Klebheimerhof
Klebheimerhof Gemeinde Rauhenebrach
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 10° 33′ O |
| Höhe: | 307 m ü. NHN |
| Einwohner: | 7 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96181 |
| Vorwahl: | 09554 |
Wohnhaus des ehemals herrschaftlichen Bauernanwesens
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Klebheimerhof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern).[2] Klebheimerhof liegt in der Gemarkung Koppenwind.[3]
Geografie
Die Einöde liegt am rechten Talrand der Rauhen Ebrach. Am Südhang des Klebheimer Berges (384 m ü. NHN) steht die Maria-Hilf-Kapelle. Die Staatsstraße 2258 führt nach Untersteinbach zur Staatsstraße 2274 (0,3 km nördlich) bzw. durch den Koppenwinder und Ebracher Forst nach Ebrach zur Bundesstraße 22 (6 km südwestlich).[4]
Geschichte
Im Jahr 1278 wurde der Ort als „Clebeheim “erstmals genannt, als Ludwig von Windheim die Vogtei über den Ort an das Hochstift Würzburg abgab. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der als Kulturpflanze genutzte Klee. Ursprünglich bestand der Ort aus mehreren Bauerngütern. Unter dem Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen wurden die Anwesen im frühen 17. Jahrhundert zu einem Lehenshof zusammengelegt.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Klebheimerhof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte nun das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über den Hof hatte das Kloster Ebrach.[6]
Im Jahre 1802 kam Klebheimerhof an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Klebheimer dem im Jahr 1811 gebildeten Steuerdistrikt Koppendwind und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Koppenwind zugewiesen.[7] Am 1. Juli 1972 wurde Klebheimerhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rauhenebrach eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: Wohnhaus, Scheune und Stall eines ehemals herrschaftlichen Bauernanwesens[9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 10 | 6 | 4 | 7 | 9 | 7 | 12 | 8 | 7 | 7 |
| Häuser[10] | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||
| Quelle | [7] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [1] |
Religion
Klebheimerhof ist ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt,[6] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Barbara und St. Laurentius (Theinheim) zuständig.[11]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kleibheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 146 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 147.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Klebheimerhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. November 2025.
- Klebheimerhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. November 2025.
- Klebheimerhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 362 (Digitalisat).
- ↑ Gemeinde Rauhenebrach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 147.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 138.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 251.
- ↑ Rauhenebrach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Denkmalliste für Rauhenebrach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 838, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1009, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 955 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1000 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1022 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 877 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 646 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 187 (Digitalisat).