Vordergraseck
Vordergraseck veraltet: Graseck Markt Garmisch-Partenkirchen
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| Koordinaten: | 47° 28′ N, 11° 7′ O |
| Höhe: | um 885 m ü. NHN |
| Einwohner: | 32 (1987)[1] |
| Postleitzahl: | 82467 |
| Vorwahl: | 08821 |
Vordergraseck ist ein Weiler des Marktes Garmisch-Partenkirchen im gleichnamigen Landkreis.
Lage
Der Ort liegt oberhalb der weltbekannten Partnachklamm, die als Naturdenkmal kategorisiert ist, unterhalb der verschlafenen Orte Mitter- und Hintergraseck und unterhalb des Gipfels Eckbauer an der Straße, die Garmisch-Partenkirchen mit Schloss Elmau verbindet.[2] Die Bergstation der Graseckbahn liegt auf 903 m ü. NHN, in der Luftlinie etwa 3,5 km südöstlich des Bahnhofs Garmisch-Partenkirchen.
Ortsgeschichte
Das Grasecktal wird seit mehr als tausend Jahren besiedelt. Der älteste Sohn der dortigen Bauern erbte früher jeweils den Hof, und seine Geschwister wurden ins Tal verbannt. Grasegger ist daher einer der häufigsten Familiennamen in Garmisch-Partenkirchen.[3]
An der Stelle der Bergstation der Graseckbahn stand früher das bayrisch-königliche Forsthaus Graseck. Der Revierförster und viele Nachbarn, halfen im August 1851 das Gipfelkreuz der Zugspitze aufzustellen.[3]
Erst nach der Privatisierung wurde das Forsthaus zu einem Berggasthaus umgebaut. Im November 1968 brannte es bis auf die Grundmauern nieder. Beim Wiederaufbau entstand 1970 ein Wanderhotel, das 2013 komplett renoviert wurde.[4]
Die erste Graseckbahn wurde 1953 in Betrieb genommen. Sie war damals die kleinste vollautomatische Kleinkabinenbahn der Welt. Die waagerechte Trassenschütze, war damals eine Weltneuheit. Sie wurde Anfang 2024 durch einen Neubau ergänzt.
Historische Gebäude
Die bereits vor 1730 errichtete Privatkapelle,[5] die neugotische Bronzefigur in einer Felsnische der Partenachklamm sowie die Horizontalstütze und die Stationen der Graseckbahn samt technischer Ausrüstung stehen unter Denkmalschutz. Darüber hinaus gibt es im Ort einige sehenswerte historische Gebäude und Kunstwerke:
| Bild | Adresse |
|---|---|
| Almirtschaft Hanneslabauer Vordergraseck 1[6] | |
| Vordergraseck 2 | |
| Vordergraseck 3 | |
| Vordergraseck 6 (Rückgebäude)[7][8] | |
| Wegkreuz neben Vordergraseck 1 |
Verwaltung
Bei der bayerischen Verwaltungsgliederung von 1808 wurde Vordergraseck in die Gemeinde Wamberg eingegliedert.[9]
Ab dem 1. Mai 1978 wurde Vordergraseck im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen eingemeindet.[10][9]
Bevölkerungsentwicklung
In der Vorkriegszeit des Ersten Weltkriegs gab es in Vordergraseck zwanzig Einwohner. In der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf vierzig Einwohner.
| Jahr | 1875[11] | 1925[1] | 1950[12] | 1970[13] | 1987[14] |
| Einwohner | 20 | 23 | 36 | 40 | 32 |
Weblinks
- Vordergraseck in der Ortsdatenbank von bavarikon.
Einzelnachweise
- ↑ a b Vordergraseck in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 5. Januar 2026..
- ↑ Jan Sahner et al: Vordergraseck.
- ↑ a b Graseckbahn – Technik und Geschichte.
- ↑ Das Graseck – Ein Blick zurück.
- ↑ Katholische Pfarrkirchenstiftung Maria Himmelfahrt Partenkirchen: Kirchen und Kapellen.
- ↑ Katharina Bromberger: Einzige Option: Das Leben auf Graseck.
- ↑ Toni Bartl’s Kaiserschmarrnalm: damals & heute.
- ↑ Kaiserschmarrnalm – Die Geschichte der Alm.
- ↑ a b Festschrift Wamberg. (PDF-Datei) Seite 3.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 578 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Spalte 382.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 135 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 27 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 99 (Digitalisat).