Kupferhammer (Marktredwitz)
Kupferhammer ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).
Geographie
Die Einöde lag auf einer Höhe von 515 m ü. NHN am rechten Ufer der Kössein. Unmittelbar südlich führte die Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau vorbei. Ein Anliegerweg führte 500 Meter westlich nach Marktredwitz.[1] Heute erinnert an den Ort nur noch die Marktredwitzer Ortsstraße „Kupferhammerstraße“.[2]
Geschichte
Von 1797 bis 1810 unterstand Kupferhammer dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[3] Mit dem Gemeindeedikt wurde Kupferhammer dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Oberredwitz[4] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstanden Ruralgemeinde Oberredwitz zugewiesen. Spätestens 1867 gehörte Kupferhammer zur Gemeinde (Markt-)Redwitz. In einer topographischen Karte des Jahres 1949 wurden die Anwesen noch namentlich verzeichnet.[1]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 5 | 3 | 6 | 11 | 12 |
| Häuser[5] | 1 | 2 | |||
| Quelle | [4] | [6] | [7] | [8] | [9] |
Religion
Kupferhammer war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt.[9]
Weblinks
- Kupferhammer in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 6. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Topographische Karte 1:25.000 Marktredwitz 5938. Normalausgabe 1949. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 286 (Digitalisat).
- ↑ a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 67 (Digitalisat).
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1900 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 958, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1131, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1071 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1131 (Digitalisat).
Koordinaten: 50° 0′ 8,4″ N, 12° 5′ 46,4″ O