Jastrzębie (Namysłów)

Jastrzębie
Nassadel
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Jastrzębie
Nassadel
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Namysłowski
Gmina: Namysłów
Geographische Lage: 51° 1′ N, 17° 45′ O

Höhe: 160 m n.p.m.
Einwohner: 651 (2022)
Postleitzahl: 46-142
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: ONA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 454 OpoleNamysłów
Nächster int. Flughafen: Flughafen Breslau

Jastrzębie (deutsch Nassadel) ist eine Ort in der Stadt- und Landgemeinde Namysłów im Powiat Namysłowski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Das Straßendorf Jastrzębie liegt acht Kilometer südöstlich von Namysłów (Namslau) und 47 Kilometer nordwestlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene an den stillgelegten Bahnstrecke Opole–Namysłów.

Nachbarorte von Jastrzębie sind im Norden Ziemiełowice (Simmelwitz) und im Süden Nowy Folwark (Sandvorwerk).

Geschichte

„Jestrembe“ wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1353 ist es in der Schreibweise Nussidol belegt. Im gleichen Jahr wurde eine Kirche im Ort erwähnt.[1]

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Nassadel mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Nassadel ab 1816 zum Landkreis Namslau, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf das Vorwerk „Ferdinandshof“, eine katholische Kirche, eine evangelische Schule, eine Ziegelei, eine Windmühle und 46 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 413, davon 135 katholisch.[1] 1874 wurde der Amtsbezirk Nassadel gebildet, dem die Landgemeinden Nassadel und Simmelwitz sowie die Gutsbezirke Nassadel und Simmelwitz eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer von Heydebrandt in Nassadel.[2]

1933 zählte Nassadel 407 Einwohner, 1939 waren es 411 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Namslau.[3]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel unter polnische Verwaltung, wurde in Jastrzębie umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum wiedergegründeten Powiat Namysłowski.

Sehenswürdigkeiten

  • römisch-katholische Laurentiuskirche (Kościół św. Wawrzyńca) wurde 1353 erstmals erwähnt. Der heutige steinerne Bau stammt aus dem Jahr 1826.[4] Der Kirchenbau steht seit 1966 unter Denkmalschutz.[5]
  • Die Villa Heydebrandt wurde 1844 im spätklassizistischen Stil für den Sohn des damaligen Gutsbesitzer Ferdinand von Heydebrand errichtet. Daneben befand sich das Schloss Nassadel, welches bei Kriegsende 1945 zerstört wurde. Das Schloss und die Villa verband eine eingeschossige Orangerie. Die Villa steht seit 1965 unter Denkmalschutz.[6]
  • Wohnhaus aus der erste Hälfte 19. Jahrhundert an der ul. Dworcowa 22/26.
  • Postamt (heute Wohnhaus), ebenfalls aús der ersten Hälfte 19. Jahrhundert an der ul. Dworcowa 18
  • Orangerie, (heute Büros) von 1881 in der ul. Dworcowa 20[7]
  • Schmiede (derzeit Laden), in der ul. Opolska 9 ist ein klassizistischer Bau aus dem Jahre 1810[8]
  • Landschaftspark mit Teich und zwei Hügeln aus dem 18. und der ersten Hälfte 19. Jahrhundert in der ul. Dworcowa[9]

Söhne und Töchter des Ortes

Commons: Jastrzębie – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 427.
  2. Amtsbezirk Nassadel
  3. Michael Rademacher: Verwaltungsgeschichte Kreis Namslau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023.
  4. Geschichte Laurentiuskirche (poln.)
  5. Denkmäler Woiwodschaft Opole (Memento des Originals vom 14. Januar 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wuozopole.pl S. 98 (poln.)
  6. Schloss und Villa in Nassadel (poln.)
  7. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. München 2005, S. 375, ISBN 3-422-03109-X
  8. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. München 2005, S. 375, ISBN 3-422-03109-X
  9. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. München 2005, S. 375, ISBN 3-422-03109-X