Objazda (Namysłów)
| Objazda Obischau | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Namysłów | |
| Gmina: | Namysłów | |
| Geographische Lage: | 51° 7′ N, 17° 44′ O
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| Höhe: | 160 m n.p.m. | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 46-142 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Objazda (deutsch Obischau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Namysłow im Powiat Namysłowski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Das Straßendorf Objazda liegt sechs Kilometer nördlich von Namysłów (Namslau) und 58 Kilometer nördlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) an der Sitnik, einem rechter Zufluss der Widawa. Östlich von Objazda liegt der Stausee Jezioro Michalickie.
Nachbarorte von Objazda sind im Westen Krzyków (Krickau), im Nordosten Kowalowice (Kaulwitz) und im Südosten Józefków (Jauchendorf).
Geschichte
„Obes“ wurde erstmals im Jahre 1288 urkundlich erwähnt. 1360 ist es in der Schreibweise Obesd und 1366 als Obschow belegt.[1]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Obischau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Obischau ab 1816 zum Landkreis Namslau, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine evangelische Schule, ein Schmied und 16 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 184, davon 48 katholisch.[1] 1874 wurde der Amtsbezirk Deutsch Marchwitz gebildet, de, die Landgemeinden Altstadt, Deutsch Marchwitz, Jauchendorf und Obischau sowie die Gutsbezirke Altstadt und Jauchendorf eingegliedert wurde.[2]
1933 wurden 165 Einwohner gezählt, 1939 waren es 174 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Namslau.[3]
Infolge des Zweiten Weltkrieges fiel Obischau 1945 an Polen, wurde in Objazda umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Namysłowski.
Sehenswürdigkeiten
- Die Römisch-katholische Heilig-Blut-Kapelle (Kaplica Przenajświętszej Krwi Chrystusa) wurde 2010–2011 errichtet.[4]
- Stausee Jezioro Michalickie
- Hölzernes Wegekreuz
Weblinks
Fußnoten
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 455.
- ↑ Amtsbezirk Deutsch Marchwitz
- ↑ Michael Rademacher: Verwaltungsgeschichte Kreis Namslau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023.
- ↑ Heilig-Blut-Kapelle|Historische und aktuelle Aufnahmen (polnisch)