Schwaigwang
Schwaigwang Markt Garmisch-Partenkirchen
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| Koordinaten: | 47° 31′ N, 11° 6′ O |
| Höhe: | 684 m ü. NHN |
| Einwohner: | 6 (1987)[1] |
Orthofoto von Schwaigwang. Unten links das Portal des Kramertunnels
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Schwaigwang ist ein Gemeindeteil des oberbayerischen Markts Garmisch-Partenkirchen.
Lage
Die Einöde liegt etwa zwei Kilometer Luftlinie nördlich des Hauptorts am Rand des Loisach-Talbodens auf der linken Seite des Schwaiggrabens.
Etwa 450 m nördlich und 100 Höhenmeter oberhalb steht die Ruine der Burg Werdenfels.
Geschichte
Der Ortsname setzt sich zusammen aus den Wörtern „Schwaig“ (Sennerei, Herde, Viehhof) und „Wang“ (fruchtbarer Grund oder eingehegter Wiesenplatz).
Der dortige Hof war zunächst der Wirtschaftshof der Burg Werdenfels, die Sitz des Pflegers der Grafschaft Werdenfels war. Nachdem sich der Bauzustand der Burg verschlechtert hatte, war die Schwaigwang von 1632 bis ins 18. Jahrhundert Sitz der Pfleger.[2] Der Gutshof, ein zweigeschossiger Flachsatteldachbau, im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert ist heute noch erhalten. Er ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.[3]
Knapp 200 m südlich von Schwaigwang befindet sich das Nordportal des im Bau befindlichen Kramertunnels.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner[1] |
|---|---|
| 1871 | 10 |
| 1925 | 20 |
| 1950 | 27 |
| 1961 | 14[4] |
| 1970 | 9 |
| 1987 | 6 |
Persönlichkeiten
- Gideon von Rudhart (1833–1898), bayerischer Diplomat, verstorben in Schwaigwang
Weblinks
- Schwaigwang in der Ortsdatenbank von bavarikon.
Einzelnachweise
- ↑ a b Schwaigwang in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. Oktober 2025..
- ↑ Dieter Albrecht: Grafschaft Werdenfels (Hochstift Freising) (= Historischer Atlas von Bayern. Reihe I, Band 9). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1955, S. 1 (Digitalisat [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
- ↑ Denkmalliste für Garmisch-Partenkirchen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. München 1964, Spalte 102 (Digitalisat, abgerufen am 19. Oktober 2025).