Schönberg/Bitzius

Schönberg/Bitzius
Gebräuchliches Quartier von Bern
Koordinaten 601996 / 199906
Höhenbereich 551–596 m ü. M.
Fläche 0,193 km²
Einwohner 976 (31. Dez. 2024)[1]
Ausländeranteil 12.7 % (31. Dez. 2024)[2]
Arbeitsstätten 70 (31. Dez. 2023)[3]
Quartiernummer 413
Postleitzahl 3006
Statistischer Bezirk Schosshalde
Stadtteil Kirchenfeld-Schosshalde

Schönberg/Bitzius ist ein Quartier der Stadt Bern. Es gehört zu den 2011 bernweit festgelegten 114 gebräuchlichen Quartieren und liegt im Stadtteil IV Kirchenfeld-Schosshalde, dort im statistischen Bezirk Schosshalde. Es grenzt an die Quartiere Rosengarten, Beundenfeld/Baumgarten, Schönberg-Ost, Wyssloch und Schosshalde/Obstberg.[4]

Im gebräuchlichen Quartier betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 976 Personen. Davon waren 47,6 Prozent Männer und 52,4 Prozent Frauen. 2024 wurden 15 Personen eingebürgert. 5 Geburten standen 5 Todesfällen gegenüber. Es wurden 10 Ehen geschlossen und es gab 2 Scheidungen. 852 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 124 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 12.7 %).[2]
Es befanden sich dort 70 Arbeitsstätten[3] (Stand:31. Dezember 2023)

Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]

Altersklasse Anz. Einw. Anteil in %
0–6 (Vorschule) 67 6.86
7–15 (Schule) 105 10.76
16–19 (Ausbildung) 42 4.30
20–64 (Berufsphase) 575 58.91
ab 65 (Rentner) 187 19.16

Den Namen Schönberg trug ein Landgut an der Laubeggstrasse 40, dessen Name den Hügel des «Hochgerichts untenaus» bezeichnet. Bis 1817 stand hier der Galgen auf dem höchsten Punkt des Hügels im Schönberg-Gut. Bei Grabungen vor dem Neubau in Schönberg-Ost konnte dieser Ort dort gefunden werden.[5]

1943 kam Schönberg an die Einwohnergemeinde Bern. Der Schönberg hiess im 19. Jahrhundert auch Lerberhübeli.[6]

Bitzius ist der Name des Schulhauses, einer Tagesschule, einer Kita und einer Strasse im Quartier, benannt nach Albert Bitzius, einem Schweizer Pfarrer und Schriftsteller, der unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf (1797–1854) bekannt wurde. Bitzius hat sich zeitlebens für die Verbesserung des bernischen Schulwesens eingesetzt.[7]

Das Bitzius-Schulhaus entstand in den Jahren 1909 bis 1911 als repräsentativer monumentaler Schulpalast. 1927 wurde auf der Nordseite der Turnhallentrakt angebaut. Damit der Schulbetrieb aufrechterhalten werden konnte, erfolgte eine notwendige Sanierung in fünf Etappen 1997 bis 2001.[8] 2017 ersetzte eine neue unterirdische Doppelturnhalle die alte.[9] Die Tagesschule Bitzius gibt es seit 2005, und sie war ebenfalls im Schulhaus untergebracht. Seit 2017 hat sie einen neuen Standort.[10]

Nördlich des Haspelwegs befindet sich der Schönbergpark. Die Wohnbebauung besteht aus einzeln stehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Die städtischen Buslinien 10 und 12 verbinden mit dem Zentrum.

Einzelnachweise

  1. a b Polizeiinspektorat Stadt Bern, Einwohnerdatenbank; Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten, Ordipro (einige online)
  2. a b Schweizer und Ausländer gemäss Die Wohnbevölkerung der Stadt Bern 2024
  3. a b Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur STATENT
  4. Interaktiver Stadtplan der Stadt Bern (Auswahl unter «Themen»).
  5. Mittelalterliche Richtstätte Schönberg Ost, Bern: Sockel des Galgens und Skelette entdeckt. Kanton Bern (Medienmitteilung).
  6. Berchtold Weber: Historisch-topografisches Lexikon der Stadt Bern. Schriften der Berner Burgerbibliothek.
  7. Albert Bitzius und die Schule. Engagierter Kämpfer für eine bessere Schule. auf gotthelf.ch (Wirken Bitzius’ als Pädagoge).
  8. Bitzius-Schulhaus in der Schosshalde: Gesamtsanierung 1997–2001. Kanton Bern, 2001 (Medienmitteilung).
  9. Doppelturnhalle für die Volksschule Bitzius fertiggestellt. Kanton Bern (Medienmitteilung).
  10. Piraten an der Schule. In: menuandmore.ch. 2028.