Staniska (Fraktion, Gemeinde Kals am Großglockner)

Staniska (Zerstreute Häuser)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lienz (LZ), Tirol
Pol. Gemeinde Kals am Großglockner
Ortschaft Staniska
Koordinaten 46° 56′ 52″ N, 12° 36′ 37″ Of1
Höhe 1103 m ü. A.
Postleitzahl 9981 Kals am Großglockner
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Kals am Großglockner (70712 000)

Staniskakapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS
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Staniska ist eine Ortschaft (Fraktion) der Gemeinde Kals am Großglockner. Die Streusiedlung hat 19 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1].

Geographie

Staniska liegt im Kalsertal zwischen der Ortschaft Oberpeischlach im Südwesten und Arnig bzw. Lesach im Nordosten, wobei der Weißenbach und der Windesbach in etwa die Grenze zu Arnig und Lesach im Norden markieren. Der Großteil der Siedlung liegt am rechtsseitigen Ufer des Kalserbachs bzw. nördlich der Kalser Straße, wobei sich die Gebäude über eine Länge von rund zwei Kilometer entlang der Straße verteilen. Weitere Bäche in der Ortschaft sind Mullitzgraben, Staniskabach und Leportenbach als linksseitige Zuflüsse sowie Gehbroinigtal als rechtsseitiger Zubringer des Kalserbachs.

Die Ortschaft bestand 2025 aus neun Adressen, wobei die Hofstellen Loip (Staniska 1), Martiner (Staniska 2), Lenzer (Staniska 3) sowie die Gebäude Staniska 4 und 5 gemeinsam mit der Staniskakapelle den Weiler Staniska bilden. Etwas abgelegener, nordwestlich oberhalb der Kalserstraße, liegt die Einzelsiedlung Egger mit den Hofstellen Perlog (Staniska 6) und Egger (Staniska 7). Ganz im Norden der Ortschaft die Einzelsiedlung Haslach (Hofstelle Oberhaslach, Staniska 9). Die einzigen Bauwerke am linksseitigen Ufer des Kalserbachs sind der auf einer Anhöhe gelegene Hof Rantschner (Staniska 8) sowie der am Bach befindliche Staniskabildstock.

Neben den bewohnten Gebäuden gehören auch die Gliberalp, die Lenzalm, die Loipalm, die Martineralm und die Rantscheralm zur Ortschaft Staniska.

Geschichte und Bevölkerung

Die Siedlungsstruktur von Staniska hat sich über die letzten beiden Jahrhunderte kaum verändert. Neben den heute noch bestehenden Hofstellen Loip, Martiner, Lenzer, Perlog, Egger, Oberhaslach und Rantscher bestanden Mitte des 19. Jahrhunderts noch die Hofstellen Ortner (im Bereich nördlich der Hofstelle Loip) und Haslach (südlich der Hofstelle Oberhaslach). Während die letzteren beiden mit der Zeit verschwanden, kamen mit den Gebäuden Staniska 4 bzw. Staniska 5 lediglich zwei hinzu. Bis in die 1960er Jahre galt Arnig als Teil der Ortschaft Staniska. Arnig wurde jedoch schließlich aus Staniska ausgegliedert und zu einer eigenen Ortschaft erhoben. Staniska in seiner heutigen Form umfasste 1923 acht Gebäude mit 66 Einwohnern, 1951 waren es sieben Gebäude und 51 Einwohner.[2] Im Jahr 1961 bestand Staniska aus neun Gebäuden mit 43 Einwohnern,[3] 1971 aus acht Gebäuden mit 40 Einwohnern.[4] Im Jahr 1981 lebten 60 Menschen in neun Gebäuden (davon acht bewohnt),[5] 1991 waren es 55 Menschen in neun Gebäuden,[6] 2001 34 Einwohner in zehn Gebäuden (davon acht bewohnt). Zudem bestanden fünf land- bzw. forstwirtschaftliche Betriebsstätten. Das Tiroler Rauminformationssystem wies für Staniska 2025 vier landwirtschaftliche Betriebe (Loip, Lenzer, Egger und Rantscher) aus.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir.
  3. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299
  4. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67
  5. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113
  6. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220