Rollhockey-Bundesliga 1972

Rollhockey-Bundesliga
◄ vorherige Saison 1972 nächste ►
Meister: RESG Walsum
Aufsteiger: RSC Cronenberg
Absteiger: OSC Berlin

Die Saison 1972 war die sechste Spielzeit der Rollhockey-Bundesliga, in der zum 60. Mal ein Deutscher Meister ermittelt wurde. Ausrichter war der Deutsche Rollsport-Bund. Deutscher Meister wurde zum sechsten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die RESG Walsum, die damit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigte.

Teilnehmer

Teilnehmer der 1. Bundesliga 1972
Klub Standort Vorjahr
RESG Walsum Walsum Meister
IG Remscheid Remscheid 6.
SpVgg Herten Herten 2.
VfL Hüls Marl 8.
SK Germania Herringen Hamm 7.
GRSC Mönchengladbach Mönchengladbach 4.
TGS Ober-Ramstadt Ober-Ramstadt 5.
ERG Iserlohn Iserlohn 3.
Eintracht Duisburg Duisburg Aufsteiger
OSC Berlin Berlin Aufsteiger

Modus

Die 1. Bundesliga ging mit zehn Mannschaften an den Start. Jede Mannschaft bestritt 18 Spiele in einer Hin- und Rückrunde. Der Erste der Abschlusstabelle wurde Deutscher Meister. Die Mannschaft auf den Rängen neun und zehn stiegen in die Regionalliga ab. Da nur ein aufstiegsberechtigter Regionalligist den Aufstieg wahrnahm, setzte der DRB zum Jahresende noch ein Relegationsspiel an, an dem der Tabellenneunte teilnahm.

Bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis über die Platzierung.

Hauptrunde

Mannschaft Sp S U N Tore +/− P
1. RESG Walsum 18 16 0 2 190:67 +123 32:4
2. IGR Remscheid 18 13 1 4 189:110 +79 27:9
3. ERG Iserlohn 18 13 1 4 145:75 +70 27:9
4. GRSC Mönchengladbach 18 12 0 6 116:74 +42 24:12
5. TGS Ober-Ramstadt 18 10 3 5 122:66 +56 23:13
6. SpVgg Herten 18 9 2 7 85:81 +4 20:16
7. SK Germania Herringen 18 5 1 12 104:124 −20 11:25
8. VfL Hüls 18 3 3 12 120:134 −14 9:27
9. Eintracht Duisburg 18 3 1 14 74:202 −128 7:29
10. OSC Berlin 18 0 0 18 49:261 −212 0:36

Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, P = Punkte
Erläuterungen:

  • Deutscher Meister
  • Klassenerhalt
  • nachträglicher Relegationsplatz
  • Absteiger
  • Europapokal

    Als Deutscher Meister qualifizierte sich die RESG Walsum für den Europapokal der Landesmeister der Saison 1973. Die Walsumer unterlagen in der ersten Runde Benfica Lissabon.[1]

    Relegation

    Da der SC Charlottenburg als Meister der Regionalliga Nord und Verlierer der Aufstiegsspiele gegen den RSC Cronenberg, und der ERC Westfalen Dortmund als Zweiter der Regionalliga West auf den Aufstieg verzichtet hatten, setzte der DRB für den 16. Dezember 1972 ein Ausscheidungsspiel für die Bundesliga-Saison 1973 an, das in Walsum ausgetragen wurde. Die beteiligten Vereine waren der Dritte der Regionalliga West, der OSC Rheinhausen, der sein Aufstiegsinteresse bekundet hatte, und der Bundesliga-Vorletzte Eintracht Duisburg.

    Ergebnis Ort
    OSC Rheinhausen Eintracht Duisburg 3:7 Walsum

    Damit verblieb Eintracht Duisburg in der 1. Bundesliga.

    Anmerkung: Sowohl Rheinhausen als auch Walsum waren zum Zeitpunkt des Spiels noch eigenständige Städte. Beide wurden am 1. Januar 1975 im Rahmen der kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen zu Duisburg eingemeindet, sodass sich rückblickend, nur eben nicht zur Zeit des Spiels, zwei Duisburger Vereine auf einem neutralen Spielfeld in Duisburg gegenüberstanden.

    Aufsteiger

    Aus den Regionalligen stieg der RSC Cronenberg auf.

    Einzelnachweise

    1. Rinkhockey.net: Übersichtsseite zu historischen Ergebnissen in europäischen Wettbewerben