Przeczów (Namysłów)
| Przeczów Prietzen | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Namysłów | |
| Gmina: | Namysłów | |
| Geographische Lage: | 51° 3′ N, 17° 33′ O
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| Höhe: | 150 m n.p.m. | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 46-166 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 396 Bierutów –Strzelin | |
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Przeczów (deutsch: Prietzen) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Namysłów im Powiat Namysłowski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Das Straßendorf Przeczów liegt 14 Kilometer südwestlich von Namysłów (Namslau) und 63 Kilometer nordwestlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Durch den Ort fließt der Bach Pijawka. Es ist umgeben von zahlreichen Waldgebieten.
Nachbarorte von Przeczów sind im Westen Radzieszyn (Ziegelhof) und im Süden Mikowice (Lampersdorf).
Geschichte
„Bredwitz“ wurde 1266 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Kirche ist für das Jahr 1295 belegt.[1] 1534 hielt die Reformation Einzug in Prietzen.[2]
1711 zerstörte ein Feuer einen Großteil des Dorfes.[2] Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Prietzen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1775 wurde eine evangelische hölzerne Kirche erbaut.[3]
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Prietzen mit den Ortsteilen Nieder-Prietzen, Ober-Prietzen und Probstteilich-Prietzen ab 1816 zum Landkreis Oels, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden in Nieder-Prietzen ein Schloss, ein Vorwerk, ein Kretscham und 28 Häuser. Nieder-Prietzen zählte im gleichen Jahr 259 Einwohner, davon 13 katholisch. Ober-Prietzen zählte 1845 eine evangelische Pfarrkirche, ein Vorwerk, eine evangelische Schule, eine Brauerei, eine Brennerei, zwei Wirtshäuser, eine Windmühle sowie die Vorwerke Borken und Mühlchen und 51 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Ober-Prietzen 403 Einwohner, davon 12 katholisch und vier jüdisch. Probsteilich-Prietzen bestand 1845 aus sechs Stellen und einem Acksterstück.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Prietzen gebildet, dem die Landgemeinden Nieder Prietzen und Ober Prietzen sowie die Gutsbezirke Nieder Prietzen und Ober Prietzen eingegliedert wurden.[4]
1926 zählte Prietzen 457 Einwohner.[2] 1933 wurden 450 Einwohner gezählt, 1939 waren es 441 Einwohner.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Przeczów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Namysłowski.
Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss Nieder-Prietzen (Pałac w Przeczowie Dolnym) entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil des Eklkletizismus, wobei die Grundmauern des Vorgängerbaus einbezogen wurden. Das Schloss besitzt einen L-förmigen Grundriss und einen quadratischen Turm mit spitzen Helm. Das Schloss steht heute leer.[1]
- Schloss Ober-Prietzen (Pałac w Przeczowie Górnym) entstand Ende des 18. Jahrhunderts. Das zweigeschossige Gebäude steht auf einem quadratischen Grundriss und entstand im Stil des Klassizismus.[1]
- Die Römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche (Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) wurde 1863 im Stil der Neugotik errichtet.[5]
- Pfarrhaus im klassizistischen Stil
- Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs
- Pestkreuz
- Hölzernes Wegekreuz
Persönlichkeiten
- Sigrun Koeppe (* 1936), deutsche Filmregisseurin und Kamerafrau
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Geschichte Prietzen (polnisch)
- ↑ a b c Geschichte Dorf Prietzen
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 511.
- ↑ Amtsbezirk Prietzen/Fürsten Ellguth
- ↑ Historische und aktuelle Ansichten der Herz-Jesu-Kirche