Le Buisson-de-Cadouin
| Le Buisson-de-Cadouin | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Bergerac | |
| Kanton | Lalinde | |
| Gemeindeverband | Bastides Dordogne-Périgord | |
| Koordinaten | 44° 51′ N, 0° 55′ O | |
| Höhe | 43–248 m | |
| Fläche | 50,37 km² | |
| Einwohner | 1.965 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 39 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24480 | |
| INSEE-Code | 24068 | |
| Website | www.lebuissondecadouin.fr | |
Rathaus (Mairie) | ||
Le Buisson-de-Cadouin (Aussprache [lə bɥiˈsɔ̃ də kaˈdwɛ̃], okzitanisch Lo Boisson de Cadonh) ist eine französische Gemeinde mit 1965 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté de communes des Bastides Dordogne-Périgord. Die Bewohner werden Buissonnais und Buissonnaises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[1]
Die Kleinstadt war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Weiler der Gemeinde Cabans, die unmittelbar am Ufer der Dordogne lag. Der Bau der Eisenbahn hatte die Entwicklung von Buisson zur Folge. 1893 änderte die Gemeinde Cabans ihren Namen in Le Buisson, Cabans wurde seinerseits ein Weiler. 1960 schlossen sich die Gemeinden Le Buisson und Cussac zur Gemeinde Le Buisson-Cussac zusammen. 1974 wurden die Gemeinden Cadouin, Paleyrac und Urval als Communes associées von Le Buisson-Cussac zur Gemeinde Le Buisson-de-Cadouin zusammengefasst. Die Gemeinde Urval wurde 1989 wiederhergestellt.
Geografie
Le Buisson-de-Cadouin liegt etwa 41 Kilometer südsüdöstlich von Périgueux, etwa 25 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 33 Kilometer östlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet liegt am linken Ufer der Dordogne und wird außerdem entwässert von den Flüsschen Bélingou und Salvetat, vom Ruisseau de Brande, vom Ruisseau de Fonfourcade, vom Ruisseau de Gastouze, vom Ruisseau du But sowie von zwei kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Le Buisson-de-Cadouin liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteine teils aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine abseits der bebauten Flächen bewaldete Hügellandschaft auf, die durch das breite Tal der Dordogne begrenzt und durch die anderen Flusstäler markant eingeschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 248 m Höhe östlich des Zentrums des Ortsteils von Cadouin, der tiefste mit 43 m Höhe im äußersten Nordwesten beim Austritt der Dordogne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 74 m Höhe. Der Süden des Ortsteils Cadouin hat einen Anteil am Domänenforst Forêt de la Bessède.
Rund 58 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 35 % werden landwirtschaftlich, zumeist heterogen genutzt, rund 3 % entfallen auf bebaute Flächen, rund 2 % auf Binnengewässer, rund 2 % auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation.[3]
Le Buisson-de-Cadouin wird von folgenden elf Gemeinden umgeben:
| Trémolat Calès |
Alles-sur-Dordogne | Saint-Chamassy Coux et Bigaroque-Mouzens |
| Molières | Siorac-en-Périgord Urval | |
| Saint-Avit-Sénieur | Montferrand-du-Périgord | Bouillac |
Natürliche und technologische Risiken
Naturrisiken manifestieren sich in Le Buisson-de-Cadouin als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Dordogne
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1986, 1994, 1996, 1998, 2002, 2008 und 2021 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Im weitaus größten Teil des Gemeindegebiets besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.
Wie die Risikokarte zeigt, sind etwa über zwei Drittel des Gemeindegebiets, insbesondere im Süden von einer mittleren oder starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1992, 1999, 2008, 2012 und 2020 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]
Die Gemeinde liegt außerdem flussabwärts der Staudämme Monceaux la Virolle und Bort-les-Orgues, zwei Bauwerke der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter) im Département Corrèze, die seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegen. Dieser findet Anwendung bei diesen Staudämmen der Klasse A und mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch eines dieser Bauwerke entstünde.[5]
Etymologie und Geschichte
Der Name von Le Buisson erschien erstmals im 15. Jahrhundert als Ecclesia de Buxonio, Turris des Bosc (1459) und als Burgus de Buyssonio (1462). Der Name von Cabans ist bereits seit dem 12. Jahrhundert in der Form Sanctus Petrus de Cabans (1143) belegt. Eine Kirche Saint-Pierre existiert noch, ist aber jüngeren Datums. Cabans gibt das okzitanische cabana wieder, das vom spätlateinischen capanna stammt und im Französischen als cabane (deutsch Hütte) übernommen wurde. Buisson könnte eine Derivation des lateinischen buxus (deutsch Buchsbaum), was bei Ortsnamen im Périgord weit verbreitet ist. Er könnte aber auch eine Form von boisson (deutsch Busch) sein, ein Wort, das im Altokzitanischen und im Altfranzösischen existiert und von bois abgeleitet ist, vom spätlateinischen boscus, das wiederum einen germanischen Ursprung hat.
Der Name des Weilers Cussac ist unter seiner heutigen Form seit 1281 bekannt. Vorher ist er über Sanctus Petrus de Cutiaco 1142 belegt. Seine Herkunft ist die einer gallorömischen Person namens Cuttius, gefolgt von -acum als Hinweis auf das Landgut, das er besaß.
Das Gebiet von Buisson war bereits von Völkern in der Altsteinzeit und Jungsteinzeit besiedelt, und es wurden dort Überreste aus der Merowingerzeit gefunden.[6]
Bevölkerungsentwicklung
| Le Buisson-de-Cadouin: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 952 | |||
| 1800 | 897 | |||
| 1806 | 955 | |||
| 1821 | 901 | |||
| 1831 | 1.154 | |||
| 1836 | 1.143 | |||
| 1841 | 1.126 | |||
| 1846 | 1.157 | |||
| 1851 | 1.249 | |||
| 1856 | 1.265 | |||
| 1861 | 1.314 | |||
| 1866 | 1.203 | |||
| 1872 | 1.162 | |||
| 1876 | 1.137 | |||
| 1881 | 1.209 | |||
| 1886 | 1.258 | |||
| 1891 | 1.256 | |||
| 1896 | 1.219 | |||
| 1901 | 1.312 | |||
| 1906 | 1.275 | |||
| 1911 | 1.296 | |||
| 1921 | 1.374 | |||
| 1926 | 1.446 | |||
| 1931 | 1.406 | |||
| 1936 | 1.381 | |||
| 1946 | 1.428 | |||
| 1954 | 1.361 | |||
| 1962 | 1.476 | |||
| 1968 | 1.529 | |||
| 1975 | 2.187 | |||
| 1982 | 2.061 | |||
| 1990 | 2.003 | |||
| 1999 | 2.075 | |||
| 2006 | 2.114 | |||
| 2013 | 2.073 | |||
| 2020 | 1.936 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8][9][10] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Le Buisson-Cussac
- Die Höhle von Cussac in der Nähe des gleichnamigen Weilers birgt zahlreiche Gravuren, archäologische Fußböden und menschliche Skelette, die aus der gleichen Zeit wie die prähistorischen Kunstwerke stammen, die die Höhle schmücken. Seit 2002 ist die Höhle als Monument historique klassifiziert.
- Die Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Cabans wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet. Sie ist seit 1970 als Monument historique eingeschrieben.
- Die Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Cussac wurde 1142 erstmals erwähnt. Sie war Trémolat angegliedert.
- Die neogotische Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Le Buisson im 19. Jahrhundert erbaut.
- Das Herrenhaus Bellerive ist heute ein Hotel.
- Die Höhle von Maxanges besteht aus zwei Karstnetzen. Sie sind zusammen etwa 200 Meter lang und gliedern sich in eine untere Höhle von rund 70 Metern Länge, die einige Aragonit-Ansammlungen enthält, und eine obere Höhle von rund 130 Metern Länge mit einer großen Anzahl an Höhlenmineralien. Die Höhle wurde zu Beginn des Eozäns von einem unterirdischen Fluss in gelben Kalkstein aus dem Campanium ausgewaschen. Die Höhle von Maxanges ist seit 2013 eine Site classé.
- Der Jardin de Planbuisson birgt eine der größten Sammlung von Bambus und anderen Süßgräsern in Europa, außerdem seltene Bäume und Sträucher sowie verschiedene andere Pflanzen und ist als Jardin remarquable ausgezeichnet.
-
Gravur in der Höhle von Cussac
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Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Cabans
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Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Cussac
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Bleiglasfenster in der Kirche von Cussac
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Kirche Saint-Pierre-ès-Liens in Le Buisson
-
Höhle von Maxanges
- Cadouin
Die Abtei Cadouin wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet und ist ein Teil des UNESCO-Welterbes „Wege der Jakobspilger in Frankreich“.
- Abtei Cadouin
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Grundriss
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Abteikirche Notre-Dame-de-la-Nativité
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Portal
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Bleiglasfenster
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Kreuzgang
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Kreuzgang
- Die gedeckte Markthalle von Cadouin stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist seit 1976 als Monument historique klassifiziert.
- Die Kirche Saint-Barthélémy de Salles soll ursprünglich die Einsiedelei von Géraud de Salles, dem Gründer und ersten Abt von Cadouin, gewesen sein. Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts wurde anstelle dieser Einsiedelei eine kleine Kirche errichtet. Wahrscheinlich brannte sie im Hundertjährigen Krieges nieder. Das Kirchenschiff wurde im 14. Jahrhundert wiederaufgebaut und die Apsis erhöht. Beides wurde befestigt. Die Kirche ist seit 1974 als Monument historique eingeschrieben.
-
Markthalle von Cadouin
-
Kirche Saint-Barthélémy de Salles
- Paleyrac
- Das Herrenhaus La Bourgonie stammt aus dem 15. Jahrhundert. Seine Fassaden und Dächer sind seit 1965 als Monument historique eingeschrieben.
- Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption
Bildung
Le Buisson-de-Cadouin verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[11]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
| Le Buisson-de-Cadouin[12] | Département[13] | Metropolitan-Frankreich[14] | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen |
| 75,8 % | 79,6 % | 72,2 % | 74,5 % | 75,7 % | 73,2 % | 75,3 % | 77,9 % | 72,8 % |
Die Beschäftigungsrate der Gemeinde ist insgesamt höher als die des Départements Dordogne und die von Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2016 stieg die Gesamtquote der Gemeinde um 1,1 %. Die meisten Beschäftigten der Bewohner arbeiteten 2022 in einer anderen Gemeinde (55,1 %), eine Steigerung von 6,2 % gegenüber 2016. Dabei benutzten sie zur Arbeitsstelle zu 80,6 % ein Auto, einen Last- oder Lieferwagen, nur zu 1,9 % ein öffentliches Verkehrsmittel.[12]
| Le Buisson-de-Cadouin[12] | Département[13] | Metropolitan-Frankreich[14] | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 | Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 | Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 |
| 12,1 % | 22,4 % | 12,6 % | 7,9 % | 11,8 % | 23,5 % | 10,6 % | 10,0 % | 11,3 % | 22,3 % | 10,1 % | 9,4 % |
Die Arbeitslosenquote ist bei einigen Werten höher im Vergleich zum gesamten Département und zu Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2016 fiel die Gesamtarbeitslosenquote der Gemeinde allerdings um 5,6 %, in der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen um 9,9 %.[12]
Branchen und Betriebe
254 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Le Buisson-de-Cadouin wirtschaftlich aktiv:[12]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 254 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 21 | 8,3 % |
| Baugewerbe | 31 | 12,2 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 84 | 33,1 % |
| Information und Kommunikation | 7 | 2,8 % |
| Finanzen und Versicherungen | 7 | 2,8 % |
| Immobilien | 14 | 5,5 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 37 | 14,6 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 32 | 12,6 % |
| Andere Dienstleistungen | 21 | 8,3 % |
Die fünf umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde im Jahr 2023 waren:[15]
- Transports Malaurie SARL, Lokaler Straßengüterverkehr mit 85 Beschäftigten (11.532.830 €)
- Atelier Francais Du Mobilier D'agencement - Afma, Konfiguration von Verkaufsflächen (727.077 €)
- Cales Bois Foret - CBF, Forstwirtschaftliche Tätigkeiten (556.945 €)
- Wood Sale Solutions - WSS, Großhandel mit Holz und Baumaterialien (254.214 €)
- Gallet Mathe, Schnellrestaurant (756.958 €)
Landwirtschaft
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Haltung von Schweinen und Geflügel.[16] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 64 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 50 im Jahr 2000, auf 40 im Jahr 2010 und schließlich auf 25 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 60,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 1196 Hektar im Jahre 1988 auf 547 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg hingegen von 18,7 Hektar auf 21,9 Hektar.[17][18][19]
Verkehr
Die Departementsstraße D 51 überquert die Dordogne und verbindet das Zentrum mit Le Bugue im Norden, die D 25 mit Siorac-en-Périgord im Osten und mit Beaumontois en Périgord über Cadouin im Südwesten und die D 29 mit Lalinde über Badefols-sur-Dordogne im Westen. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit Paleyrac, den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Le Buisson-de-Cadouin verfügt über einen Bahnhof, der von Zügen auf zwei Linien des TER Nouvelle-Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine angefahren wird. Sie verbinden die Gemeinde mit Périgueux, Sarlat-la-Canéda, Agen und Bordeaux über Bergerac.[20]
Persönlichkeiten
- Louis Delluc (1809–1924), französischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Schriftsteller, Filmkritiker und Filmtheoretiker, geboren in Cadouin. Der nationale Filmpreis Louis-Delluc-Preis geht auf ihn zurück.
- Pierre Miremont (1901–1979), französischer Romanist, Okzitanist und Autor des Okzitanischen, geboren in Le Buisson-de-Cadouin
Literatur
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Le Buisson-de-Cadouin. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 8. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 10. November 2024 (französisch).
- ↑ Les risques près de chez moi. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Tanet, Hordé, Seiten 74–76
- ↑ Notice Communale Le Buisson-de-Cadouin. EHESS, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006 Commune du Buisson-de-Cadouin (24068). INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2013 Commune du Buisson-de-Cadouin (24068). INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2020 Commune du Buisson-de-Cadouin (24068). INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ École primaire publique. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ a b c d e Dossier complet Commune du Le Buisson-de-Cadouin (24068). INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ a b Dossier complet Département de la Dordogne (24). INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ a b Dossier complet France métropolitaine. INSEE, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Unternehmen in Le Buisson-de-Cadouin. Le Figaro, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Le Buisson-de-Cadouin. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).
- ↑ Réseau de trains Nouvelle-Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 10. November 2025 (französisch).