Krumbach (Burgebrach)
Krumbach Markt Burgebrach
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 42′ O |
| Höhe: | 275 m ü. NHN |
| Einwohner: | 56 (31. Dez. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96138 |
| Vorwahl: | 09546 |
Krumbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Krumbach liegt in der Gemarkung Vollmannsdorf.[3]
Geografie
Der Weiler liegt auf freier Flur am linken Ufer der Mittelebrach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Manndorf (0,6 km westlich) bzw. nach Vollmannsdorf (0,6 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dürrhof zur Bundesstraße 22 (0,3 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1303 als „Crumpach“ erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem krummen Bach war der heute Mörderbrunnebach genannte Fließgewässer gemeint.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Krumbach aus 7 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren Kloster Ebrach (3 Höfe, 1 Söldengut mit Schmiedefeuerrecht, 1 Söldengut) und das Klarissenkloster Bamberg (1 Hof). Der Gemeinde gehörte ein Tropfhäuslein als Wohnung für den Hirten.[6] Der Feldbau galt als gut, der „Wießwachs“ als mittelmäßig. Der Holzhandel mit der Stadt Bamberg verschaffte dem Ort einen gewissen Wohlstand.[7]
Im Jahre 1802 kam Krumbach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Krumbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Vollmannsdorf und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Vollmannsdorf zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1972 wurde Krumbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1799 | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2018 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 36 | 42 | 40 | 43 | 49 | 43 | 37 | 40 | 27 | 21 | 24 | 40 | 56 |
| Häuser[10] | 7 | 9 | 8 | 9 | 5 | 5 | 5 | 6 | |||||
| Quelle | [7] | [8] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [1] |
Religion
Krumbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.[6][17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Krumbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 227 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 166.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Krumbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2025.
- Krumbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. November 2025.
- Krumbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Statistische Zahlen des Marktes Burgebrach. In: vg-burgebrach.de. Abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Markt Burgebrach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 166.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 140.
- ↑ a b J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 227.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 276.
- ↑ Burgebrach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Haushaltungen bezeichnet, 1818 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 840, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1011, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 958 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1002 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1024 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 882 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 650 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ Lage & Ortsteile > Die 27 Ortsteile mit Einwohnerzahlen. In: vg-burgebrach.de. Abgerufen am 20. November 2025.