La Coquille

La Coquille
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Nontron
Kanton Thiviers
Gemeindeverband Périgord-Limousin
Koordinaten 45° 33′ N, 0° 59′ O
Höhe 259–432 m
Fläche 22,37 km²
Einwohner 1.278 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 57 Einw./km²
Postleitzahl 24450
INSEE-Code 24133
Website www.ville-lacoquille.fr

Kirche und Kirchplatz von La Coquille

La Coquille (Aussprache [la kɔˈkij], okzitanisch La Coquilha) ist eine französische Gemeinde mit 1.278 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Nordosten des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband ist die Communauté de communes Périgord-Limousin. Die Bewohner werden Coquillards und Coquillardes genannt.

Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geografie

La Coquille liegt etwa 24 Kilometer östlich von Nontron und etwa 45 Kilometer nordnordöstlich von Périgueux in der Région naturelle des Nontronnais, im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.

Die Gemeinde wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Firbeix Saint-Pierre-de-Frugie
Mialet Saint-Priest-les-Fougères
Chalais Saint-Paul-la-Roche

Neben dem Ortskern besteht die Gemeinde aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften, Mühlen und einem Schloss: Bois de Chaurieux, Bois de Clairaux, Bois de la Croix, Bonhur, Champ Baillard, Chantecor, Château de la Meynardie, Chaurieux, Chevalerie, Curmont, Étang de la Barde, Fardoux, La Barde, La Combe, La Monnerie, La Rebeyrolie, La Roche, La Roussie, La Serve de la Bergère, La Tuillère, Le Clos-Neuf, Le Coderc, Le Meyniaud, Le Moulin du Boucheron, Le Moulin Neuf, Le Pont, Les Charbonnières, Les Neyroux, Les Peyrières, Les Rivailles, Magondeau, Moulin de Margaud, Piangaud, Puy Roux, Puyroux, Raty, Ruafon, Sainte-Marie-de-Frugie und Sous Chevalerie.

Der topografisch tiefste Punkt im Gemeindegebiet von La Coquille mit 259 m liegt südlich des Weilers Piangaud an der Valouse, die hier die Gemeinde verlässt. Der höchste Punkt mit 432 m befindet sich nördlich des Weilersq Le Meyniaud im äußersten Norden. Das Zentrum befindet sich auf etwa 342 m Höhe.

Bodenbedeckung

Die Bodenbedeckung der Gemeinde La Coquille schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:

  • Wälder – 30,0 %
  • heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 28,0 %
  • Grünland – 30,2 %
  • Städtebaulich beansprucht – 6,1 %
  • Strauch- und/oder Kräutervegetation – 3,4 %
  • Kulturboden – 1,6 %
  • Binnengewässer – 0,8 %

Die landwirtschaftliche Nutzung steht im Vordergrund. Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen hat sich seit 1990 von 59,3 % auf 59,8 % leicht erhöht.[1]

Klima

La Coquille besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima, das sich durch folgende Parameter auszeichnet:

Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
  • Jahresmittel: 11,3 °C
  • Anzahl der Tage unter −5 °C: 3,1
  • Anzahl der Tage oberhalb 30 °C: 4,9
  • Maximum im Tages-Temperaturunterschied: 15,0 °C
  • Jahresniederschlag: 1090 mm
  • Niederschlagstage im Januar: 14,2
  • Niederschlagstage im Juli: 7,9

Hydrografie

Die von Norden kommende Côle fließt am Nordwestrand der Gemeinde in generell südwestliche Richtung; sie legt dabei anfangs die Grenze zu Firbeix und später dann zu Mialet fest. Die Ostgrenze des Gemeindegebiets zu Saint-Pierre-de-Frugie und Saint-Priest-les-Fougères wird von der Valouse gebildet, die nach Südsüdwest entwässert. Südwestlich vom Ortskern entspringt der Ruisseau de la Pouyade, wie der Oberlauf des Touroulet hier genannt wird. Auch dieser Bach zieht nach Südwesten.

Côle, Touroulet und Valsouse gehören zum Flusssystem Isle-Dronne.

Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes in der Gemeinde La Coquille beträgt 27 Kilometer.

Geologie

Die Gemeinde La Coquille liegt vollständig auf dem metamorphen Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central.

Die anstehenden Gesteine bilden Teil der Unteren Gneisdecke. Vorwiegend handelt es sich hier um Paragneise, glimmerschiefrige Paragneise, Leptynite und leptynitische Augengneise. Die Paragneise (ζ1-2 bzw. ζ1-(2)) sind wahrscheinlich aus neoproterozoischen Grauwacken hervorgegangen, die mehr glimmerschiefrigen Paragneise der Dronne-Gruppe (ζ1 bzw. ξ1) aus tonreichen Grauwacken. Die Leptynite (rλ3 und mλ3–4b-m bzw. λ3-5) haben granitische bzw. rhyolithische Zusammensetzung und ordovizisches Alter. Die leptynitischen Augengneise (ζ3mi bzw. oλ3m) werden als ehemalige kambrische Leukogranite angesehen.

All diese Gesteine wurden im Devon von einer teils hochgradigen, regionalen Metamorphose erfasst – im Gebiet von La Coquille hat sie die Disthen- und die Sillimanitzone (Sillimanit-Muskovit-Subzone) erreicht. Die Metamorphite streichen im Gegensatz zur sonst üblichen Südostrichtung in der Gemeinde La Coquille Nordost.

Dieses Umbiegen der Foliation ist auf die La Coquille-Störung zurückzuführen – ein System mehrerer parallel verlaufender, Nordost-streichender Störungen. Die gestaffelt angeordneten, steilstehenden Störungen reichen teils sehr tief, zu erkennen beispielsweise an eingeschleppten Serpentinitkörpern (σπ1) wie bei Chevalerie. Assoziiert sind ebenfalls massive Quarz- (Q) und Pegmatitkörper (P).

Die Grundgebirgsgesteine werden auf Höhenlagen weitgehend von Hüllsedimenten bedeckt – tertiäres Kolluvium (umgelagerte Sande aus Gneisen und Graniten, teils äolische Schluffe, oft auch vermischt mit Alluvium – Formationen AC und ACF) und stellenweise darüber pliozänes/pleistozänes Alluvium (Flussschotter mit bis zu 30 Zentimeter großen Quarzgeröllen, Zunge bei Les Rivailles – Formation Fs).

Ökologie

Naturpark

Die Gemeinde La Coquille ist seit 1998 Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin. Das Verwaltungszentrum des Naturparks befindet sich am Lieu-dit La Barde in La Coquille.

Schutzgebiete

Schutzgebiete des Typus 1

Die Gemeinde beherbergt ferner eine kleine Schutzzone erster Ordnung (Französisch ZNIEFF = zone naturel d'interêt faunistique et floristique). Geschützt wird unter dem Titel tourbe du Breuilh (Moor von Breuilh) ein kleines Sumpfgebiet der Valouse an der Nordostecke des Gemeindegebietes.

Schutzgebiete des Typus 2

Unter dem Titel Reseau hydrographique de la Côle en amont de Saint-Jean-de-Côle (Hydrografisches Netz der Côle oberhalb von Saint-Jean-de-Côle) bilden die Flussniederungen der Côle an der Westgrenze sowie das gesamte Valouse-Tal Schutzgebiete des Typus 2.

Natürliche Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in La Coquille als

Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[2]

Wie die Risikokarte zeigt, ist etwa ein Fünftel des Gemeindegebiets auf isolierten Flächen im Südwesten, Westen und Nordosten von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 2005 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.

In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde La Coquille der Zone 3 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein erhöhtes Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.[3]

Etymologie und Geschichte

Das Dorf, auf dessen Gebiet Spuren aus gallorömischerZeit gefunden wurden, war eine Etappe zwischen Limoges und Périgueux auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Es erhielt seinen Namen, der eine Französisierung einer okzitanischen Form darstellt, die nicht belegt ist. Die Pilger nach Santiago de Compostela befestigten an ihren Mänteln eine Muschelschale, die anschließend coquillage saint-Jacques (deutsch Jakobsmuschel) genannt wurde. Einer Legende zufolge vergaß ein Pilger, der durch die Pfarrei Sainte-Marie-de-Frugie kam, eines Tages seine Jakobsmuschel an einer Wegkreuzung, die daraufhin den Namen „La Coquille“ erhielt.[4]

Lange Zeit war die Gemeinde lediglich ein Weiler der Gemeinde Sainte-Marie de Frugie. Später, Ende des 19. Jahrhunderts, wurde der Verwaltungssitz von Sainte-Marie de Frugie nach La Coquille verlegt. Die dortigen Schmieden ermöglichten die rasche Entwicklung des ursprünglichen Weilers.

Sainte-Marie de Frugie existiert nachweislich seit dem 13. Jahrhundert, während La Coquille damals ein Weiler war, in dem später eine Poststation errichtet wurde. Das älteste Dokument über die Gegend ist eine Steuerurkunde, die Fouage, aus dem Jahr 1365. Die Bevölkerung lebte von bescheidenen Mitteln und von dem, was das Land hergab. Als Überbleibsel der alten druidischen Kultur nutzten sie das Wasser einer „guten Quelle“ zur Vorbeugung von Krankheiten.

Der Glaube nahm jedoch auch eine konventionellere Form an, die sich in der Dorfkirche ausdrückte. Die Kirche beherbergt wunderschöne Dekorationen wie eine Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert und eine Pietà aus dem 18. Jahrhundert sowie Bleiglasfenster aus dem 19. Jahrhundert.

Die Französische Revolution von 1789 hinterließ in dieser landwirtschaftlich geprägten Region kaum Spuren, da die wenigen Adligen und widerspenstigen Priester frühzeitig emigrierten.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Gemeinde mehrere Schmieden, die lokal abgebautes oder aus Excideuil bezogenes Eisenerz verarbeiteten. Für die Roheisenproduktion wurden große Mengen Holzkohle aus den umliegenden Wäldern benötigt. Zahlreiche Kohlenmeiler befinden sich in der Nähe der Lieu-dits La Barde, Fardoux, Le Meygnaud und Les Rivailles. Ein weiterer Grund für die Aktivität der Schmieden war das Vorhandensein von Teichen und schnell fließenden Bächen wie der Valouze, die die notwendige Wasserkraft lieferten.

Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert waren in der Gemeinde zwei Schmieden in Betrieb: die von La Barde und La Meynardie. Die Produktion diente hauptsächlich militärischen Zwecken; es wurden vorwiegend Kanonen und Kanonenkugeln hergestellt.

Die Schmieden sicherten den Eisenmeistern des Périgord weiterhin ihren Reichtum, bis das Freihandelsabkommen die Industrie endgültig ruinierte. Sie konnten mit dem wesentlich billigeren englischen Roheisen nicht mehr konkurrieren. Die letzte Schmiede, die in Feynières, schmolz um 1900 sogar ihren letzten Schmelztiegel ein.

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Limoges-Périgueux im Jahr 1846 stieg die Bevölkerung zudem stark an.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in La Coquille
Jahr Einwohner


1962 1531
1968 1556
1975 1692
1982 1575
1990 1515
1999 1489
2004 1407
2006 1404
2009 1364
2014 1343
2016 1348
2019 1276

Quellen: EHESS[6], INSEE

Verwaltung

Bürgermeister in La Coquille ist seit März 2014 die zur PS gehörende Rentnerin Michèle Faure. Sie wurde im Mai 2020 wiedergewählt.

Präsidentschaftswahlen 2022

Kandidaten Parteien 1. Wahlgang 2. Wahlgang
Stimmen % Stimmen %
Emmanuel Macron En marche ! EM 153 21,46 % 330 51,48 %
Marine Le Pen Front national FN 178 24,97 % 311 48,52 %
Jean-Luc Mélenchon Front de gauche FDG 137 19,22 %
Éric Zemmour Reconquête 51 7,15 %
Valérie Pécresse Les Républicains LR 53 7,43 %
Jean Lassalle Résistons ! R 50 7,01 %
Anne Hidalgo Parti socialiste PS 14 1,96 %
Fabien Roussel Parti communiste français PC 32 4,49 %
Nicolas Dupont-Aignan Debout la République DLR 16 2,25 %
Yannick Jadot Europe Écologie-Les Verts EELV 12 1,68 %
Nathalie Arthaud Lutte Ouvrière LO 8 1,12 %
Philippe Poutou Nouveau Parti anticapitaliste NPA 9 1,26 %
Gesamt 713 100 % 641 100 %
Gültige Stimmen 713 97,81 % 641 88,05 %
Ungültige Stimmen 16 2,19 % 87 11,95 %
Wahlbeteiligung 729 78,81 % 728 78,79 %
Enthaltungen 196 21,19 % 196 21,21 %
Registrierte Wähler 925 924

Quelle: Ministère de l'Intérieur[7]

Die Präsidentschaftswahlen 2022 in La Coquille konnte Emmanuel Macron für sich entscheiden.

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss La Meynardie aus dem 16. Jahrhundert (nicht zu besichtigen)[8]
  • Der Lieu-dit La Barde mit seinem Zen-buddhistischen Kloster Kanshoji aus dem Jahr 2003
  • Der Étang de la Barde mit seiner ehemaligen Schmiede, welche zum Zentrum des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin umgewandelt wurde.
  • Kirche Saint-Joseph aus dem Jahr 1873

Fotogalerie

Bildung

Die Gemeinde verfügt über

  • die öffentliche Vorschule (École maternelle) „Jacquou le Croquant“,
  • eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire) und
  • das öffentliche Collège „Charles de Gaulle“.[9]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2022 waren 408 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in La Coquille erwerbstätig, entsprechend 67,2 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (66,8 %) niedriger war als bei den Frauen (67,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 72 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (88). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 19,0 % (2016) auf 17,6 % (2022).[10]

Branchen und Betriebe

126 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in La Coquille wirtschaftlich aktiv:[10]

Branche
Anzahl %
Gesamt 126
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 10 7,9 %
Baugewerbe 12 9,5 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 28 22,2 %
Information und Kommunikation 2 1,6 %
Finanzen und Versicherungen 2 1,6 %
Immobilien 6 4,8 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 26 20,6 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 23 18,3 %
Andere Dienstleistungen 17 13,5 %

Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[11] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 42 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 30 im Jahr 2000, auf 12 im Jahr 2010 und stieg auf 16 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 61,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 1020 Hektar im Jahre 1988 auf 385 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb verringerte sich leicht von 24,3 Hektar auf 24,1 Hektar.[12][13][14]

Fernwanderweg

Durch La Coquille verläuft der Fernwanderweg GR 654 von Namur in Belgien über Vézelay nach Montréal-du-Gers im Département Gers, der in seinem Verlauf der Via Lemovicensis, einem der er vier Jakobswege in Frankreich, ähnelt.[15] Eine Unterkunft für Jakobspilger besteht seit 2008 empfängt diese jedes Jahr vom 15. März bis 15. Oktober. Im Jahr 2015 zogen 1200 Pilger durch die Stadt, 491 von ihnen machten in der Herberge Halt. 2016 waren es 500.[16]

Ebenso durchquert auf der gleichen Streckenführung eine Variante des Europäischen Fernwanderwegs E3 das Zentrum von La Coquille.

Verkehrsanbindung

Durch La Coquille führt die von Norden kommende Hauptverkehrsader Nationalstraße N 21, die Limoges mit Périgueux verbindet. Von Osten quert den Ort die Routes départementale D 79, die von Jumilhac-le-Grand kommend in westliche Richtung nach Mialet weiterzieht. Etwas nordöstlich des Ortskerns trifft die D 67 auf die D 79; sie geht von Bussière-Galant (Département Haute-Vienne) im Nordnordosten aus und quert auf ihrem Weg Saint-Pierre-de-Frugie. Hinter La Coquille setzt sie sich dann nach Saint-Paul-la-Roche im Südsüdosten fort. Über Kommunalstraßen werden ferner auch Chalais und Saint-Jory-de-Chalais erreicht.

Die Gemeinde verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Limoges-Bénédictins–Périgueux, der von Zügen einer Linie der TER Nouvelle-Aquitaine im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine angefahren wird, die La Coquille mit Périgueux und Limoges verbinden.[17]

Persönlichkeiten

Édouard Valéry (1924–2010), französischer Widerstandskämpfer der Résistance, geboren in La Coquille

Literatur

  • Briand, B.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50 000. BRGM.
  • Guillot, P.-L.: Feuille Thiviers. In: Carte géologique de la France à 1/50 000. BRGM.
  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: La Coquille – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  2. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  3. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  4. Siehe Tanet, Hordé, Seite 118
  5. Coquille (la) (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  6. Notice Communale La Coquille. EHESS, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  7. Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à La Coquille. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
  8. Accueil. Abgerufen am 8. Oktober 2019 (französisch).
  9. Annuaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  10. a b Dossier complet Commune de la Coquille (24133). INSEE, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  11. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  12. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in La Coquille. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  13. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  14. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  15. GR®654 Via Lemovicensis - De Gué-d’Hossus (Ardennes) à Saint-Palais (Pyrénées-Atlantiques). gr-infos.com, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  16. Refuge pour les pèlerins de St Jacques de Compostelle. Gemeinde La Coquille, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).
  17. Réseau de trains Nouvelle-Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 15. Januar 2026 (französisch).