GWR-Klasse 2900
| GWR-Klasse 2900 GWR Saint-Klasse | |
|---|---|
Nachgebaute Lokomotive Nr. 2999 Lady of Legend (mit Beschriftung als Nr. 2983 Red Gauntlet) der Saints-Klasse
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| Nummerierung: | GWR: vor 1912: 98, 100, 171–190 nach 1912: 2900–2955, 2971–2990, 2998, 2999 c) |
| Anzahl: | 77 + 1 c) |
| Hersteller: | GWR Swindon Works |
| Baujahr(e): | 1902–1907, 1911–1913 a) 2019 c) |
| Ausmusterung: | 1924, 1931–1953 |
| Bauart: | 2’C n2 oder 2’C h2 (13 Loks zuerst 2’B1’ n2) |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge: | 19,21 m |
| Höhe: | 4,05 m |
| Breite: | 2,72 m |
| Fester Radstand: | 4,5 m |
| Gesamtradstand: | 8,31 m |
| Radstand mit Tender: | 16,28–16,43 m |
| Leermasse: | 69,4 t |
| Dienstmasse: | 71,3 t / 73,2 t a) |
| Dienstmasse mit Tender: | 115,2 t / 113,8 t a) |
| Reibungsmasse: | 55,1 t / 55,7 t a) |
| Radsatzfahrmasse: | 18,3 t / 18,5 t a) |
| Höchstgeschwindigkeit: | 160 km/h (über 100 mph, Versuch 1906)[1] |
| Indizierte Leistung: | 820 kW / 1080 kWa) (1115 PS / 1470 PSa)) |
| Anfahrzugkraft: | 105 kN / 110 kN a) |
| Kuppelraddurchmesser: | 2045 mm (6 ft 8½ in) |
| Laufraddurchmesser vorn: | 965 mm (3 ft 2 in) |
| Laufraddurchmesser hinten: | Atlantic: 1257 mm (4 ft 1½ in) |
| Steuerungsart: | Stephenson, innenliegend (Nr. 2935: Ventilsteuerung der Bauart Lentz mit rotierender Nockenwelle) |
| Zylinderanzahl: | 2, außen |
| Zylinderdurchmesser: | 457 / 470 mm a) (18 in / 18½ in a)) |
| Kolbenhub: | 762 mm (30 in) |
| Kessel: | GWR-Standard-Kessel Nr. 1[2] |
| Kesselüberdruck: | 15,5 bar (225 psi) |
| Heizrohrlänge: | 4521 mm |
| Rostfläche: | 2,53 m² |
| Strahlungsheizfläche: | 14,4 m² |
| Rohrheizfläche: | 184,8 m² 156,7 m² b) |
| Überhitzerfläche: | 0 m² / 24,4 m² b) |
| Verdampfungsheizfläche: | 199,09 m² 171,1 m² b) |
| Tender: | 3-achs Tender mit Schöpfeinrichtung für Wassertröge |
| Leermasse des Tenders: | 43,8 t |
| Wasservorrat: | 18,2 m³ / 15,9 m³ a) |
| Brennstoffvorrat: | 5,1 t Kohle |
| Bremse: | Vakuumbremse |
| Zugheizung: | Dampfheizung |
| Besonderheiten: | Erste britische Baureihe mit Außenzylinder und konischem Kessel |
| Konstrukteur: Churchward. Vorläufer der späteren GWR-Klassen Hall, Castle und King. a) Court-Klasse b) Kessel mit Überhitzer c) moderner Nachbau Nr. 2999 Lady of Legend | |
Die Klasse 2900 oder Saint-Klasse der Great Western Railway (GWR) war eine von Churchward entworfene Baureihe von Zweizylinder-Dampflokomotiven für den Schnellzugverkehr. Zwischen 1902 und 1913 wurden in den bahneigenen Swindon Works 77 Exemplare in den vier Unterbaureihen Scott-, Lady-, Saint- und Court-Klasse gebaut, wobei Saints auch als Überbegriff für die ganze Klasse verwendet wird.
Die Saints waren die ersten britischen Schnellzuglokomotiven mit konischem Kessel, Innenrahmen und Außenzylinder nach amerikanischen Vorbild und bildeten die Grundlage des britischen Ten-Wheeler-Designs für Jahrzehnte. Die Saint-Klasse ist der Vorläufer der berühmten Hall-, Castle- und King-Klassen. Die Baureihe ist nicht einheitlich ausgebildet. 13 Lokomotiven wurden als Atlantic-Lokomotiven abgeliefert und erst nachträglich zu Ten-Wheeler umgebaut.
Geschichte
Churchward legte die Anforderungen an eine neue Schnellzuglokomotive selbst fest. Sie sollte bei 70 mph (110 km/h) noch eine Zugkraft von 20 kN erbringen und diese mindestens eine Stunde lang halten können. Die Entwicklung verlief in zwei Richtungen: Zum einen sollte ein Kessel entstehen, der mühelos große Mengen Dampf erzeugt und zuverlässig arbeitet, auch wenn er in der Anschaffung teurer ist als herkömmliche Modelle. Zum anderen sollten Zylinder und Steuerung so gestaltet werden, dass der Dampf bestmöglich genutzt wird.[3] Churchward untersuchte die besten Praktiken des Lokomotivbaus aus Europa und Amerika. Bei der Entwicklung des Kessels ließ sich Churchward von amerikanischen Lokomotiven inspirieren, während das Triebwerk unter französischem Einfluss stand.
In den Jahren 1902 und 1903 wurden drei Vorserienlokomotiven mit den Nummern 98, 100 und 171 gebaut. Um seine eigene Entwicklung mit einfacher Dampfdehnung mit Verbundlokomotiven zu vergleichen, ließ Churchward von der Société Alsacienne de Constructions Mécaniques (SACM) drei Atlantic-Lokomotiven mit Vierzylinder-Verbundtriebwerk beschaffen,[4] die Nr. 102 La France, die Nr. 103 President und die Nr. 104 Alliance. Die letzten beiden entsprachen baugleich den Lokomotiven Nr. 3001 bis 3014 der französischen Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans (PO).
Churchward ließ in Swindon einen Rollenprüfstand nach amerikanischem Vorbild bauen, um seine Lokomotiven unter Laborbedingungen mit den französischen Lokomotiven zu vergleichen. Der Prüfstand war mit Bandbremse, Wasserwirbelbremse und einer Luftbremse ausgerüstet, die einen Kompressor antrieb.[5.1]
Bei den Testfahrten zeigte sich, dass die Verbundlokomotiven den Lokomotiven der Saint-Klasse nicht überlegen waren. Die Saints standen ihnen in Leistung und Höchstgeschwindigkeit in nichts nach. Überraschend war, dass sie trotz einfacher Dampfdehnung weniger Brennstoff verbrauchten, was an der Steuerung mit großen Ein- und Auslassöffnungen in den Schieberbuchsen lag. Während die Saint-Lokomotiven mit einem Füllungsgrad von 22 bis 25 % fahren konnten, waren bei den Verbundlokomotiven für die gleiche Arbeit 55 % nötig. Zudem war ihre Wartung aufwendiger als bei den Saints mit einfacher Dampfdehnung. Daher verzichtete die GWR auf die Verbundtechnik und stellte die Lokomotiven 1926 außer Dienst.[6]
Die Lokomotiven der Saint-Klasse wurden zunächst vor hochwertigen Schnellzügen eingesetzt, bis sie dort von der Hall-Klasse verdrängt wurden. Danach bespannten die Saints auch Eilgüterzüge. Da sich der große Raddurchmesser von 2045 mm (6 ft 8 ½) dafür nicht besonders eignete, entwickelte Charles Collett die Hall-Klasse mit kleineren Rädern. Der Prototyp entstand, indem die 2925 Saint Martin mit 1830 mm (6 ft) großen Kuppelrädern versehen wurde.[7]
- Französische Verbundlokomotiven der GWR
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Nr. 102 La France
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Nr. 103 President
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Nr. 104 Alliance
Vorserienlokomotiven
Die drei Vorserienlokomotiven zeigten unterschiedliche Entwicklungsstufen, wobei die letzte für die Serienproduktion ausgewählt wurde.
Nr. 100 Dean
Der erste Prototyp wurde im Februar 1902 fertiggestellt. Er trug die Nummer 100 und erhielt im Juni 1902 zu Ehren von William Dean, dem scheidenden Vorgänger von Churchward den Namen Dean, der später auf William Dean geändert wurde. Die Lokomotive hatte einen zylindrischen Kessel ohne Dampfdom kombiniert mit einem Belpaire-Stehkessel, dessen Decke deutlich höher lag als die Scheitel des Langkessel. Der Kesseldruck betrug 13,8 bar (200 psi). Erstmals wurden bei der GWR Außenzylinder verwendet.[1] Sie hatten 483 mm (19 ½ in) Durchmesser und einen Kolbenhub 762 mm (30 in). Die mit einem Durchmesser von lediglich 165 mm (6 ½ in) relativ kleinen Kolbenschieber[8] wurden über Kipphebel von einer innenliegenden Stephenson-Steuerung angetrieben – eine Ausführung, die nur bei dieser Lokomotive verwendet wurde. Wie bei amerikanischen Lokomotiven bestand der Zylinderblock aus zwei identischen, verschraubten Gussstücken, von denen jedes einen Zylinder mit Schieberbuchse und eine Hälfte des Rauchkammersattels enthielt.[5.2]
1903 ersetzte Churchward den zylindrischen Kessel durch einen Kessel mit konischem Übergansschuss, 1910 folgte der erste Kessel mit konischem Übergansschuss und Überhitzer,[1] der 1912 durch einen konischen Kessel ersetzt wurde. Die Lokomotive erhielt 1912 die Nummer 2900. Um diese Zeit wurden auch ihre Schieberbuchsen auf 190 mm (7 ½ in) aufgebohrt.[5.3] Die Lokomotive war bis zu ihrer Ausmusterung 1932 im regulären Schnellzugdienst des Landore-Depots in Swansea eingesetzt.[5.2][9]
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Nr. 100 Dean
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Anordnung der Stephenson-Steuerung
Nr. 98 Ernest Cunard
Der zweite Prototyp, die Lokomotive Nr. 98, wurde im März 1903 fertiggestellt. Er ähnelte der Nr. 100, war jedoch mit einem Kessel mit konischem Übergansschuss, einer neu gestalteten Steuerung und neuen Zylindern ausgestattet. Der Radstand wurde verkürzt und die Kolbenschieber hatten einen von 165 mm (6 ½ in) auf 254 mm (10 in) vergrößerter Durchmesser.
Im Laufe der Zeit erhielt die Lokomotive verschiedene Kessel. 1908 bekam sie denselben konischen Kessel wie der dritte Prototyp, ausgelegt auf 15,5 bar (225 psi). 1911 wurde dieser gegen einen Kessel mit Überhitzer getauscht, 1913 durch einen Kessel mit konischem Übergangsschuss ersetzt und 1917 schließlich erneut durch einen konischen Kessel ausgetauscht.
1906 erhielt die Lokomotive den Namen Persimmon, der im März 1907 Vanguard geändert wurde, und im Dezember desselben Jahres auf Ernest Cunard. 1911 erhielt sie einen Kessel mit Überhitzer, 1912 wurde sie in 2998 umnummeriert und 1933 schließlich ausgemustert.[10]
Nr. 171 Albion
Der dritte Prototyp, die Lokomotive Nr. 171, wurde im Dezember 1903 fertiggestellt. Sie war bis auf den Kessel baugleich mit dem zweiten Prototyp, hatte jedoch von Anfang an einen Kessel, der für einen Druck von 15,5 bar (225 psi) ausgelegt war. Dieser entsprach dem konischen 200-psi-Kessel der Nr. 100, besaß aber eine geänderte Feuerbüchse mit etwas größerer Rost- und Heizfläche. Wie die anderen Prototypen wurde sie zunächst mit der Achsfolge 2’C ausgeliefert, im Februar 1904 mit dem Namen Albion versehen und im Oktober 1904 zur 2’B1’ umgebaut, um ihre Leistung besser mit französischen Verbundlokomotiven vergleichen zu können, bevor sie im Juli 1907 wieder zum Ten-Wheeler zurückgebaut wurde. Für den Umbau zur Atlantic-Lokomotive wurde das dritte Kuppelradpaar durch eine Nachlaufachse mit außenliegender Federung ersetzt, die einen Durchmesser von 1257 mm hatte. 1910 erhielt sie einen Kessel mit Überhitzer, 1912 wurde sie in 2971 umnummeriert und 1946 schließlich ausgemustert. Die Nr. 171 diente als Grundlage für die 1905 gestartete Serienproduktion, obwohl Churchward damals noch unsicher war, ob die Achsfolge 2’B1’ oder 2’C die besseren Eigenschaften bieten würde.
Serienlokomotiven
Zwischen 1905 und 1913 folgten sieben Lieferungen mit jeweils 5 bis 20 Lokomotiven, sodass der Endbestand inklusive der Vorserienmodelle 77 Exemplare umfasste, die nach 1912 die Betriebsnummern 2900–2955, 2971–2990 und 2998 trugen.[11.1] Die Lokomotiven mit den Nr. 2971,2972 und 2979 bis 2990 wurden zu Vergleichszwecken mit den aus Frankreich beschafften Verbundlokomotiven als Atlantic-Lokomotiven gebaut und später zu Ten-Wheeler umgebaut. 1948 kamen im Zuge der Nationalisierung der britischen Bahngesellschaften noch 47 Lokomotiven in den Bestand von British Railways (BR), darunter sechs ehemalige Atlantic-Lokomotiven. Die Nummern blieben unverändert, noch vorhanden waren Lokomotiven zwischen 2902 und 2989.[12]
Scotts
Die Unterklasse umfasste 19 Lokomotiven, die 1905 gebaut wurden. 13 Lokomotiven wurden als Atlantics mit den Nummern 172 und 179 bis 190 abgeliefert, 6 Lokomotiven gingen als Ten-Wheeler mit den Nummern 173 bis 178 in Betrieb. Die Lokomotiven erhielten 1912 neue Betriebsnummern, indem die führende 1 durch eine 29 ersetzt wurde. 1913 wurden alle Atlantic-Lokomotiven zu Ten-Wheeler umgebaut, weil diese durch die bessere Ausnutzung der Haftreibung höhere Zugkräfte ermöglichten. Zwölf Lokomotiven der Baureihe wurden nach Figuren aus den Romanen von Sir Walter Scott benannt. Die meisten anderen Namen stammen von Direktoren der GWR. Die Lokomotiven wurden in den Jahren 1931 bis 1951 ausgemustert. 1948 kamen noch sechs Lokomotiven zu British Railways, alles ehemalige Atlantics.[12]
Ladies
Zehn weitere Lokomotiven mit den Nummern 2901 bis 2910 wurden 1906 gebaut. Sie trugen Namen historischer, mythologischer oder poetischer Frauen. Auch dieses Lieferlos war nicht einheitlich:
- Die Nr. 2904 bis 2906 hatten kurze Kessel mit konischem Übergangsschuss vor der Feuerbüchse sowie kurze Rauchkammern
- Die Nr. 2902, 2903 und 2007 bis 2010 hatten längere Kessel mit einem konischen Kesselschuss vor der Feuerbüchse und lange Rauchkammern
- Die Nr. 2901 Lady Superior war die erste britische Lokomotive, die mit einem Schmidt-Überhitzer ausgestattet war.
Alle Lokomotiven außer der 2901 hatten Zylinder mit 460 mm (18⁄1-04 in) Durchmesser und 762 mm (30 in) Kolbenhub. Sie wurden zwischen 1909 und 1911 mit Swindon-Überhitzern Nr. 3 ausgestattet. Die Nr. 2903 Lady of Lyons stellte 1906 auf einem Gefälle von 3,3 ‰ einen inoffiziellen Geschwindigkeitsrekord auf. Die erreichte Geschwindigkeit betrug etwa 190 km/h (120 mph). Zwischen 1933 und 1952 wurden alle Lokomotiven ausgemustert, in den Bestand von BR kamen 1948 noch fünf Lokomotiven dieses Lieferloses.[12]
Saints
Eine dritte Serie von 20 weiteren Lokomotiven erschien 1907. Sie trugen die Nummern 2911 bis 2930 und wurde nach Heiligen benannt. Der Rahmen dieser Lokomotiven hatte lange, geschwungene Enden unter dem Führerhaus und über den Zylindern, was das eher eckige Aussehen der früheren Lokomotiven erheblich verbesserte. Sie waren mit Kesseln ausgerüstet, die einen konischen Kesselschuss hatten. Im Oktober 1908 wurde die Nr. 2922 Saint Gabriel mit einem Überhitzer der Bauart Swindon Nr. 2 ausgestattet. Zwischen 1909 und 1912 wurden die übrigen Lokomotiven mit Überhitzern der Bauart Swindon Nr. 3 ausgestattet. Die Saints wurden ab 1932 ausgemustert. Elf Maschinen kamen 1948 noch kurzzeitig in den Bestand von BR, wurden aber bis 1951 ausgemustert.[12] Nr. 2925 Saint Martin wurde im Dezember 1924 als Prototyp der Hall-Klasse mit kleineren Rädern ausgestattet um sie für Personen- und Güterzüge geeigneter zu machen. Sie erhielt die neue Nummer 4900, behielt aber ihren Namen bei.
Courts
Eine vierte Serie von 25 Lokomotiven mit den Nummern 2931 bis 2955 wurde in den Jahren 1911 bis 1913 gebaut. Sie erhielten die Namen berühmter berühmten Herrenhäusern (englisch Courts) benannt. Alle Lokomotiven waren ab Werk mit Überhitzern ausgestattet und hatten Zylinder mit einem Durchmesser von 18 Zoll (470 mm) statt 17,5 Zoll (457 mm) wie bei den anderen Klassen der Saints. Die Court-Lokomotiven waren deshalb geringfügig schwerer als die Lokomotiven der vorherigen Klassen, dafür aber mit einem leichteren Tender gekuppelt, der einen kleineren Wasservorrat von nur 15,9 m³ (3500 imp gal) statt 18,2 m³ (4000 imp gal). Die Nr. 2935 Caynham Court erhielt versuchsweise eine Ventilsteuerung der Bauart Lentz mit rotierender Nockenwelle. Sie war die einzige Lokomotive der GWR mit Ventilsteuerung.[1] Alle Courts kamen noch in den Bestand von British Railways und wurden zwischen 1948 und 1953 ausgemustert.[12]
Nachbau Nr. 2999 Lady of Legend
Keine Lokomotive der Saint-Klasse ist erhalten geblieben, es wurde jedoch von der Great Western Society eine Lokomotive der Saint-Klasse nachgebaut, die Nr. 2999 Lady of Legend. Die Grundlage bildete die Lokomotive Nr. 4942 Maindy Hall der Hall-Klasse, die 1974 vom Barry Scrapyard abgeholt wurde. Nach 30 Jahren Einlagerung und 15 Jahren Umbau fuhr die Lokomotive am April 2019 zum ersten Mal. Von der bestehenden Lokomotive wurden Kessel und Rahmen übernommen, die restlichen Teile entstanden im Neubau oder stammten von anderen Spenderlokomotiven. Die Lokomotive ist im Didcot Railway Centre beheimatet.[13]
Technik
Die Ten-Wheeler-Schlepptenderlokomotiven der Saint-Klasse besaßen die Achsfolge 2’C mit drei Kuppelachsen, die in einem Innernahmen gelagert waren, und einem führenden Laufachsdrehgestell. Der Antrieb erfolgte über zwei außenliegende Zylinder, die auf die zweite Kuppelachse wirkten. Die Zylinder waren horizontal unterhalb der Rauchkammer angeordnet, die Steuerung war von der Bauart Stephenson und trieb langhubige Kolbenschieber mit großem Durchmesser an, um Strömungsverluste klein zu halten. Mit einem Kesseldruck von 15,5 bar (225 psi) und einem Treibraddurchmesser von 2045 mm (6 ft 8½ in) erreichten die Lokomotiven eine Anfahrzugkraft von bis zu 108 kN.
Bei der Saint-Klasse wurde erstmals der GWR-Standardkessel Nr. 1 verwendet, der erste konisch ausgeführte Kessel, der in Großbritannien bei einer in Serie gefertigten Baureihe eingesetzt wurde. Der Begriff konisch bezieht sich auf den Langkessel, der einen Durchmesser von 1500 mm am vorderen Ende und 1676 mm am hinteren Ende hatte. Durch diese Form gelangte mehr Wasser in die Nähe des Belpaire-Stehkessels, wodurch die Strahlungsheizfläche der Feuerbüchse effizienter genutzt werden konnte. Gleichzeitig ließ sich der Übergang zwischen Steh- und Langkessel festigkeitsmäßig günstiger ausbilden. Der kleinere Durchmesser im vorderen Bereich und die dadurch geringere Wassermenge sorgten zudem für eine Entlastung des vorderen Lokomotivteils, das ohnehin schon durch das Gewicht des Zylinderblocks stark beansprucht war.
Der Standardkessel Nr. 1 wurde für zahlreiche spätere Baureihen der GWR verwendet. Er kam bei den Lokomotiven der Hall-Klasse, Castle-Klasse und King-Klasse sowie auch bei den Güterzuglokomotiven der Klasse 2800, die Lokomotiven der Grange-Klasse für gemischte Dienste und der Modified-Hall-Klasse zur Anwendung.[2]
Tabellen
| Jahr | Stückzahl | Los Nr. | Werknummern | Lok-Nr. (vor 1912) | Lok-Nr. (nach 1912) | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1902 | 1 | 132 | 1928 | 100 | 2900 | |
| 1903 | 1 | 138 | 1990 | 98 | 2998 | |
| 1903 | 1 | 145 | 2024 | 171 | 2971 | |
| 1905 | 9 | 154 | 2106–2114 | 172–180 | 2972–2980 | Scott-Klasse |
| 1905 | 10 | 158 | 2128–2137 | 181–190 | 2981–2990 | Scott-Klasse |
| 1906 | 10 | 164 | 2199–2208 | 2901–2910 | 2901–2910 | Lady-Klasse |
| 1907 | 20 | 170 | 2259–2278 | 2911–2930 | 2911–2930 | Saint-Klasse |
| 1911 | 10 | 185 | 2426–2435 | 2931–2940 | 2931–2940 | Court-Klasse |
| 1912 | 10 | 189 | 2476–2485 | 2941–2950 | 2941–2950 | Court-Klasse |
| 1913 | 5 | 192 | 2506–2510 | — | 2951–2955 | Court-Klasse |
| Nr. | Name | Baujahr | Ausgemustert | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 2900 | William Dean | Feb. 1902 | Juni 1932 | Ursprünglich unbenannt. Trug von Juni bis November 1902 den Namen Dean. |
| 2901 | Lady Superior | Mai 1906 | Apr. 1933 | Benannt im Oktober 1906 |
| 2902 | Lady of the Lake | Mai 1906 | Aug. 1949 | Benannt im April 1907 |
| 2903 | Lady of Lyons | Mai 1906 | Nov. 1949 | Benannt im April 1907 |
| 2904 | Lady Godiva | Mai 1906 | Okt. 1932 | Benannt im April 1907 |
| 2905 | Lady Macbeth | Mai 1906 | Apr. 1948 | Benannt im April 1907 |
| 2906 | Lady of Lynn | Mai 1906 | Aug. 1952 | Benannt im Mai 1907. Treibstangen für die Nr. 2999 Lady of Legend verwendet |
| 2907 | Lady Disdain | Mai 1906 | Juli 1933 | Benannt im April 1907 |
| 2908 | Lady of Quality | Mai 1906 | Dez. 1950 | Benannt im Mai 1907 |
| 2909 | Lady of Provence | Mai 1906 | Nov. 1931 | Benannt im Mai 1907 |
| 2910 | Lady of Shalott | Mai 1906 | Okt. 1931 | Benannt im Mai 1907. Dampfpfeife für die Nr. 2999 Lady of Legend verwendet |
| 2911 | Saint Agatha | Aug. 1907 | März 1935 | |
| 2912 | Saint Ambrose | Aug. 1907 | Feb. 1951 | |
| 2913 | Saint Andrew | Aug. 1907 | Mai 1948 | |
| 2914 | Saint Augustine | Aug. 1907 | Jan. 1946 | |
| 2915 | Saint Bartholomew | Aug. 1907 | Okt. 1950 | |
| 2916 | Saint Benedict | Aug. 1907 | Juli 1948 | |
| 2917 | Saint Bernard | Aug. 1907 | Okt. 1934 | |
| 2918 | Saint Catherine | Aug. 1907 | Feb. 1935 | |
| 2919 | Saint Cuthbert | Sep. 1907 | Feb. 1932 | Ursprünglich Saint Cecelia genannt; im Oktober 1907 umbenannt |
| 2920 | Saint David | Sep. 1907 | Okt. 1953 | Die letzte Saint, die ausgemustert wurde |
| 2921 | Saint Dunstan | Sep. 1907 | Dez. 1946 | |
| 2922 | Saint Gabriel | Sep. 1907 | Jan. 1945 | |
| 2923 | Saint George | Sep. 1907 | Okt. 1934 | |
| 2924 | Saint Helena | Sep. 1907 | März 1950 | |
| 2925 | Saint Martin | Sep. 1907 | Dez. 1924 | Umgebaut zum Prototyp der Hall-Klasse |
| 2926 | Saint Nicholas | Sep. 1907 | Sep. 1951 | |
| 2927 | Saint Patrick | Sep. 1907 | Dez. 1951 | |
| 2928 | Saint Sebastian | Sep. 1907 | Aug. 1948 | |
| 2929 | Saint Stephen | Sep. 1907 | Dez. 1949 | |
| 2930 | Saint Vincent | Sep. 1907 | Nov. 1949 | |
| 2931 | Arlington Court | Okt. 1911 | Feb. 1951 | |
| 2932 | Ashton Court | Okt. 1911 | Juni 1951 | |
| 2933 | Bibury Court | Nov. 1911 | Jan. 1953 | |
| 2934 | Butleigh Court | Nov. 1911 | Juni 1952 | |
| 2935 | Caynham Court | Nov. 1911 | Dez. 1948 | |
| 2936 | Cefntilla Court | Nov. 1911 | Apr. 1951 | |
| 2937 | Clevedon Court | Dez. 1911 | Juni 1953 | |
| 2938 | Corsham Court | Dez. 1911 | Aug. 1952 | |
| 2939 | Croome Court | Dez. 1911 | Dez. 1950 | |
| 2940 | Dorney Court | Dez. 1911 | Jan. 1952 | |
| 2941 | Easton Court | Mai 1912 | Dez. 1949 | |
| 2942 | Fawley Court | Mai 1912 | Dez. 1949 | |
| 2943 | Hampton Court | Mai 1912 | Jan. 1951 | |
| 2944 | Highnam Court | Mai 1912 | Nov. 1951 | |
| 2945 | Hillingdon Court | Juni 1912 | Juni 1953 | |
| 2946 | Langford Court | Juni 1912 | Nov. 1949 | |
| 2947 | Madresfield Court | Juni 1912 | Apr. 1951 | |
| 2948 | Stackpole Court | Juni 1912 | Nov. 1951 | |
| 2949 | Stanford Court | Mai 1912 | Jan. 1952 | |
| 2950 | Taplow Court | Mai 1912 | Sep. 1952 | |
| 2951 | Tawstock Court | März 1913 | Juni 1952 | |
| 2952 | Twineham Court | März 1913 | Sep. 1951 | |
| 2953 | Titley Court | März 1913 | Feb. 1952 | |
| 2954 | Tockenham Court | März 1913 | Juli 1952 | |
| 2955 | Tortworth Court | Apr. 1913 | Mai 1950 | |
| 2971 | Albion | Dez. 1903 | Feb. 1946 | Erbaut als Nr. 171. Im Februar 1904 benannt Albion. Im Oktober 1904 zur Atlantic umgebaut. Im März 1907 in The Pirate umbenannt. Im Juli 1907 zum Ten-Wheeler zurückgebaut und wieder Albion benannt. 1913 zu 2971 umnummeriert. |
| 2972 | The Abbot | Feb. 1905 | März 1935 | Erbaut als Atlantik Nr. 172 Quicksilver, benannt nach einer Postkutsche, die zwischen London und Devonport verkehrte.[14.1] Im März 1907 umbenannt. Im April 1912 in Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2973 | Robins Bolitho | März 1905 | Juli 1933 | Erbaut als Nr. 173 |
| 2974 | Lord Barrymore | März 1905 | Aug. 1933 | Erbaut als Nr. 174 Barrymore. Im Mai 1905 umbenannt |
| 2975 | Lord Palmer | März 1905 | Nov. 1944 | Erbaut als unbenannte Nr. 175. 1907 Viscount Churchill benannt. Im Februar 1924 in Sir Ernest Palmer umbenannt. Im Oktober 1933 in Lord Palmer umbenannt. |
| 2976 | Winterstoke | Apr. 1905 | Jan. 1934 | Erbaut als unbenannte Nr. 176. Im April 1907 den Namen erhalten. |
| 2977 | Robertson | Apr. 1905 | Feb. 1935 | Erbaut als unbenannte Nr. 177. Im April 1907 den Namen erhalten. |
| 2978 | Charles J. Hambro | Apr. 1905 | Aug. 1946 | Erbaut als Nr. 178 Kirkland, benannt nach dem Rennpferd von Sir Frank Bibby.[14.2] Im Mai 1935 umbenannt. |
| 2979 | Quentin Durward | Apr. 1905 | Jan. 1951 | Erbaut als Nr. 179 Magnet. Im März 1907 umbenannt. Im August 2012 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2980 | Coeur de Lion | Mai 1905 | Mai 1948 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 180. Im März 1907 benannt nach der französischen Bezeichnung von Richard Löwenherz. Die Rivalität zwischen den Angelsachsen und den Normannen in seiner Abwesenheit ist Thema des Romans Ivanhoe von Sir Walter Scott. Im Januar 1913 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2981 | Ivanhoe | Juni 1905 | März 1951 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 181. 1907 den Namen erhalten. Im Juli 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2982 | Lalla Rookh | Juni 1905 | Juni 1946 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 182. 1906 den Namen erhalten. Im November 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2983 | Redgauntlet | Juli 1905 | März 1946 | Erbaut als Nr. 183 Red Gauntlet. Im April 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. Im Juni 1915 in Redgauntlet umbenannt. |
| 2984 | Guy Mannering | Juli 1905 | Mai 1933 | Erbaut als Nr. 184 Churchill. Im Juni 1906 in Viscount Churchill umbenannt. 1907 in Guy Mannering umbenannt. Im August 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2985 | Peveril of the Peak | Juli 1905 | Aug. 1931 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 185. Im Februar 1906 Winterstoke benannt. Im April 1907 in Peveril of the Peak umbenannt. Im Mai 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. Im August 1931 als erste Lokomotive der Saint-Klasse planmäßig ausgemustert. |
| 2986 | Robin Hood | Juli 1905 | Nov. 1932 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 186. Im April 1906 benannt. Im Mai 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2987 | Bride of Lammermoor | Aug. 1905 | Okt. 1949 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 187. Im November 1905 nach dem GWR-Direktor Robertson benannt[14.3] November 1905. Im April 1907 in Bride of Lammermoor umbenannt. Im Juni 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2988 | Rob Roy | Aug. 1905 | Mai 1948 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 188. 1907 benannt. Im Mai 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2989 | Talisman | Sep. 1905 | Sep. 1948 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 189. 1906 benannt. Im Oktober 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2990 | Waverley | Sep. 1905 | Jan. 1939 | Erbaut als unbenannte Atlantic Nr. 190. 1906 benannt. Im November 1912 zum Ten-Wheeler umgebaut. |
| 2998 | Ernest Cunard | März 1903 | Juni 1933 | Erbaut als unbenannte Nr. 98. 1906 Persimmon benannt. Im März 1907 in Vanguard umbenannt. Im Dezember 1907 in Ernest Cunard umbenannt. 1913 in 2998 umnummeriert. |
| 2999 | Lady of Legend | 2019 | 1929 erbaut als Hall-Klasse Nr. 4942 Maindy Hall. 1963 ausgemustert. 1974 vom Schrottplatz der Woodham Brothers geholt. Ab 1995 zur Saint-Klasse umgebaut. Erste Fahrt im April 2019. |
| Jahr | Anzahl in Betrieb am Jahresbeginn |
Anz. ausgemustert | insgesamt ausgemustert |
Betriebsnummern |
|---|---|---|---|---|
| 1924 | 77 | 1 | 1 | 2925 |
| 1931 | 76 | 3 | 4 | 2909, 2910, 2985 |
| 1932 | 73 | 4 | 8 | 2900, 2904, 2919, 2986 |
| 1933 | 69 | 6 | 14 | 2901, 2907, 2973, 2974, 2984, 2098 |
| 1934 | 63 | 4 | 18 | 2917, 2923, 2976, 2982 |
| 1935 | 59 | 4 | 22 | 2911, 2918, 2972, 2977 |
| 1939 | 55 | 1 | 23 | 2990 |
| 1944 | 54 | 2 | 25 | 2922, 2975 |
| 1945 | 52 | 1 | 26 | 2921 |
| 1946 | 51 | 4 | 30 | 2914, 2971, 2978, 2983 |
| 1948 | 47 | 8 | 38 | 2905, 2913, 2916, 2928, 2935, 2980, 2988, 2989 |
| 1949 | 39 | 8 | 46 | 2902, 2903, 2929–30, 2941, 2942, 2946, 2987 |
| 1950 | 31 | 5 | 51 | 2908, 2915, 2924, 2939, 2955 |
| 1951 | 26 | 13 | 64 | 2912, 2926, 2927, 2931, 2932, 2936, 2943, 2944, 2947, 2948, 2952, 2979, 2981 |
| 1952 | 13 | 9 | 73 | 2906, 2934, 2938, 2940, 2949, 2951, 2953, 2954 |
| 1953 | 4 | 4 | 77 | 2920, 2933, 2937, 2945 |
Literatur
- O. S. (Oswald Stevens) Nock: Great Western "Saint" class 4-6-0. P. Stephens, Cambridge [Cambridgeshire] 1983, ISBN 978-0-85059-632-8 (archive.org).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d 2900 4-6-0 GWR Churchward Saint 2902-2989. In: Preserved British Steam Locomotives. 14. Juni 2017, abgerufen am 11. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b GWR standard boilers – a beginners guide. In: GWR Modelling. Abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ O. S. (Oswald Stevens) Nock: The pocket encyclopaedia of British steam locomotives in colour. Blandford, London 1964, ISBN 978-0-7137-0350-4, 109: A Great Western Saint, S. 154 (englisch, archive.org [abgerufen am 8. Dezember 2025]).
- ↑ 2900 'Saint' class introduction. In: The Great Western Archive. Abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ O. S. (Oswald Stevens) Nock: Great Western "Saint" class 4-6-0. P. Stephens, Cambridge [Cambridgeshire] 1983, ISBN 978-0-85059-632-8 (englisch, archive.org).
- ↑ GWR 102, 103 und 104. In: Britische Bahn Wiki. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Great Western Railway class 2900 “Saint” ( also „Scott”, „Lady” and „Court”). In: loco-info.com. Abgerufen am 11. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ 4-6-0 Steam Locomotives in Great Britain: Class Albion/Lady/Saint (Locobase 13312). In: steamlocomotive.com. Abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ John Daniel: 'Saint' class details, 2900 - 2924. In: The Great Western Archive. 16. April 2013, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ John Daniel: 'Saint' class details, 2971 - 2998. In: The Great Western Archive. 16. April 2013, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ GWR Churchward "2900" Class 4-6-0. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
- ↑ Summary
- ↑ a b c d e Hugh Longworth: British Railways Steam Locomotives 1948–1968, Oxford Publishing, 2. Auflage, Hersham 2013, ISBN 978-0-86093-660-2, S. 38
- ↑ Nr. 2999 - Lady of Legend. In: Didcot Railway Centre. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Ken Davies: The locomotives of the Great Western Railway. 14: Names and their origins, railmotor services, war service, the complete preservation story. Railway Correspondence and Travel Society, 1993, ISBN 978-0-901115-75-1.