Ziemiełowice
| Ziemiełowice Simmelwitz | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Namysłów | |
| Gmina: | Namysłów | |
| Geographische Lage: | 51° 3′ N, 17° 45′ O
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| Höhe: | 170 m n.p.m. | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 46-142 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 454 Opole–Namysłów | |
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Ziemiełowice (deutsch: Simmelwitz) ist ein Ort in der Stadt-und-Land-Gemeinde Namysłów im Powiat Namysłowski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Das Straßendorf Ziemiełowice liegt sechs Kilometer südöstlich von Namysłów (Namslau) und 50 Kilometer nordwestlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene an der stillgelegten Bahnstrecke Opole–Namysłów.
Nachbarorte von Ziemiełowice sind im Norden Łączany (Lankau), im Süden Jastrzębie (Nassadel) und im Westen Smarchowice Wielkie (Groß Marchwitz).
Geschichte
„Zemilwic“ wurde 1309 erstmals urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1353 ist es in der Schreibweise Symmelwitz belegt.[1]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Simmelwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Simmelwitz ab 1816 zum Landkreis Namslau, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, zwei Vorwerke, eine katholische Kirche, eine evangelische Schule, eine Ziegelei, eine Windmühle und 48 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 473, davon 123 katholisch.[1] 1874 wurde der Amtsbezirk Nassadel gebildet, dem die Landgemeinden Nassadel und Simmelwitz sowie die Gutsbezirke Nassadel und Simmelwitz eingegliedert wurden.[2]
1933 zählte Simmelwitz 378 Einwohner, 1939 waren es 386 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Namslau.[3]
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Ziemiełowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde Ziemiełowice der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Namysłowski.
Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss Simmelwitz (polnisch Pałac w Ziemiełowicach) entstand 1898 im Stil des Eklektizismus an der Stelle eines Vorgängerbaus. Der zweigeschossige Bau zeigt Stilelemente des Neobarocks und der Neorenaissance. Ab den 1980er Jahren stand das Gebäude leer und verfiel zusehends. 2006 wurde der Schlossbau von der Familie Praski aus Opole erworben und anschließend saniert.[4] Der Schlossbau steht seit 1981 unter Denkmalschutz.[5]
- Die Maria-Magdalena-Kirche (Kościół św. Marii Magdaleny) ist der Rest einer ehemaligen Kirche, die Mitte des 14. Jahrhunderts im gotischen Stil errichtet wurde. Nach einem Brand 1762 verfiel der Kirchenbau. Lediglich die Außenmauern des Chors blieben erhalten. Die erhaltenen Reste wurden 1958–1960 wieder aufgebaut und neu geweiht. Die Kirche steht seit 1960 unter Denkmalschutz.[5]
- Schlosspark aus dem 19. Jahrhundert.
- Alter Friedhof mit erhaltenen deutschen Grabmälern.
- Schmiede aus dem Jahr 1726 – heute im Museum des Oppelner Dorfes
- Hölzernes Wegekreuz
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr OPS Ziemiełowice
Persönlichkeiten
- Carl Moritz Wenzel von Dobschütz (1726–1807), preußischer Generalmajor, Herr auf Gut Simmelwitz
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 637.
- ↑ Amtsbezirk Nassadel
- ↑ Michael Rademacher: Verwaltungsgeschichte Kreis Namslau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023.
- ↑ Geschichte Schloss Simmelwitz
- ↑ a b Denkmäler Woiwodschaft Opole ( des vom 14. Januar 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. S. 105 (polnisch)