Condat-sur-Trincou
| Condat-sur-Trincou Condat de Trencor | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Brantôme en Périgord | |
| Gemeindeverband | Dronne et Belle | |
| Koordinaten | 45° 23′ N, 0° 43′ O | |
| Höhe | 104–208 m | |
| Fläche | 16,54 km² | |
| Einwohner | 504 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 30 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24530 | |
| INSEE-Code | 24129 | |
Der auf einem Felsen liegende Ortskern von Condat-sur-Trincou | ||
Condat-sur-Trincou (Aussprache [kɔ̃ˈda syʁ tʁɛ̃ˈku], okzitanisch Condat de Trincor) ist eine französische Gemeinde mit 395 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Norden des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Dronne et Belle. Die Einwohner werden Condatois und Condatoises genannt.
Geografie
Condat-sur-Trincou liegt etwa 17 Kilometer südsüdöstlich von Nontron und etwa 22 Kilometer nördlich von Périgueux in der Région naturelle des Périgord central, im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.
Der Ortskern liegt am Trincou, der von Villars im Nordosten kommend zur Côle hin abfließt und als rechter Nebenfluss in diese mündet. Die Côle durchzieht in westlicher Fließrichtung in etwa mittig das Gemeindegebiet, um beim Lieu-dit Saint-Laurent an der Südwestecke als linker Nebenfluss in die Dronne zu münden. Die Côle nimmt vor ihrer Mündung linksseitig noch mehrere Trockentäler auf, darunter die Täler beim Lieu-dit Monplaisir und beim Weiler Valade. Die Dronne bildet auf den letzten eineinhalb Kilometern vor der Côlemündung die westliche Gemeindegrenze zu Champagnac-de-Belair und anschließend zu Brantôme en Périgord.
Trincou und Côle gehören zum Flusssystem Isle-Dronne.
Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes der Gemeinde Condat-sur-Trincou beträgt 10,5 Kilometer.
Die Gemeinde wird von folgenden drei Nachbargemeinden umgeben:
| Champagnac-de-Belair | ||
| La Chapelle-Faucher | ||
| Brantôme en Périgord |
Die Gemeinde setzt sich aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften, Mühlen und Schlössern zusammen:
Aux Castillières, Aux Nodies, Chassepoule, Fouret, Grosse Borne, La Bruge, La Croix, La Croix de Péage, La Donie, Lavaure, Le Bourdeau, Le Cluzeau, Le Grand Jarry, Le Grand Maine, Le Grand Roc, Le Grillet, Le Moulin de la Croix, Le Moulin de Valade, Le Petit Champagnac, Le Petit Maine, Le Petit Roc, Le Pont de Verneuil, Le Vigneau, Les Carrières de Verneuil, Les Combannelles, Les Danes, Les Guillaumies, Les Jarthes, Les Piles, Les Vignes, Mombicout, Mon(t)plaisir, Pagnac, Puy Blanc, Puy Sec, Puyfayol, Saint-Laurent, Tuquet de l'Olivarie und Valade.
Der topografisch niedrigste Punkt mit 104 m liegt an der Mündung der Côle in die Dronne, die höchste Stelle mit 208 m befindet sich beim Weiler Le Grand Maine an der Südwestecke. Das Zentrum befindet sich oberhalb des Trincou auf etwa 144 m Höhe.
Bodenbedeckung
Die Bodenbedeckung der Gemeinde Condat-sur-Trincou schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
- Wälder – 52,3 %
- heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 31,1 %
- Kulturboden – 9,2 %
- Grünland – 6,9 %
- Bebauung – 0,5 %.
Die forstwirtschaftliche Nutzung steht im Vordergrund. Der Anteil der forstwirtschaftlichen Nutzflächen (Wälder) ist seit 1990 mit 51,5 % auf 52,3 % im Jahr 2018 leicht angestiegen.
Klima
Condat-sur-Trincou besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
|
Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 62 Kilometer entfernten Wetterstation in Bergerac das langjährige Jahresmittel von 13,2 °C für 1971–2000 über 13,1 °C für 1981–2010 auf 13,3 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,1 °C innerhalb von 20 Jahren.
Geologie
Aufgeschlossen in der Gemeinde Condat-sur-Trincou sind ausschließlich flach liegende (Einfallswinkel bis maximal 12°, Streichrichtung Südost) Sedimente des nördlichen Aquitanischen Beckens sowie deren Alterationsprodukte.
Das Schichtpaket setzt im Ligérien ein (Formation c3a); dessen knolligflaserige bis plattige, weiße Kreidekalke sind am linken Dronneufer (Westrand der Gemeinde) bei les Carrières de Verneuil zu sehen. Über ihm folgt das Angoumien mit den massigen Rudistenkalken der Angoulême-Formation (Formation c3b) und dem weniger resistenten Lagen des Oberturons (Formation c3c). Das Angoumien steht am linken Dronneufer, beiderseits des unteren Trincous und auch beidseitig der Côle an. Nächsthöheres Schichtglied ist das Coniacium mit seinen festen, kryptokristallinen Fossilkalken, sandigen Kalken, Sanden und Austernschillkalken (Formation c4). Es hat eine ziemlich weite Verbreitung und baut unter anderem den Felssporn des Ortskerns auf. Die Serie schließt mit dem Untersanton – graue, plattige, glaukonithaltige Mergelkalke (Formation c5a oder c5). Das Untersanton findet sich im Ostteil der Gemeinde sowie auf den Höhenlagen im Süden.
Vereinzelt werden einige Höhenlagen von pleistozänem Kolluvium überdeckt, insbesondere die Rücken beiderseits der Côle (Formation AC bzw. C). Würmeiszeitlicher Hangschutt verfüllt Tallagen im Trincoutal und im rechtsseitigen Côletal (Formation GP). Eine mindelzeitliche Hochterrasse findet sich am linken Talrand der Côle bei Le Grand Roc (Formation Fv), risseiszeitliche Mittel- und Niederterrassen sind im Mündungsgebiet von Côle und Dronne häufig anzutreffen (Formationen Fwa und Fwb bzw. Fw). Die Talauen der drei Flüsse werden von rezenten Sedimenten aufgebaut (Formation K).
Durch das Gemeindegebiet von Condat-sur-Trincou quert der Ausläufer der Mareuil-Störung in ostsüdöstlicher Richtung. Diese Verwerfung hat zu einem Anheben des südlichen Schichtverbandes geführt. Der Versetzungsbetrag liegt bei ungefähr 20 Meter. Die Störung quert unmittelbar südlich des Ortskerns; mit Erreichen des Côletals verkompliziert sich das Geschehen und es lassen sich dann mehrere kleinere Seitenäste beobachten.
Das Angoumien wurde in mehreren Steinbrüchen als Baustein abgebaut, beispielsweise bei Les Carrières de Verneuil im Dronnetal, südlich des Ortskerns im Trincoutal und bei La Croix im Côletal.
Natürliche Risiken
Naturrisiken manifestieren sich in Condat-sur-Trincou als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen im Tal der Dronne und der Côle
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, größeren Bodenbewegungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1983, 1988, 1993 und 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Fast im gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[1]
Wie die Risikokarte zeigt, ist mehr als ein Drittel von Condat-sur-Trincou von der mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen betroffen, die Gefahren konzentrieren sich hierbei auf Böden des Kolluviums im Mittelabschnitt und vor allem südlich der Côle, von geringerer Bedeutung auch auf die Alluvialböden der Dronne und der Côle. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 2003 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[2]
Etymologie und Geschichte
Der Name des Dorfes erschien im 12. Jahrhundert in der heutigen Schreibweise als Condat (1175), in der Folge mit Bezug auf die Nähe zu Brantôme als Condatum prope Brantholmun (1365), weil die Pilger in Condat Station machten. Condat-sur-Trincou ist im 17. Jahrhundert belegt (1670), aber es gab auch Condat-sur Côle und Condat-de-Drône bis 1906.
Condat stammt vom gallischen °condate (deutsch Zusammenfluss) und spielt auf die geografische Situation der Zusammenflüsse von Dronne, Côle und Trincou an. Der Name des Flusses Trincou stammt wahrscheinlich vom okzitanischen trencar ab, der aus dem vulgärlateinischen °trinicare (deutsch wörtlich: in drei Teile teilen) hervorging. Diese anschauliche Bezeichnung verbindet die Auswirkung des Trincou in den Gebieten, die er durchquert.[3]
Die Anwesenheit des Menschen lässt sich in Condat-sur-Trincou bis in die Megalithzeit zurückverfolgen. Beim Weiler Fouret steht der Dolmen von Peyrelevade, im Weiler selbst ist ein Menhir erhalten. Im Ortskern von Condat-sur-Trincou wurden Spuren aus der Keltenzeit und der gallorömischen Epoche gefunden, darunter eine Statue eines dreiköpfigen gallischen Gottes und eine antike Skulptur, die als „Dame au Catogan“ (deutsch Dame mit im Nacken zusammengebundenes Haar) genannt wird. Am Fuß der Felswand liegt der so genannte „Barbarenfriedhof“ mit Bestattung in aufrechter Position, wahrscheinlich aus der Zeit der Völkerwanderung. Im frühen Mittelalter bestand auf dem Felsen eine Nekropole. Darüber wurde dann im zwölften Jahrhundert die romanische Ortskirche als Burgkapelle erbaut. Im 12. Jahrhundert war Condat Sitz eines Erzpriestertums, das im folgenden Jahrhundert nach Champagnac verlegt wurde. Condat wurde dann zu einer der siebenundzwanzig Pfarreien, die von diesem abhängig waren. Das Burg von Condat stammt aus dem 13. Jahrhundert. Bertrand du Guesclin belagerte hier die Engländer im Jahr 1377. Das Schloss Montplaisir geht ins 15. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert wurde schließlich das Schloss Les Castillères errichtet.[4][5]
Bevölkerungsentwicklung
| Bevölkerungsentwicklung in Condat-sur-Trincou | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| ||
| 1962 | 391 | |||
| 1968 | 386 | |||
| 1975 | 352 | |||
| 1982 | 325 | |||
| 1990 | 376 | |||
| 1999 | 407 | |||
| 2006 | 478 | |||
| 2007 | 488 | |||
| 2010 | 491 | |||
| 2012 | 469 | |||
| 2016 | 474 | |||
| 2017 | 480 | |||
| 2019 | 478 | |||
Verwaltung
Bürgermeister von Condat-sur-Trincou war seit 2008 der parteilose Rentner François Thomas. Er wurde im Februar 2018 von Francis Millaret abgelöst, welcher der Divers gauche angehört und im Mai 2020 wiedergewählt wurde.
Präsidentschaftswahlen 2022
| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Marine Le Pen | Front national | FN | 120 | 38,96 % | 172 | 61,21 % | |
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 60 | 19,48 % | 109 | 38,79 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 47 | 15,26 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | 19 | 6,17 % | ||||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 7 | 2,27 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 19 | 6,17 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 7 | 2,27 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 5 | 1,62 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 7 | 2,27 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 12 | 3,90 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 4 | 1,30 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 1 | 0,33 % | |||
| Gesamt | 308 | 100 % | 281 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 308 | 97,47 % | 281 | 92,74 % | |||
| Ungültige Stimmen | 8 | 2,53 % | 22 | 7,26 % | |||
| Wahlbeteiligung | 316 | 82,29 % | 303 | 78,91 % | |||
| Enthaltungen | 68 | 17,71 % | 81 | 21,09 % | |||
| Registrierte Wähler | 384 | 384 | |||||
|
Quelle: Ministère de l'Intérieur[7] | |||||||
Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Condat-sur-Trincou konnte Marine Le Pen deutlich für sich entscheiden.
Sehenswürdigkeiten
- Der Dolmen Peyrelevade und der Menhir beim Weiler Fouret. Der Dolmen ist seit 1960 als Monument historique klassifiziert.
- Die romanische Ortskirche Saint-Étienne aus dem zwölften Jahrhundert ist seit 1948 als Monument historique eingeschrieben.
- Die Burg Condat datiert aus dem 13. und 15. Jahrhundert.
- Das Schloss Montplaisir, dessen Turm aus dem 15. Jahrhundert stammt, der Wohntrakt ist jedoch aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Es befindet sich in Privatbesitz.
- Das Schloss Les Castillères, ein im Privatbesitz befindliches Schloss aus dem 18. Jahrhundert.
- Die Höhle de la Croix birgt urgeschichtliche Gravuren.
Fotogalerie
-
Chorende der Ortskirche Saint-Étienne über der Steilwand aus Coniacium
-
Wehrturm der Kirche über dem Eingangsportal
-
Die Burg Condat im Ortskern
-
Das Schloss Montplaisir im Tal der Côle
-
Das Schloss Les Castillères
-
Mündung des Trincous (vorn) in die Côle bei Januarhochwasser
-
Statue eines dreiköpfigen gallischen Gottes
-
Der Dolmen Peyrelevade beim Weiler Fouret aus ortsfremdem Sidérolithique
-
Die Côle flussaufwärts vom Weiler Valade
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Im Jahre 2022 waren 235 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Condat-sur-Trincou erwerbstätig, entsprechend 78,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (75,0 %) viel niedriger war als bei den Frauen (81,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 24 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (27). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 11,9 % (2016) auf 10,0 % (2022).[8]
Branchen und Betriebe
23 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Condat-sur-Trincou wirtschaftlich aktiv:[8]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 23 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 2 | 8,7 % |
| Baugewerbe | 6 | 26,1 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 7 | 30,4 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 4,3 % |
| Finanzen und Versicherungen | 1 | 4,3 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 4 | 17,4 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 2 | 8,7 % |
Das 1984 in der Gemeinde gegründete Unternehmen „Martine Spécialités“ (Industriekonditorei) änderte seinen Namen und firmierte 2016 unter dem Namen „Mademoiselle Desserts“. Seitdem ist es das Aushängeschild einer Unternehmensgruppe mit tausend Mitarbeitern an sechs Standorten in Frankreich und im Vereinigten Königreich. Täglich werden tonnenweise Blätterteig auf hochautomatisierten Produktionslinien hergestellt, die mit 25-Kilo-Butterblöcken beschickt werden.[9]
Landwirtschaft
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[10] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 22 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 17 im Jahr 2000, auf 11 im Jahr 2010 und auf 8 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 63,6 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 534 Hektar im Jahre 1988 auf 239 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg hingegen von 24,3 Hektar auf 29,9 Hektar.[11][12][13]
Fernwanderweg
Durch das Zentrum der Gemeinde verläuft der Fernwanderweg 361 von Abjat-sur-Bandiat nach Bergerac.[14]
Verkehrsanbindung
Im Dronnetal an der Westgrenze der Gemeinde verläuft die Departementsstraße D 83 von Brantôme nach Saint-Pardoux-la-Rivière. Das Côletal im Süden durchzieht die D 78 von Brantôme nach Saint-Jean-de-Côle. Der Ortskern selbst kann nur über lokale Landstraßen erreicht werden: von Champagnac-de-Belair im Nordwesten, von Villars im Nordosten, von Valade an der D 78 im Süden und von Chapelle-Faucher im Südosten. Den Osten des Gemeindegebietes durchquert die D 3 von Villars nach Agonac. Die Nord-Süd-verlaufenden Täler im Südteil der Gemeinde jenseits der Côle werden von der D 74 (nach Eyvirat und Saint-Front-d’Alemps) sowie von mehreren kleineren lokalen Landstraßen durchzogen.
Siehe auch
Literatur
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 114–115, 413
- ↑ Condat-sur-Trincou (französisch) ( vom 9. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Condat-sur-Trincou. EHESS, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Condat-sur-Trincou. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
- ↑ a b Dossier complet Commune de Condat-sur-Trincou (24129). INSEE, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ La grande spécialiste des desserts. Sud Ouest, 10. Mai 2016, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Condat-sur-Trincou. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Les routes du Périgord. routard.com, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).