Brenner (Gemeinde Kals am Großglockner)

Brenner (Zerstreute Häuser[1])
Ortschaft Unterpeischlach
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lienz (LZ), Tirol
Pol. Gemeinde Kals am Großglockner
Koordinaten 46° 55′ 12″ N, 12° 36′ 27″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 168 (1. Jän. 2025)
Postleitzahl 9981 Kals am Großglockner
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16808
Zählsprengel/ -bezirk Kals am Großglockner (70712 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS
f0
f0
168

BW

Brenner ist eine Siedlung der Gemeinde Kals am Großglockner in der Ortschaft Unterpeischlach. Die Ortschaft im Iseltal hatte 1991 20 Einwohner, ist jedoch danach stark gewachsen.

Geographie

Brenner liegt am linken Ufer des Iseltals, nordöstlich der Felbertauern Straße zwischen dem Kraftwerk Kalserbach der TIWAG im Norden und der Ortschaft Oblaßberg (Gemeinde St. Johann im Walde), wobei die Gemeindegrenze zu St. Johann direkt an der Ortschaft verläuft. Am gegenüberliegenden Ufer der Isel liegt Kienburg (Gemeinde Matrei in Osttirol). Brenner ist umgeben von den Wiesen im Iseltal sowie den bewaldeten Abhängen des Zirmsteins sowie des Kegelsteins. Hier entspringt auch der Brennerbach, der im Nordosten an der Ortschaft vorbeifließt.

Geschichte und Bevölkerung

Auf dem Gebiet der heutigen Siedlung Brenner existierte lange Zeit nur der gleichnamige Bauernhof Brenner. Dieser war Mitte des 19. Jahrhunderts hauptsächlich von Wald umgeben[2] Auch im Jahr 1923 dürfte Brenner lediglich aus einem Gebäude bestanden haben, da die Statistik für die in Streulage gelegenen Teile von Unterpeischlach Greil und Brenner lediglich zwei Gebäude auswies.[3] Im Jahr 1951 wies die Statistik Austria den Ortsteil als Weiler Peischlach Aue erstmals mit drei Gebäuden und 35 Einwohnern separat aus.[4] Im Jahr 1961 führt sie hingegen nur eine namenlose Häusergruppe mit 47 Einwohnern und drei Gebäuden an.[5] 1971 wird Brenner erstmals mit diesem Namen im Ortsverzeichnis der Statistik Austria als Streusiedlung ausgewiesen, wobei die Siedlung seither als Teil der Ortschaft Unterpeischlach gilt.[6] Im Jahr 1971 lebten in Brenner 17 Menschen in drei Häusern,[7] 1981 waren es 20 Menschen in vier Gebäuden,[8] 1991 21 Menschen in vier Gebäuden.[9] Seitdem Brenner im Jahr 1991 in der Statistik letztmalig ausgewiesen worden war, hat sich die Anzahl der Gebäude auf 18 Adressen (Stand: 2025) mehr als vervierfacht.[10]

Einzelnachweise

  1. Die Klassifizierung der Siedlung als Streusiedlung stammt aus dem Jahr 1991. Da die Siedlung aber danach stark anwuchs ist die Klassifizierung vermutlich nicht mehr aktuell.
  2. vgl. Franziszeischer Kataster
  3. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, S. Tir. 5
  4. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir.
  5. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299
  6. Zuvor hatte Brenner zur nun aufgelösten Ortschaft Peischlach gehört.
  7. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67
  8. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113
  9. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220
  10. vgl. Tiroler Rauminformationssystem