Unterwoltersgrün
Unterwoltersgrün Gemeinde Röslau
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 12° 2′ O |
| Höhe: | 579 m ü. NHN |
| Einwohner: | 20 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95195 |
| Vorwahl: | 09238 |
Unterwoltersgrün ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Unterwoltersgrün liegt in der Gemarkung Neudes.[3]
Geographie
Der Weiler liegt in der Talsenke eines namenlosen Baches, der weiter nördlich in einen Weiher entwässert. Im Süden steigt das Gelände zum Steinberg an, im Norden zum Meierberg (594 m ü. NHN). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rauschensteig zur Staatsstraße 2180 (1,5 km südwestlich), nach Oberwoltersgrün (0,7 km südlich), nach Rügersgrün (2 km nordöstlich) und zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße (0,9 km nordwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1395 als „Walthersgrune daz nidere“ erstmals urkundlich erwähnt.[5] 1499 bestand „Waltersgrün“ aus 11 Höfen und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Fraisch hatte das brandenburg-kulmbachische Sechsamtes Wunsiedel. Grundherrschaftliche Ansprüche hatte die Frümesse zu Thiersheim (3), die Michaelsmesse zu Wunsiedel (3), Bürgermeister und Rat zu Wunsiedel (3) und Ritter Wilhelm von Schirnding (2). 1787 bestand Unterwoltersgrün aus fünfeinhalb Höfen mit acht Mannschaften und dem Hirtenhaus.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Unterwoltersgrün dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudes[8] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Neudes zugeordnet. Am. 1. Januar 1978 wurde Unterwoltersgrün nach Röslau eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Unterwoltersgrün gibt es zwei Baudenkmäler:[10]
- Haus Nr. 3: Wohnstallhaus
- Feuerleiterschuppen
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 59 | 74 | 67 | 60 | 59 | 60 | 62 | 43 | 33 | 20 |
| Häuser[11] | 11 | 11 | 9 | 8 | 8 | 6 | ||||
| Quelle | [8] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [1] |
Religion
Unterwoltersgrün ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Bernstein) gepfarrt.[20] Die Katholiken sind nach Zu den Zwölf Aposteln (Wunsiedel) gepfarrt.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterwaltersgrün. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 654 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 693.
- Georg Paul Hönn: Unter-Waltersgrün. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 302 (Digitalisat).
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 220.
Weblinks
- Unterwoltersgrün in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- Unterwoltersgrün in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- Unterwoltersgrün im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. Oktober 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 320 (Digitalisat).
- ↑ Gemeinde Röslau, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Oktober 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 693.
- ↑ Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 220.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 130 (Digitalisat).
- ↑ Röslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Denkmalliste für Röslau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 961, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1134, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1074 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1135 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1172 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1008 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 740 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 165 (Digitalisat).
- ↑ J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 654.