Ellersdorf (Frensdorf)
Ellersdorf Gemeinde Frensdorf
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 47′ N, 10° 53′ O |
| Höhe: | 260 m ü. NHN |
| Einwohner: | 39 (1. Jan. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96158 |
| Vorwahl: | 09502 |
Ellersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Ellersdorf liegt in der Gemarkung Herrnsdorf.[3]
Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur am rechten Ufer der Reichen Ebrach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Staatsstraße 2254 kreuzend nach Schlüsselau (2,3 km östlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,3 km südwestlich), die nördlich nach Wingersdorf zur Staatsstraße 2260 bzw. südlich zur Kreisstraße BA 24 verläuft.[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1109 als „Ellolvesdorf“ erstmals urkundlich genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname E(gi)lolf. Das kleine Haufendorf hatte von Anbeginn stattliche Höfe.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ellersdorf 9 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Bechhofen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Erboblei Ellersdorf des Domkapitels Bamberg. Grundherren waren das bambergische Amt Schlüsselau (2 Höfe), die Erboblei Ellersdorf (3 Güter, 1 Sölde, 2 Tropfhäuser), die schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden (1 Hof).[6] Wegen der ertragreichen Landwirtschaft und Holzwuchs war der Ort wohlhabend.[7]
Im Jahre 1802 kam Ellersdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ellersdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schlüsselau und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Herrnsdorf zugewiesen.[8] Am 1. Mai 1978 wurde Ellersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Ellersdorf gibt es drei Baudenkmäler:[10]
- Bildhäuschen
- Bildstock
- Katholische Kapelle
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 62 | 72 | 67 | 74 | 65 | 83 | 89 | 69 | 64 | 50 | 39 |
| Häuser[11] | 14 | 12 | 12 | 12 | 12 | 13 | 12 | ||||
| Quelle | [8] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [1] |
Religion
Ellersdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus der Ältere (Herrnsdorf) gepfarrt.[6][18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ellersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 3–4 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Ellersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 17 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 210.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ellersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2025.
- Ellersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 22. November 2025.
- Ellersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Zahlen, Daten, Fakten. In: frensdorf.de. Abgerufen am 22. November 2025.
- ↑ Gemeinde Frensdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 210.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 120.
- ↑ J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 3f.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 246f.
- ↑ Frensdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. November 2025.
- ↑ Denkmalliste für Frensdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 836, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1005, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 951 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 996 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1017 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).