Wied (bei Hachenburg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 38′ N, 7° 45′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Hachenburg | |
| Höhe: | 305 m ü. NHN | |
| Fläche: | 4,68 km² | |
| Einwohner: | 548 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 117 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 57629 | |
| Vorwahl: | 02662 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 310 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Gartenstraße 11 57627 Hachenburg | |
| Website: | www.ww-wied.de | |
| Ortsbürgermeister: | Lars Martin | |
| Lage der Ortsgemeinde Wied im Westerwaldkreis | ||
Wied ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.
Geographie
Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen im Wiedtal bzw. an der B 413 zwischen Merkelbach und Altstadt (Hachenburg) im Nordosten und Höchstenbach im Südwesten. Umgeben ist der Ort Wied im Osten und Süden vom Hachenburger Stadtwald. Durch den Ort fließt die Wied. Südöstlich des Orts befindet sich das Naturschutzgebiet Oberes Wiedtal.
Zu Wied gehören auch die Wohnplätze Krambergsmühle (Teilweise) und Mühlental (Thalmühle).[2]
Geschichte
1461 wurde Wied erstmals in einer Urkunde erwähnt. Ursprünglich hieß Wied Wiede, was so viel wie Weide bedeutete.
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Wied, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]
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Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Wied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4] Bis 2019 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.
Bürgermeister
Lars Martin wurde am 2. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Wied.[5] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 86,4 % für fünf Jahre gewählt worden.[6]
Martins Vorgängerin Birgit Hopfinger hatte das Amt seit Sommer 2019 inne. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 67,34 % für fünf Jahre gewählt worden.[7] Ihre Amtsvorgänger waren Manfred Graulich und Ebba Groenewold-Jacobs, die zum 30. Juni 2015 das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.[8]
Wappen
| Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken schräglinks geteilt; vorne in Rot ein blaubewehrter und -gezungter doppelschwänziger goldener Löwe, hinten eine liegende silberne Mondsichel überhöht von drei silbernen sechsstrahligen Sternen (2:1).“[9] | |
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 413, die von Bendorf (bei Koblenz) nach Hachenburg führt.
- Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Dierdorf und Neuwied an der A 3 (Köln–Frankfurt am Main), etwa 20 Kilometer entfernt.
- Die nächsten Bahnstationen befinden sich in Hachenburg und Hattert, beide etwa 7 Kilometer entfernt. Dort verkehrt die Oberwesterwaldbahn in Richtung Limburg oder Altenkirchen, von wo jeweils weiterführende Anschlussmöglichkeiten bestehen.
- Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.
Von 1901 bis 1950 verkehrte im Nachbarort Höchstenbach die Kleinbahn Selters–Hachenburg.
Kliniken Wied
Im Mühlental, südöstlich des Orts, wo sich vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Papiermühle befand, später eine Spinnerei und Weberei sowie ab den 1960er Jahren ein Sporthotel, öffneten 1974 die Kliniken Wied ihre Pforten.[10][11] Dazu zählen das Haus Mühlental in Wied sowie das angeschlossene Haus Sonnenhang im 12 Kilometer entfernten Steimel. In den beiden Rehabilitations-Einrichtungen werden Suchterkrankungen behandelt sowie psychosomatische Beschwerden.
Anfang 2019 übernahm die MEDIAN Unternehmensgruppe beide Häuser mit zu diesem Zeitpunkt zusammen 214 Therapieplätzen und 166 Mitarbeitern.[12]
Persönlichkeiten
- Wilhelm Fetthauer (1866–1925), Mühlenbesitzer und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau
- Richard Spieß (1897–1952), NSDAP-Politiker und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau
Siehe auch
Weblinks
- Internetpräsenz der Ortsgemeinde Wied
- Ortsgemeinde Wied auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Hachenburg
- Literatur über Wied in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 71 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Wied: Bevölkerung – Zeitreihen. In: Regional: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 23. Oktober 2022.
- ↑ Birgit Hopfinger (Wahlleiterin): Bekanntmachung des Ergebnisses zur Wahl des Gemeinderates Wied am 9. Juni 2024. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 25/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 14. Juni 2024, abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ Konstituierende Sitzung am 02.07.2024. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 28/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ Wied, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Wied. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Hachenburg, Verbandsgemeinde, vorletzte Ergebniszeile. Abgerufen am 8. Juni 2020.
- ↑ Graulich wird Bürgermeister in Wied. Westerwälder Zeitung, 27. September 2015, abgerufen am 8. Juni 2020.
- ↑ Das Wappen der Ortsgemeinde Wied. Verbandsgemeinde Hachenburg, abgerufen am 23. Oktober 2022.
- ↑ Chronik in der Patientenzeitschrift Wiederworte
- ↑ Infotafel nahe der Klinik
- ↑ Venture Capital Magazin