Nauort
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 28′ N, 7° 37′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Ransbach-Baumbach | |
| Höhe: | 294 m ü. NHN | |
| Fläche: | 6,42 km² | |
| Einwohner: | 2348 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 366 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56237 | |
| Vorwahl: | 02601 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 050 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Rheinstraße 50 56235 Ransbach-Baumbach | |
| Website: | nauort.de | |
| Ortsbürgermeister: | Michael Kleudgen | |
| Lage der Ortsgemeinde Nauort im Westerwaldkreis | ||
Nauort ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach an.
Geographie
Die Gemeinde liegt im Westerwald im Kannenbäckerland; die Gemarkung grenzt an die Kreise Mayen-Koblenz und Neuwied an. Nachbarorte sind Caan im Norden, Alsbach im Osten sowie der Bendorfer Stadtteil Stromberg im Süden. Touristisch anziehend ist die günstige Lage mitten im Burgendreieck Sayn-Isenburg-Grenzau. Zu Nauort gehören auch die Wohnplätze Augustushof, Waldfelderhof und Angushof Leutersberg.[2]
Geschichte
Der Name „Nauort“ entwickelte sich über „Naurodt“ (16. Jahrhundert, vgl. "Nauroth") aus „Nuenrohde“ (= neue Rodung; erste Erwähnung 1279).
Im 20. Jahrhundert war neben der Landwirtschaft die einheimische Bimsindustrie ein Haupterwerbszweig der Nauorter. Auch aus der Zugehörigkeit zum Kannenbäckerland um den bedeutenden Keramikstandort Höhr-Grenzhausen hat man Nutzen gezogen.
Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nauort, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]
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Kulturdenkmäler
Religion
Die zum Bistum Limburg gehörende katholische Pfarrgemeinde hat zu ihrem Kirchenpatron Johannes den Täufer.
Politik
Ortsgemeinderat
Der Ortsgemeinderat in Nauort besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:
| Wahl | SPD | CDU | FWG | FW | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | – | 7 | 7 | 2 | 16 Sitze[4] |
| 2019 | – | 10 | 6 | – | 16 Sitze[5] |
| 2014 | – | 10 | 6 | – | 16 Sitze[6] |
| 2009 | – | 9 | 7 | – | 16 Sitze |
| 2004 | 3 | 13 | – | – | 16 Sitze |
- FWG = Freie Wählergruppe der Ortsgemeinde Nauort
- FW = Freie Wähler
Bürgermeister
Michael Kleudgen (als Einzelbewerber angetretenes CDU-Mitglied) wurde am 16. Dezember 2025 Ortsbürgermeister von Nauort,[7] nachdem er bereits seit August als Beigeordneter die Amtsgeschäfte geführt hatte[8]. Bei der Direktwahl am 30. November 2025 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 59,9 % gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt.[9]
Kleudgens Vorgänger Horst-Jürgen Freisberg (FWG) hatte das Amt am 1. Juli 2024 angetreten.[10] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er mit 58,5 Prozent der abgegebenen Stimmen für fünf Jahre gewählt worden, wobei er sich gegen den Amtsinhaber durchsetzen konnte.[11] Die Amtszeit von Horst-Jürgen Freisberg endete am 21. August 2025 mit seinem sofortigen, freiwilligen Rücktritt als Ortsbürgermeister. Sie währte lediglich 13 Monate. Ebenso legte der bisherige Erste Beigeordnete sein Amt nieder. Daher führte der Beigeordnete Michael Kleudgen (CDU) kommissarisch die Amtsgeschäfte weiter.[8] Freisbergs Vorgänger Dietmar Quernes (CDU) hatte das Amt im Juni 2019 von Frank Herrmann (CDU) übernommen.[12] Zuvor waren Wolfgang Zirfas sowie Hubert Münzer Ortsbürgermeister von Nauort.[13]
Wappen
| Blasonierung: „Im Wellenschnitt schräglinks geteilt von Blau, Gold und Blau, oben und unten belegt mit je einem silbernen Wellenfaden, in Gold ein blauer Krug, oben und unten belegt mit je zwei silbernen Leisten.“ | |
| Wappenbegründung: Der Krug symbolisiert die Lage Nauorts im Kannenbäckerland, während der gelbe Hintergrund für den früher in Nauort abgebauten Sandstein steht. Die blauen Wellen symbolisieren den Brexbach und den Saynbach, die beide in der Nähe von Nauort fließen. |
Gemeindepartnerschaften
Partnergemeinden sind die Gemeinden Condette in Frankreich und Oundle im Vereinigten Königreich.
Wirtschaft und Infrastruktur
Öffentliche Einrichtungen
Nauort verfügt über ein Hallenbad, ein Dorfgemeinschaftshaus, einen katholischen Kindergarten sowie eine Sport- und Freizeitanlage mit einem Kunstrasenplatz.
Der Schulbezirk der Grundschule Nauort umfasst die Ortsgemeinden Alsbach, Caan, Nauort, Sessenbach und Wirscheid. Schulträger ist die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach.
Verkehr
- Westlich der Gemeinde verläuft die B 413, die von Koblenz nach Hachenburg führt.
- Die A 48 mit der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen (AS 12) liegt sechs Kilometer entfernt.
- Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- 2019, 22. September: Hubert Münzer (* 1934), Lehrer und Kommunalpolitiker, verliehen zur Anerkennung seiner Verdienste um die Ortsgemeinde Nauort in rund 50 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, darunter von 1974 bis 1999 als Ortsbürgermeister.[14][15]
In Nauort geboren
- Uli Jungbluth (* 1953), Erziehungswissenschaftler
Literatur
- Uli Jungbluth: Nauort im Westerwald. Eine Chronik, Herausgegeben und vertrieben von der Ortsgemeinde Nauort (2000)
- Horst Theisen: Ortsfamilienbuch Pfarrei Nauort von 1700 bis 1933: Nauort, Caan, Sessenbach, Kammerforst, Wirscheid, Stromberg, Grenzau. 2. Auflage. Weißenthurm: Cardamina 2019; ISBN 978-3-86424-468-1
Weblinks
- Ortsgemeinde Nauort auf den Seiten der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach
- Literatur über Nauort in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 73 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 25. Juni 2020.
- ↑ Ergebnisse Gemeinderatswahl Nauort 2024 in Nauort. Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, abgerufen am 9. September 2024.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
- ↑ Ortsgmeinderat Nauort begrüßt zwei neue Mitglieder. In: Blick aktuell. Krupp Verlags GmbH, Sinzig, 8. Januar 2026, abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ a b Camilla Härtewig: Ortsbürgermeister und Beigeordneter sind zurückgetreten. In: Westerwälder Zeitung. Mittelrhein Verkag GmbH, Koblenz, 27. August 2025, abgerufen am 31. August 2025.
- ↑ Camilla Härtewig: Klare Mehrheit: Kleudgen wird neuer Ortsbürgermeister. In: Westerwälder Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 30. November 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates Nauort 2024. In: Bürgerinformationssystem. Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, 1. Juli 2024, abgerufen am 27. Juni 2025.
- ↑ Ergebnisse Ortsbürgermeisterwahl Nauort 2024. Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, abgerufen am 9. September 2024.
- ↑ Frank Herrmann: Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates Nauort 2019. ( vom 27. Juni 2020 im Internet Archive)
- ↑ Hans-Peter Metternich: „Nauorter Kabarettnacht“ lockt Kulturfreunde an. In: Westerwälder Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 6. April 2025, abgerufen am 27. Juni 2025 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
- ↑ RPPD: Hubert Münzer. Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD), 26. April 2013, abgerufen am 27. Juni 2020.
- ↑ Hans-Peter Metternich: Nauort hat ersten Ehrenbürger: Urkunde für Hubert Münzer. Westerwälder Zeitung, 23. September 2019, abgerufen am 27. Juni 2020.