Altenberg (Gemeinde Hitzendorf)
| Altenberg (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Graz-Umgebung (GU), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Graz-Ost | |
| Pol. Gemeinde | Hitzendorf (KG Berndorf) | |
| Koordinaten | 47° 1′ 36″ N, 15° 17′ 28″ O | |
| Höhe | 434 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 124 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 14949 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Berndorf-Michelbach (60665 001) | |
| Blick von Norden auf Altenberg mit dem Schloss Altenberg | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Altenberg ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark.
Lage und Geographie
Altenberg liegt im westlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, südwestlich des Marktortes, im Nordosten der Katastralgemeinde Berndorf auf einem von Nordwesten nach Südosten streichenden Hügelrücken des Weststeirischen Riedellandes. Dieser Hügelrücken trennt das im Osten gelegene Liebochtal mit dem Marktort Hitzendorf von dem im Westen gelegenen Södingtal mit dem Dorf Berndorf.
Östlich und südlich verläuft die Hitzendorferstraße (L301) am Ort vorbei, die Hitzendorf mit Berndorf und Söding verbindet.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt ist der Ort 1650, als das nahe gelegene Schloss Tausendlust als Tausendlust am Altenperg[1] bezeichnet wurde. Der Ortsname dürfte sich auch von dem für dieses Schloss belegten Namen Altenburg ableiten lassen.[2]
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten 24 Bergholden (zinspflichtige Weingärtner) und vier Dominikalisten zum Berg- und Dominikalamt Altenberg der gleichnamigen Herrschaft. Zumindest für das Jahr 1682 ist belegt, dass diese Untertanen an Christoph Erasmus von Racknitz verpfändet wurden. Außerdem waren 13 Bewohner den Bergämtern Altenberg und Hitzendorf der Herrschaft Altenburg (dem späteren Schloss Tausendlust) untertänig. Auch die beiden Herrschaften Greißengg und Schütting hatten je 13 Untertanen in Altenberg. Bis 1673 gab es zudem ein eigenes Amt der Herrschaft Großsöding.[2] In Altenberg stand zuerst ein Bauernhof der Freiherren von Zehentner, der ab 1682 von Franz Anton von Haydegg zum heutigen Schloss Altenberg ausgebaut wurde. Zum Schloss gehörte im 17. Jahrhundert auch ein eigener kleiner Burgfried.[3]
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Altenberg Teil der freien Ortsgemeinde Hitzendorf. Um Stellung gegen den katholisch-konservativen Bauernverein Hitzendorf zu beziehen, einen Vorläufer des Österreichischen Bauernbundes, gründeten 1874 Maurer in Altenberg einen freien Bauernverein. Während es Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss Altenberg als Unterbringung für Zwangsarbeiter genutzt.[4]
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort Altenberg ist landwirtschaftlich geprägt. Bis in die Zeit um 1820 gab es ausgedehnten Weinbau.[2]
Der Ort ist nach Hitzendorf eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Hitzendorf.[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das historisch bedeutendste Bauwerk in Altenberg ist das Schloss Altenberg, das ab 1682 errichtet wurde. Es ist ein zweistöckiger Bau mit vier Erkertürmen und einer barocken Fassade. Über dem Mittelportal erhebt sich ein fünfter Turm. Die um 1700 errichtete Schlosskapelle im Westtrakt ist mit Fresken ausgestaltet, die Antonio Maderni schuf. Sie zeigen unter anderem den Tod des heiligen Josef von Nazaret. Der Hochaltar trägt ein barockes Madonnenbild sowie eine ebenfalls barocke Figur des heiligen Josef.[3]
Weitere Bauwerke von regionalgeschichlichter Bedeutung in der Umgebung von Altenberg sind die 1896 als Lourdeskapelle errichtete Hüniglkapelle sowie das Wastelkreuz, ein Pestkreuz.[2]
Weblinks
Literatur
- Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 20–21.
- Ortsverzeichnis 2001 Steiermark (PDF; 4,9 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-45-5, S. 121.
Einzelnachweise
- ↑ Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 655.
- ↑ a b c d e Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 20.
- ↑ a b Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 21.
- ↑ Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 20–21.