Hirschbrunn (Burgebrach)

Hirschbrunn
Koordinaten: 49° 48′ N, 10° 46′ O
Höhe: 288 m ü. NHN
Einwohner: 140 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl: 96138
Vorwahl: 09546
Luftbild (2024)

Hirschbrunn ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Hirschbrunn liegt in der Gemarkung Oberköst.[3]

Geografie

Das Dorf liegt am Fischgallgraben, dem linken Oberlauf des Stöckleinsbach. Die Kreisstraße BA 33 führt nach Küstersgreuth (1,1 km östlich) bzw. nach Oberköst (1,9 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Treppendorf zur BA 33 (2,3 km westlich), nach Tempelsgreuth (1,3 km nordöstlich) und nach Unterköst zur Kreisstraße BA 45 (2 km südöstlich).[4]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1303 als „Brünn“ erstmals urkundlich genannt. Das Straßendorf lag an einer alten Hochstraße.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hirschbrunn 28 Anwesen (1 Hof, 3 Viertelhöfe, 1 Gütlein, 5 Viertelgütlein, 3 Sölden, 12 Söldengüter, 2 Söldengütlein, 1 Ziegelhütte). Das Hochgericht übte die Herrschaft Pommersfelden im begrenzten Umfang aus, sie hatte ggf. an das bambergische Centamt Burgebrach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte die Herrschaft Pommersfelden.[6]

Im Jahre 1802 kam Hirschbrunn an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Hirschbrunn gebildet. Zu diesem gehörten Küstersgreuth, Oberköst und Tempelsgreuth. 1818 entstand die mittelbare Ruralgemeinde Hirschbrunn, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach. 1834 wurde die Gemeinde nach Oberköst umbenannt.[7] Am 1. Januar 1972 wurde Hirschbrunn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002018 002024
Einwohner 140 204 177 164 188 159 199 170 166 132 125 140
Häuser[9] 28 32 31 30 31 31 31
Quelle [7] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [1]

Religion

Hirschbrunn ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt,[6] ab 1517 war die Pfarrei St. Gertrud (Wachenroth) zuständig, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist es St. Johannes Baptista (Schlüsselfeld).[20]

Literatur

Commons: Hirschbrunn (Burgebrach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. a b Statistische Zahlen des Marktes Burgebrach. In: vg-burgebrach.de. Abgerufen am 18. November 2025.
  2. Markt Burgebrach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. November 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. November 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. P. Schneider: Steigerwald, S. 203.
  6. a b H. Weiß: Bamberg, S. 130.
  7. a b H. Weiß: Bamberg, S. 258f.
  8. Burgebrach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. November 2025.
  9. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 839, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1010, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 956 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1001 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1022 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 878 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 647 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).
  19. Lage & Ortsteile > Die 27 Ortsteile mit Einwohnerzahlen. In: vg-burgebrach.de. Abgerufen am 18. November 2025.
  20. Oberköst > Kirche. In: seelsorgebereich-steigerwald.de. Abgerufen am 18. November 2025.