Lana (Gemeinde Kals am Großglockner)
| Lana (Zerstreute Häuser) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Lienz (LZ), Tirol | |
| Pol. Gemeinde | Kals am Großglockner | |
| Koordinaten | 46° 59′ 37″ N, 12° 38′ 15″ O | |
| Höhe | 1280 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 84 (1. Jän. 2025) | |
| Postleitzahl | 9981 Kals am Großglockner | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 16803 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Kals am Großglockner (70712 000) | |
| Lana gesehen vom Südabhang des Figerhorns | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS | ||
Lana ist eine Ortschaft (Fraktion) der Gemeinde Kals am Großglockner. Die Streusiedlung (Zerstreute Häuser) hat 84 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1]. Zur Ortschaft gehören die Einzelhöfe Figer und Arzl.
Geographie
Lana liegt im Kalser Tal am rechtsseitigen Ufer des Kalserbach. Neben dem Kalserbach im Osten wird die Ortschaft durch den Rassegbach im Norden und dem Äusseren Raggergraben im Süden begrenzt. Im Westen der Siedlung befinden sich die Abhänge des Gorner. Benachbarte Ortschaften sind Großdorf im Nordwesten, Ködnitz im Nordosten, Pradell im Osten, Lesach im Südosten und Arnig im Süden.
Lana bestand 2025 aus 24 Adressen.[2] Zur Siedlung gehören die traditionellen Hofstellen Figer (Lana 1), Gradotzenhäusl (Lana 2), Lana-Mair (Lana 3), Schuster (Lana 4), Golliseller (Lana 5), Arzl (Lana 6 bzw. 7) und Unterlana (Lana 8).
Geschichte und Bevölkerung
Lana wird urkundlich 1704 erstmals als Läna bzw. 1716 als Lanna, später auch als Län(n)ä urkundlich erwähnt. Für die Herleitung des Ortsnamens verweisen Sprachforscher auf das romanisch Wort labina (Erdsturz, Lawine) oder *labinarium (Lawinenzug). Die Benennung des Ortes dürfte dabei jedoch aber aus dem dem letzteren entlehnten deutsch-mundartlichen Lahner erfolgt sein.[3]
Lana war Mitte des 19. Jahrhunderts noch kaum besiedelt. Im Franziszeischen Kataster scheinen lediglich die Hofstellen Arzl (Lana 6 und 7) und Lana (Lana 3) auf. Lana war bis in die 1960er Jahre Teil der Ortschaft Großdorf, weshalb die Anzahl der Einwohner und Gebäude anfangs nicht separat ausgewiesen wurden. Nach der Erhebung zu einer eigenen Ortschaft umfasste Lana im Jahr 1971 insgesamt 12 Gebäude und 63 Einwohner, darunter die Gebäude der Fiegeralm und der Gorneralm.[4] Im Jahr 1981 hatte Lana 76 Einwohner und 15 Gebäude (ohne Almgebäude),[5] im Jahr 1991 79 Einwohner in sechs Gebäude, wobei zu dieser Zeit auch noch acht land- und forstwirtschaftliche Betriebe bestanden.[6] Zuletzt wurden für Lana im jahr 2001 18 Gebäude, 25 Wohnungen und 78 Einwohner gezählt. Die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe war auf fünf Unternehmen gesunken.[7] Das Tiroler Rauminformationssystem wies 2025 nur noch die Hofstellen Figer, Schuster und Unterlana als aktive landwirtschaftliche Betriebe aus.
Sehenswürdigkeiten
Das Tiroler Kunstkataster listet für Lana nur die im Jahr 1900 errichtete Lourdeskapelle Lana auf.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Tiroler Rauminformationssystem, abgerufen am 29. September 2025
- ↑ Gemeinde Kals, Sprachschichten & Namen A–Z
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 219
- ↑ Ortsverzeichnis 2001 Tirol (PDF; 3,1 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-46-3, S. 242.