deputy den gesuchten Rider bei seinem Haus, „er liegt im Hinterhof und schläft in praller Sonne“, gibt die Tat zu, will jedoch nicht eingesperrt werden.[17] Der Wunsch ist vergeblich, das Einsperren in einer Gefängniszelle allerdings auch: Rider „geht her und kriegt die mit Stahl beschlagne Tür zu fassen und reißt sie aus der Wand mit Ziegeln und Angeln und was nich noch und marschiert aus der Zelle raus und trägt dabei die Tür überm Kopf, als wenn’s ’n Fliegenfenster wär“,[18] wird von einer Sträflingskolonne überwältigt, die in dem Gebäude ihren Schlafraum hat, und „wie er da unter ihnen lag, da lag und lachte, mit Tränen so dick wie Glasmurmeln, die ihm übers Gesicht und hinter den Ohren runterlaufen und auf den Boden tropfen mit so ‘nem klatschenden Geräusch, wie wenn einer Vogeleier fallen läßt, und lacht und lacht“, da entfährt es dem lachenden Rider: „Hach, ich kann scheint’s das Denken nich los wer’n. Ich kann’s einfach nich los wer’n!“[19] Los aber wird der Sheriff, dem „die Birdsongs mit ihrem Anhang“ die „Wahl im vorigen Sommer durchgedrückt haben“,[20] alsbald seinen unwillfährigen Häftling: Man findet das kurz vor Mitternacht aus dem Gefängnis entfernte Lynch-Opfer Rider „aufgehängt am Glockenstrang eines Neger-Schulhauses ungefähr zwei Meilen von der Sägemühle“.[16]

Textanalyse

Bei Schwarzer Harlekin handelt es sich um eine auktorial erzählte Kurzgeschichte, deren Erzählperspektive im zweiten Teil, der fast ein Viertel des Textes ausmacht, „plötzlich zum weißen Deputy Sheriff wechselt, der die Verfolgung leitet“.[21] Ort der „konzentrierten Tragödie“[22] ist der fiktive Yoknapatawpha County. Die Handlung spielt in einem August[23] des Jahres 1941.[24]

Themen

Eines der Themen von Schwarzer Harlekin sind Riders „intensive Gefühle für Mannie“,[25] für die Rider „eine Liebe ohne Einschränkung“ empfindet, „eine unermessliche Hingabe“.[26] Angesichts ihres Todes zählen Familie und Freunde nicht mehr viel[27] und Rider „sehnt sich nach dem Tod, um wieder mit Mannie vereint zu sein“.[28] Seine Art der Trauer muss dem Deputy Sheriff unabhängig von dessen offenem Rassismus[29] später unverständlich sein, weil Trauer „spezifisch ist für die soziale Konstruktion rassistischer Identitäten“.[30] Die Geschichte des „schwarzen Lohnsklaven“[31] Rider „kann aber auch als die Geschichte eines schwarzen Mannes gelesen werden, der fast hundert Jahre nach dem Bürgerkrieg gegen seine Bedingungen als Sklave rebelliert“[32] und den ihn umgebenden Rassismus später ausnutzt, „um zu sterben und nach Hause zu Mannie zurückzukehren.“[15] Neben einem Einblick in Riders Liebe, Trauer und Tod bietet Faulkner durch Schwarzer Harlekin somit „eine schonungslose Enthüllung der Scheinheiligkeit und des Rassismus‘, die die weißen Stimmen in der Geschichte zum Ausdruck bringen“:[33] Insbesondere die Äußerungen des Deputy fassen „alle hysterischen und irrationalen Ängste“ zusammen, „die die Weißen gegenüber Afroamerikanern hegten“[34] und durch eine Überlegenheits-Attitüde sublimierten:[35] „Faulkners klare Schlussfolgerung ist, dass weiße Rassisten, um ihr Verhalten zu rechtfertigen, es psychologisch für notwendig erachten, Schwarze als komische und untermenschliche Kreaturen zu betrachten: als Harlekine.“[36]

Figuren (Auswahl)

  • Rider: Dieser 24-jährige[5] „wortkarge Held“[37] der Geschichte „maß mehr als sechs Fuß und wog gut zweihundert Pfund“,[38] hat einen „hohen, leicht zurückgeworfenen Kopf“,[23] ist „ein wahrer schwarzer Herakles, stark und muskulös“,[39] und zeigt laut dem US-Anglisten Peter Lurie (University of Richmond) „Eigenschaften, die ihn als edler, ja menschlicher auszeichnen als viele der Charaktere“ von Go Down Moses,[40] mit denen Rider nur dadurch verbunden ist, dass er in einem Haus von Roth Edmonds wohnt[5] und Lucas Beauchamp zum Onkel hat.[4] Rider „ist weit mehr als der Typ des Naturmenschen; ist das Symbol der reinen Natur, des ursprünglich empfindenden, reflektionslos denkenden und handelnden Mannes, dessen wildes Gelächter als Ausdruck seines tragikomischen Lebens verstanden werden muß“, so Helmut M. Braem: „Sein Lachen ist das Verlachen einer Welt, in der Freude und Leid zerredet wird – zu einem Geschwätz geworden ist“.[41]
  • Der Deputy Sheriff: Dieser offen rassistische[29] Beamte repräsentiert in der Kurzgeschichte die herrschende weiße Klasse.[42] Sein „polterndes Unverständnis lässt ihn wie einen Narren erscheinen: Für den Leser ist er der Harlekin.“[43]

Rezeption

Die Rezeption der Kurzgeschichte Schwarzer Harlekin war überwiegend positiv. Zwar fand The Nation die Erzählung verglichen mit den anderen Episoden von Go Down Moses im Jahr 1942 „sowohl in der Konzeption als auch in der Ausführung minderwertig“,[44] doch andere zeitgenössische Kritiken fielen besser aus: Der 1947 eingestellte Brooklyn Citizen nannte den Text „klug“,[45] The Salt Lake Tribune befand ihn unter den Episoden von Go Down Moses für am „überzeugensten und einprägsamsten“[46] und The Sacramento Bee hielt Schwarzer Harlekin innerhalb von Go Down Moses für „am besten lesbar vom Standpunkt der Klarheit der Episode und der chronologischen Abfolge“ her.[47] Die spätere Rezeption bestätigte diese zeitgenössischen Kritiken: Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde dem nach Einschätzung des US-Literaturwissenschaftlers Sanford Pinsker (Franklin & Marshall College Lancaster) „kraftvollen“[48] Text durch den Historiker Richard H. King (University of Nottingham) bescheinigt, er stelle „das Leben der Schwarzen mit einer sorgfältigen Komplexität dar“, die in Faulkners „früheren Arbeiten unerreicht war“.[49] Ebenfalls positiv war die Rezeption im 21. Jahrhundert: Das Nachschlagewerk Critical companion to William Faulkner fand Schwarzer Harlekin im Jahr 2008 „intensiv und bewegend“,[50] die US-Anglistin Linda Wagner-Martin (University of North Carolina at Chapel Hill) nannte die Kurzgeschichte in 2014 „Faulkners beredtste Darstellung menschlichen Schmerzes“,[51] und der US-Anglist Peter Lurie beschied ihr 2015 eine „ungewöhnliche Qualität“.[52]

Deutschsprachige Textausgabe

  • Schwarzer Harlekin. In: William Faulkner: Meine Großmutter Millard und die Schlacht am Harrykin-Bach. Schwarzer Harlekin. (=Reclams Universal-Bibliothek, Band 8221.) Reclam, Stuttgart 1958. S. 49–79.

Literatur

  • John Lennard: Pantaloon in black. In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 71–74.
  • Sanford Pinsker: Pantaloon in black. In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 283–284.
  • Rosemary Stephens: Mythical elements of „Pantaloon in Black“ . In: Studies in English, Jg. 11, 1971, ISSN 0081-7880, S. 45–51.
  • Walter Taylor: Faulkner's „Pantaloon“. The Negro anomaly at the heart of „Go Down, Moses“ . In: American Literature, Jg. 44, 1972, ISSN 0002-9831, S. 430–444.
  • Linda Wagner-Martin: „Pantaloon in Black“ and the mystery of the human heart. In: Nicola Allen et al. (Hrsg.): Reassessing the twentieth-century canon. From Joseph Conrad to Zadie Smith. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2014. ISBN 978-1-137-36600-9. S. 127–130.

Einzelnachweise

  1. John Lennard: Pantaloon in black. In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 71–74. Hier S. 71.
  2. A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Go Down, Moses. In: A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Critical companion to William Faulkner. A literary reference to his life and work. Facts On File, New York NY 2008. ISBN 0-8160-6432-6. S. 97–113. Hier S. 98.
  3. „sullen resistance to assimilation“ – David H. Evans: A great story. Pathfinding and providence in „Go Down, Moses“. David H. Evans: William Faulkner, William James, and the American pragmatic tradition. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2008. ISBN 0-8071-3315-9. S. 193–234. Hier S. 228.
  4. a b William Faulkner: Schwarzer Harlekin. In: William Faulkner: Meine Großmutter Millard und die Schlacht am Harrykin-Bach. Schwarzer Harlekin. (=Reclams Universal-Bibliothek, Band 8221.) Reclam, Stuttgart 1958. S. 49–79. Hier S. 53.
  5. a b c Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 52.
  6. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 74.
  7. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 55–56.
  8. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 56.
  9. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 57.
  10. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 60.
  11. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 61.
  12. a b c Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 75.
  13. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 66.
  14. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 67.
  15. a b „Rider intends to use southern society's prejudice, bigotry, and insistence upon bloodshed when responding to crimes committed by African Americans against white people to his advantage, in order to die and return home to Mannie“ – Ahmed Honeini: Ah’m goan home. Narration, homegoing, and whiteness in „Go Down, Moses“. In: Ahmed Honeini: William Faulkner and mortality. A fine dead sound. Taylor & Francis, London 2022. ISBN 978-0-367-50132-7. S. 144–173. Hier S. 164.
  16. a b Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 72.
  17. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 76.
  18. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 78.
  19. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 79.
  20. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 77.
  21. „in the second section of the story, the narrative perspective suddenly switches to the white Deputy Sheriff in charge of the chase“ – André Bleikasten: Legacies. Go down, Moses. In: André Bleikasten: William Faulkner. A life through novels. Indiana University Press, Bloomington IN 2017. ISBN 978-0-253-02284-4. S. 308–323. Hier S. 312.
  22. „concentrated tragedy“ – Lennard, Pantaloon in black, S. 73.
  23. a b Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 51.
  24. Im Text heißt es, er spiele 45 Jahre, nachdem Lucas Beauchamp das eheliche Herdfeuer entzündet hat (Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 53). Lucas Beauchamp ist 1874 geboren (William Faulkner: Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. (=Fischer-Bücherei, Band 626.) Aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stresau. Fischer, Frankfurt am Main 1964. S. 314). Bei der Rahmenhandlung von Das Herdfeuer ist er „siebenundsechzig Jahre alt“, so dass sie etwa 1941 stattfindet (William Faulkner: Das Herdfeuer. In: William Faulkner: Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. (=Fischer-Bücherei, Band 626.) Aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stresau. Fischer, Frankfurt am Main 1964. S. 35–122. Hier S. 35). Gleichzeitig ist Roth Edmonds in jener Rahmenhandlung „letzten März […] dreiundvierzig Jahre alt geworden“ (Das Herdfeuer, S. 46), also etwa 1898 geboren. In der eingebetteten Handlung rund um Roth Edmonds Geburt heißt es, das Herdfeuer von Lucas und Molly Beauchamp sei „vor zwei Jahren“ entzündet worden (Das Herdfeuer, S. 50), somit etwa 1896.
  25. „intense feeling for Mannie“ – Betina Entzminger: Go Down, Moses. In: Abby H. P. Werlock et al. (Hrsg.): The Facts on File companion to the American novel. Facts On File, New York NY 2006. ISBN 0-8160-4528-3. S. 505–507. Hier S. 506.
  26. „a love without a stint, an immeasurable devotion“ – Linda Wagner-Martin: „Pantaloon in Black“ and the mystery of the human heart. In: Nicola Allen et al. (Hrsg.): Reassessing the twentieth-century canon. From Joseph Conrad to Zadie Smith. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2014. ISBN 978-1-137-36600-9. S. 127–130. Hier S. 129.
  27. „Rider's grief over Mannie's death damages his connections with his family and friends“ – Honeini, Ah’m goan home, S. 148–149.
  28. „longs for death in order to be reunited with Mannie“ – Honeini, Ah’m goan home, S. 145.
  29. a b „openly racist“ – Lennard, Pantaloon in black, S. 72.
  30. „mourning it specific to the social construction of racialized identities“ – Elizabeth Fielder: The performative funeral and identity formation in „Go Down, Moses“. In: Jay Watson, Ann J. Abadie (Hrsg.): Fifty years after Faulkner. Faulkner and Yoknapatawpha, 2012. University Press of Mississippi, Jackson MS 2016. ISBN 978-1-4968-0396-2. S. 279–294. Hier S. 280.
  31. „black wage slave“ – Fielder, The performative funeral and identity formation in „Go Down, Moses“, S. 288.
  32. „This magnificent story […] can also be read as the Story of a black man rebelling against his conditions as a slave, almost a hundred years after the Civil War“ – Bleikasten, Legacies, S. 312.
  33. „provides an unflinching exposure of the bigotry and racism that the white voices within the story express“ – Honeini, Ah’m goan home, S. 160.
  34. „a summation of all the hysterical and irrational fears that whites had about African Americans“ – Honeini, Ah’m goan home, S. 161.
  35. „the deputy's speech reveals that he always already assumes his superiority over black people in general and Rider in particular“ – Honeini, Ah’m goan home, S. 161.
  36. „Faulkner's clear implication is that, in order to justify their behavior, white racists find it psychologically necessary to view blacks as comic and subhuman creatures – as pantaloons“ – Mark Royden Winchell: Family Values in „Go Down, Moses“. In: Mark Royden Winchell: Reinventing the South. Versions of a literary region. University of Missouri Press, Columbia MO 2006. ISBN 0-8262-1618-8. S. 139–160. Hier S. 157.
  37. „inarticulate hero“ – Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 99.
  38. Faulkner, Schwarzer Harlekin, S. 49.
  39. „a veritable black Hercules, strong and muscular“ – Bleikasten, Legacies, S. 312.
  40. „demonstrates qualities that mark him as both more noble, indeed more human than many of the characters in the novel“ – Peter Lurie: Crossing the junctureless backloop of time’s trepan. Freedom, indexicality, and cinematic time in „Go Down, Moses“. In: Julian Murphet, Stefan Solomon (Hrsg.): William Faulkner in the media ecology. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2015. ISBN 978-0-8071-5950-7. S. 216–237. Hier S. 226.
  41. Helmut M. Braem: Nachwort. In: William Faulkner: Meine Großmutter Millard und die Schlacht am Harrykin-Bach. Schwarzer Harlekin. (=Reclams Universal-Bibliothek, Band 8221.) Reclam, Stuttgart 1958. S. 81–92. Hier S. 88–89.
  42. „dominant white class [...] represented by the Deputy Sheriff“ – Fielder, The performative funeral and identity formation in „Go Down, Moses“, S. 292.
  43. „the sheriff's blustering lack of understanding makes him seem a buffoon: for the reader, he is the pantaloon“ – Entzminger, Go Down, Moses, S. 506.
  44. „inferior both in conception and in execution“ – Lionel Trilling: The McCaslins of Mississippi. In: The Nation, 30. Mai 1942, S. 632–633, zitiert nach Milton Thomas Inge (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: Milton Thomas Inge (Hrsg.): William Faulkner. The contemporary reviews. Cambridge University Press, Cambridge 1995. ISBN 0-521-38377-3. S. 227–244. Hier S. 239.
  45. „clever“ – Jeanette Greenspan: Faulkner at his best. In: Brooklyn Citizen, 5. Juni 1942, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 241.
  46. „the most convincing and memorable“ – George Snell: New Faulkner tales keep to tradition. In: The Salt Lake City Tribune, 7. Juni 1942, S. 13-C, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 242.
  47. „the most readable from the standpoint of clarity of episode and chronological sequence“ – Plantation of Southlands scene of new Faulkner tales. In: The Sacramento Bee, 16. Mai 1942, S. 17, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 235.
  48. „powerful“ – Sanford Pinsker: Pantaloon in black. In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 283–284. Hier S. 283.
  49. „render black life with a careful complexity unmatched in his previous work“ – Richard H. King: Working through. Faulkner's „Go Down, Moses“. In: Richard H. King: A southern Renaissance. The cultural awakening of the American south, 1930–1955. Oxford University Press, Oxford 1982. ISBN 0-19-503043-5. S. 130–145. Hier S. 131–132.
  50. „intense and moving“ – Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 99.
  51. „Faulkner's most eloquent evocation of human pain“ – Linda Wagner-Martin, „Pantaloon in Black“ and the mystery of the human heart, S. 128.
  52. „anomalous quality“ – Lurie, Crossing the junctureless backloop of time’s trepan, S. 227.