Rattelshof
Rattelshof Gemeinde Frensdorf
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 10° 54′ O |
| Höhe: | 256 m ü. NHN |
| Einwohner: | 10 (1. Jan. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96158 |
| Vorwahl: | 09502 |
Rattelshof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Rattelshof liegt in der Gemarkung Reundorf.[3]
Geografie
Der Weiler Rattelshof bildet mit dem Pfarrdorf Reundorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt am linken Ufer der Rauhen Ebrach. Die Kreisstraße BA 29 führt nach Reundorf (0,6 km südwestlich) bzw. nach Eichenhof (1,7 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1238 als „Rat tuellechshoven“ erstmals schriftlich erwähnt, 1434 „Ratelshove“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Ratwelech. Rattelsdorf bestand ursprünglich aus vier Lehen, die dem Kloster Schlüsselau steuerbar waren.[5]
Rattelshof gehörte zur Realgemeinde Reundorf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rattelshof 5 Anwesen (1 Hof, 1 Halbhof, 1 Viertelgütlein, 1 Sölde, 1 Halbsölde). Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Burgebrach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Michelsberg.[6] Der Ertag an Getreide, Heu und Obst war sehr gut.[7]
Im Jahre 1802 kam Rattelshof an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rattelshof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Reundorf und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Reundorf zugewiesen.[8] Am 1. Mai 1978 wurde Rattelshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.[9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 19 | 30 | 25 | 32 | 24 | 33 | 38 | 25 | 17 | 14 | 10 |
| Häuser[10] | 3 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | ||||
| Quelle | [8] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [1] |
Religion
Rattelshof ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Otto (Reundorf) gepfarrt.[6][17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rattelshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 430 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 172.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Rattelshof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Rattelshof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Rattelshof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Zahlen, Daten, Fakten. In: frensdorf.de. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Gemeinde Frensdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 172.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 156.
- ↑ J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 430.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 261.
- ↑ Frensdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 836, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1006, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 953 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 997 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1018 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 879 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 647 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).