Unterpeischlach (Dorf, Gemeinde Kals am Großglockner)

Unterpeischlach (Dorf)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lienz (LZ), Tirol
Pol. Gemeinde Kals am Großglockner
Ortschaft Unterpeischlach
Koordinaten 46° 55′ 49″ N, 12° 35′ 32″ Of1
Höhe 813 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 101 (1991)
Postleitzahl 9981 Kals am Großglockner
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Kals am Großglockner (70712 000)

Kapelle Unterpeischlach
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS
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Unterpeischlach ist ein Dorf der Ortschaft Unterpeischlach in der Gemeinde Kals am Großglockner. Die Ortschaft hatte 1991 101 Einwohner[1] und bildet das Zentrum der gleichnamigen Ortschaft.

Geographie

Unterpeischlach liegt im Iseltal am linken Ufer der Isel. Das Dorf wird im Südwesten von der Isel und der Felbertauern Straße und im Südosten vom Kalserbach begrenzt. Durch den Ort fließt, großteil kanalisiert, die Unterpeischlach Runsen. Nördlich von Unterpeischlach steigt das Iseltal zum Peischlachberg an. Westlich des Dorfes Unterpeischlach befindet sich der Weiler Greil, südöstlich die Siedlung Brenner, die beide ebenfalls zur Ortschaft Unterpeischlach gehören. Nördlich liegen zudem Oberpeischlach und Süden Kienburg.

Das Dorf Unterpeischlach bestand 2025 aus 30 Adressen, darunter die traditionellen Hofstellen Schmied/Niederster (Unterpeischlach 7) und Peischlerwirt (Unterpeischlach 12). Auf beiden Hofstellen bestand in diesem Jahr auch je ein landwirtschaftlicher Betrieb.

Geschichte und Bevölkerung

Das Dorf Unterpeischlach war lange Zeit nur ein Weiler, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts nur vier größere Gebäude umfasste. Es waren dies die Hofstellen Niedrist, Wirth, Schmied (heute Unterpeischlach 16) sowie ein weiteres Gebäude (heute vermutlich Unterpeischlach 14).[2] Im Jahr 1923 wurden erstmals die Einwohnerzahlen der Siedlung ausgewiesen, wobei Unterpeischlach damals 21 Personen in vier Gebäuden umfasste.[3] Bis 1951 war Unterpeischlach auf neun Gebäude und 51 Einwohner angewachsen,[4] 1961 waren 48 Einwohner in acht Gebäuden gezählt worden.[5] 1971 wurde die Siedlung am Kalserbach erstmals als Dorf klassifiziert, in dem 61 Menschen in elf Gebäuden lebten,[6] bis 1981 wuchs die Dorfbevölkerung auf 104 Menschen, die in 15 Gebäuden lebten, an.[7] Letztmalig wies die Statistik Austria 1991 Bevölkerungszahlen für das Dorf Unterpeischlach aus. In diesem Jahr umfasste die Siedlung 101 Menschen, 19 Gebäude (davon 17 bewohnt) und vier land- bzw. forstwirtschaftliche Betriebe aus.[8]

Sehenswürdigkeiten

Die Hofkapelle des Peischlacherwirts wurde 1966 durch ein Hochwasser zerstört und 1968 neu errichtet. Neben der Kapelle verzeichnet das Tiroler Kunstkataster zudem die Peischlerharpfe, eine Doppeldachharpfe mit drei Toren, die 1986 errichtet wurde.

Einzelnachweise

  1. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220
  2. vgl. Franziszeiischer Kataster
  3. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, S. Tir. 5
  4. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir.
  5. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299
  6. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67
  7. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113
  8. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220