Burg (Fraktion, Gemeinde Kals am Großglockner)
| Burg (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Lienz (LZ), Tirol | |
| Pol. Gemeinde | Kals am Großglockner | |
| Koordinaten | 47° 0′ 57″ N, 12° 38′ 31″ O | |
| Einwohner der Ortschaft | 97 (1. Jän. 2025) | |
| Postleitzahl | 9981 Kals am Großglockner | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 16799 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Kals am Großglockner (70712 000) | |
| Weiler Burg | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS | ||
Burg ist eine Ortschaft (Fraktion) der Gemeinde Kals am Großglockner. Die Rotte hat 97 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geographie
Die Ortschaft Burg umfasst das gesamte hintere Kalser Tal. Angrenzend an die Ortschaften Großdorf und Unterburg findet sich im Süden der Ortschaft der Weiler Gasser. Etwas nördlich davon, nahe der Mündung des Wurgerbachs in den Kalserbach liegt der Weiler Burg. Die nördlichste Siedlung der Ortschaft ist Spöttling-Taurer an der Einmündung des Teischnitzbachs in der Kalser Bach. Das nördlich von Spöttling-Taurer gelegene Kalser Dorfertal mit seinen zahlreichen Almen und dem Kalser Tauernhaus gehört ebenfalls zur Ortschaft Burg.
Geschichte und Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung[2] |
Burg wurde urkundlich 1299 als Vnderbv̊rck, 1428 als vnd(er) Wurk, 1453 als hind(e)r d(e)r Purgk, 1455 als vnder der Burgk und zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert als Wurg genannt. Der Ortsname gibt Hinweis auf eine ehemalige Burg oder Fluchtburg.[3] Die Bezeichnung für die heutige Ortschaft Burg schwankte auch im 19. und 20. Jahrhundert noch stark. So wurde sie 1869 als „Tauern“, 1890 als „Thaur“, 1900 als „Tauer“, 1923 als „Taurer“ und 1951 als „Wurg-Tauer“ bezeichnet. Erst 1961 setzte sich die Bezeichnung „Burg“ durch, wenngleich in der Folge bis 1971 die Abtrennung der neu errichteten Ortschaft Unterburg erfolgte.
Die Bevölkerung der Ortschaft Burg schwankte im Laufe der letzten 200 Jahre nur wenig. So lebten mit wenigen Ausnahmen meist rund 100 Einwohner in den drei Weilern. Lediglich im Zuge der Errichtung von Unterburg stieg die Einwohnerzahl zwischen 1951 und 1961 stark an. Durch die Erhebung von Unterburg zu einer eigenen Ortschaft pendelte sich die Einwohnerzahl jedoch bereits 1971 wieder bei 100 Einwohnern ein. In der Folge sank die Einwohnerzahl zwischen 1981 und 2011 leicht, begann danach aber wieder leicht zu wachsen. Bei den zuletzt 1991 ausgewiesenen Ortsteilen beherbergte der Weiler Burg mit 45 Einwohnern rund die Hälfte der Bevölkerung, Spöttling Tauer hatte 36 Einwohner, in Gasser wohnten 16 Menschen.
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
In der Ortschaft Burg liegen drei Kapellen sowie eine Kirchenruine. Der bedeutendste Bau ist dabei die Kirchenruine St. Peter. Sie wurde vermutlich im 16. Jahrhundert an der Stelle eines Vorgängerbaus oder Kultplatzes errichtet und war lange Zeit ein beliebter Wallfahrtsort. Nach einem durch Blitzschlag ausgelösten Brand wurde die Kirche jedoch dem Verfall preisgegeben.
Ausgehend vom Weiler Burg führt ein Kreuzweg entlang des Wurgerbachs zur Felsenkapelle im Grodendera Stein, die in den 1970er Jahren entstand. Oberhalb von Spöttling-Tauerer liegt die Spöttlingkapelle, die zum gleichnamigen Hof gehört. Sie wurde nach 1859 erbaut und 1945 erweitert. Im Dorfertal findet sich die Kapelle Dorferalm, die aus dem Jahr 1972 stammt. In nächster Nähe dieser Kapelle liegt auch das Kalser Tauernhaus, das Ziel zahlreicher Tagesbesucher des Dorfertales und des nördlich gelegenen Dorfersees ist. Burg beherbergt zudem den einzigen Campingplatz der Gemeinde Kals am Großglockner.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ vgl. die Ortsverzeichnisse der Statistik Austria sowie deren Vorgänger
- ↑ Gemeinde Kals, Sprachschichten & Namen A-Z