Niederberg (Gemeinde Hitzendorf)
| Niederberg (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Graz-Umgebung (GU), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Graz-Ost | |
| Pol. Gemeinde | Hitzendorf | |
| Koordinaten | 47° 3′ 16″ N, 15° 18′ 58″ O | |
| Höhe | 474 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 332 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 14959 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Hitzendorf (60665 ) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Niederberg ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Die Ortschaft hat 332 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1]
Lage und Geographie
Niederberg liegt im nordöstlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, nordöstlich des Marktortes, im Nordosten der Katastralgemeinde Hitzendorf auf einem von Nordosten nach Südwesten, zum Liebochtal hin streichenden Hügelrücken des Weststeirischen Riedellandes. Dieser Hügelrücken wird im Nordwesten vom Oberbergbach und im Südosten vom Breitenbach begrenzt.
Durch Niederberg verläuft die Hitzendorferstraße (L301), die Hitzendorf mit Steinberg verbindet.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortes datiert 1395 als der Niderperg. Der Ortsname bezieht sich auf dabei auf einen niederen oder geographisch gesehenen unterern Berg. Weitere Erwähnungen datierten 1401 als der Nyderperg, 1641 als Nüderberg und schließlich 1822 als Niederberg.[2]
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Niederbergs zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Eggenberg und Ehrenau Untertanen im Ort. Ab 1492 lässt sich in der Niederberg das Amt Hitzendorf der Herrschaft Kammerstein nachweisen. Es kamen auch Abgaben an die Landschaft, also an die Landstände.[2]
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Niederberg Teil der freien Ortsgemeinde Hitzendorf.[2]
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort Niederberg ist landwirtschaftlich geprägt. Eine besondere wirtschaftliche Bedeutung spielt dabei der Obstbau, der seit der Zeit um 1880 nachweisbar ist. Der Anbau erfolgte dabei vor allem von der Buschenschank Mausser. Diese wird seit 1985 als erste Most-Buschenschänke der Steiermark geführt. Bis um 1903 spielte hier auch der Weinbau, vor allem der Anbau von Schilcher, eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.[2]
Der Ort ist nach Hitzendorf eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Hitzendorf.[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Von regionalgeschichtlicher Bedeutung ist in der Gegend um Niederberg die Hubertus- oder Huberkapelle. Diese wurde 1982 von der Jagdgesellschaft aus Holz errichtet und hat vier steinere Eckpfeiler. Der Altarraum ist durch ein eisernes Gitter verschlossen, das mit zwei Rehdarstellungen verziert ist. Auf dem Altar steht ein Kruzifix und darüber hängt ein Hirschgeweih.[2]
Literatur
- Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 434.
- Ortsverzeichnis 2001 Steiermark (PDF; 4,9 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-45-5, S. 122.