Höllberg (Gemeinde Hitzendorf)
| Höllberg (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Graz-Umgebung (GU), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Graz-Ost | |
| Pol. Gemeinde | Hitzendorf | |
| Koordinaten | 47° 1′ 11″ N, 15° 17′ 52″ O | |
| Höhe | 411 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 247 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 14954 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Berndorf-Michelbach (60665 ) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Höllberg ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Die Ortschaft hat 247 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1]
Lage und Geographie
Höllberg liegt im südwestlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, südlich des Marktortes, im Süden der Katastralgemeinde Hitzendorf auf einem von Nordwesten nach Südosten streichenden Hügelrücken des Weststeirischen Riedellandes. Dieser Hügelrücken trennt das im Osten gelegene Liebochtal mit dem Marktort Hitzendorf von dem im Westen gelegenen Södingtal mit dem Dorf Berndorf.
Im Norden und Westen verläuft die Hitzendorferstraße (L301), die Hitzendorf mit Berndorf verbindet, und im Westen und Süden verläuft die Stübinggrabenstraße (L315), die Berndorf mit Söding verbindet, an Höllberg vorbei.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt ist der Ort 1416 als die Hell. Eine weitere Erwähnung datiert 1822 als Höllberg. Der Ortsname geht auf das althochdeutsche hella als Bezeichnung für ein tiefes Tal oder eine Schlucht zurück.[2]
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Höllbergs zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Altenburg, Großsöding, Lankowitz, Oberthal, Reiteregg, St. Joseph und Wachsenegg Untertanen im Ort. Zwölf Zinsgüter in Höllberg waren dem Amt Schütting der Herrschaft Schütting untertänig.[3]
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Höllberg Teil der freien Ortsgemeinde Hitzendorf.[3]
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort Höllberg ist landwirtschaftlich geprägt. Bis nach 1900 spielte der Weinbau eine wirtschaftliche Rolle.[3]
Der Ort ist nach Hitzendorf eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Hitzendorf.[3]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das historisch bedeutendste Bauwerk in Höllberg ist das Schloss Tausendlust, früher auch als Altenburg bezeichnet. Das Schloss wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Alexander Rüdt von Khollenburg wahrscheinlich am Standort eines älteren Wehrbaus errichtet. Das Schloss ist ein einfaches zweistöckiges Bauwerk und die Decken im zweiten Stock sind mit Temperamalereien aus dem Ende des 16. Jahrhunderts gestaltet.[4]
Von weiterer regionalgeschichtlicher Bedeutung ist die 1909 von der Familie Faßalter vulgo Mascher an der Stelle eines alten Holzkreuzes errichtete Muttergotteskapelle. Diese Kapelle hat einen kleinen Glockenturm, und die darin hängende 27 Kilogramm schwere Glocke wurde am 8. Juli 1923 geweiht. Im Inneren der Kapelle steht eine Marienstatue und an den Wänden sind Darstellungen von vier Engelsköpfen angebracht. Die Kapelle diente ursprünglich als Ort der Christenlehre.[3]
Literatur
- Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 271–272.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 271.
- ↑ a b c d e Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 272.
- ↑ Josef Riegler (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Graz-Umgebung. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2025, S. 655.