Getränck

German

Alternative forms

  • Geträncke

Noun

Getränck n (strong, genitive Getränckes or Geträncks, plural Geträncke)

  1. obsolete spelling of Getränk (drink)
    • 1595 October 29, Von Gottes Gnaden / Wir Johann Caſimir / Herꜩog zu Sachſſen / Landgraff in Duͤringen / vnd Marggraff zu Meiſſen / ꝛc. Entbieten allen vnd jeꜩlichen vnſern / vnd deß Hochgebornen Faͤrſten / Herꝛn Johann Ernſten / Herꜩogen zu Sachſſen / etc. vnſers freundlichen lieben Brudern / Prælaten / Graffen / Herren / denen von der Ritterſchafft / Raͤthen / Haupt: vnd Amptleuten / Amptvorweſern / Schoͤſſern / Schultheiſſen / Gleitsleuten / Caßnern / Centgraffen / vnd in gemeine allen unſern Dienern / Auch Burgermeiſtern / vnd Raͤthen der Staͤdte / Gemeynden vnd allen andern unſern vnd ſeiner L. Vaterthanen vnd Verwandten / unſern Gruß / Gnade / vnd alles gutes zuvor. Ehrwuͤrdige / Wuͤrdige / Wolgeborne / Edle / Hochgelehrte / lieben andaͤchtige / Raͤthe / vnd Getrewen. Wir tragen keinen Zweiffel / Ihr werdet euch zuerinnern wiſſen / welcher geſtalt auff nechſtgehaltenem Landtage zu Coburgk / verſchienen 94. Jars / von euch ſaͤmpflichen unſerer getrewen Landſchafften / in Francken vnd Duͤringen / die vorige Stewer deß zehenden Pfennings / von allem Getraͤnck / auff ſechs Jahrlang / zu einer getrewen huͤllfe / auß ſchuldiger Vnterthenigkeit / ferner erſtrecket vnd bewilliget / vnd darmit Quaſtmododeniti / dieſes inſtehenden 95. Jars / der Anfang gemacht worden[1], page 10:
      Wo auch jemandes nicht ſelbſt brawes / oder eygenen erwachſſenen Wein hat / ſondern Wein vnd Bier / in oder auſſerhalb Landes erkaufft / vnd zu ſich bringt / der ſoll mit beglaubten Zetteln beſcheinen / vnd den Zehendmeiſtern dieſelbe vor dem einlegen lieffern / wo vnd bey wem ſolch Getraͤnck genommen / vnd ob die Tranckſtewer davon allbereit entrichtet oder nicht / welcher aber vngeachtet dieſer vnſerer Verordnung / einig Getraͤnck / vnangezeiget / vnbeſcheinet vnd vnbeſichtiget einlegen wird / daſſelbe Getraͤnck / ſoll vns verfallen ſeyn / vnd nach deſſelben Werth geloͤſet / oder außgeſchenckt / vnd das Geld vnter die Straffen berechnet werden.
      Wherever anyone does not have their own wine or beer, but purchases wine and beer within or outside the country and brings it to their home, they shall provide certified receipts and deliver them to the tax collectors before storing the goods, stating where and from whom such beverages were purchased and whether the beverage tax has already been paid or not. However, anyone who, regardless of this regulation, stores any beverages without reporting them, without receipts and without inspection shall forfeit the same beverage to us, and it shall be redeemed or served according to its value, and the money shall be calculated among the penalties.
    • 1585, Joachim Cureus, translated by Heinrich Rätteln, Schleſiſche General Chronica, Darinnen Warhaffte eigentliche und kurꜩe Beſchreibung / Des Landes Ober vnd Nider Schleſten / Ankunfft / Namen / Herkommen / deren Herꜩogen / Fuͤrſtenthuͤmern / Stedten / Schloͤssern / Siꜩen / derſelben Vermehrungen / Reyſen und Verwaͤchßlungen / inſonderheit der weitberuͤhmbten herrlichen Stadt Breßlaw und Fuͤrſtenthumbs Glogaw / etc. Aus alten und newen Schrifften und Chronicken zuſammen gezogen. Auch was ſtch mit den vmbliegenden Lendern vnd Voͤlckern / Aus Behemen / Polen / Moſchowitern / Littawern / Tattern / Tuͤrcken / biß zu Koͤnig Ludwigs zu Ungern Untergang vnd nach demſelben / biß auff dieſe jeꜩige zeit begeben vnd zugetragen hat: Erſtlich Durch den Hochgelarten Herrn Ioachimum Cureum Freyſtadienſem, der Arꜩney Doctorn / etc. ſeligen / in Lateiniſcher Sprach beſchrieben[2], pages 181–182:
      Er ward kranck in Oſterfeyertagen / Denn nach dem er die Faſte ober ſich ſchr abgehuͤngert / hatte er nach verflieſſung derſelben / auff ein Malzeit dreyꜩehen junge Huͤner auffgefreſſen / vnd mancherley Getraͤnck vberfluͤſsig in ſich geſchuͤt / dadurch fiel er in eine Kranckheit.
      He fell ill during the Easter holidays because, after having starved himself during Lent, he ate thirteen young chickens in one meal after breaking his fast and consumed an excessive amount of various beverages, which caused him to fall ill.
    • 1682, Johann Sigismund Elsholtz, Diæteticon: Das iſt / Newes Tiſch-Buch / Oder Unterricht von Erhaltung guter Geſundheit durch eine ordentliche Diaͤt / und inſonderheit durch rechtmaͤßigen Gebrauch der Speiſen / und des Getraͤncks. In Sechs Buͤcher auff eine ſehr bequeme Weiſe / und in richtiger Ordnung abgefaßt: auch mit noͤhtigen Figuren gezieret / und mit vollkommenen Regiſtern verſehen[3], Cölln, page 284:
      Wir machen alſo den anfang vom Waſſer / bevorab weil ſelbiges der Sterblichen erſtes Getraͤnck geweſen / mit welchem allein ſie ihren Durſt verguuͤget / ſo lange die annoch unſchuldige Kindheit der erſchaffenen Welt gedawert.
      So we begin with water, because it was the first drink of mortals, with which alone they quenched their thirst as long as the innocent childhood of the created world lasted.
    • 1886, Eduard Maria Schranka, Ein Buch vom Bier. Cereviſiologiſche Studien und Skizzen[4], volume 2, Frankfurt an der Oder, page 300:
      Wie aber ſolche vnnd dergleichen Getränck bereytet werden, das gedenket er gar nicht, dieweil es gemeine vnd bekannte Getränck der Innwohner der gemeldeten Landtſchafften geweſen ſind, wie ſie dannoch auf den heutigen Tag an den gemeldeten Orten bereytet werden, vud in täglichem gebrauch ſeindt, derowegen nicht zu zweiffeln, daß der Alten Zythum vnd Curmi eben dieſer Getränck Arten vnnd Sorten ſein die wir Bier nennen, daß aber Dioscorides auch von dem Curmi, welches kein ander Getränck iſt, dann eben das Bier wie es heutiges Tages noch in Engellandt von dem Weyꜩen vnd der Gerſten gemacht wird, meldung thut, daß es Hauptwehethumb mache, böſe Feuchten generier vnd gebere vnnd die Neruen beſchädige, iſt allein von dem Uberfluß vnnd Mißbrauch zu verſtehen, dann das Engliſch Bier mäßig gebraucht, machet ein gut Geblüt, nehret vund ſpeiſet wol, machet ein ſchöne vnd lebliche geſunde Farb, wie man an den Eywohnern des Landts zu ſehen hat, vnd wir auch ſelbſt an dieſem Biere erfahren haben, Solches aber vnmäßig zum zu trincken vnnd Füllerey gebraucht, macht Hauptwehethumb vnnd thut den Neruen Schaden, welches nit allein von dem Bier ſondern auch von den allerbeſten Wein den Vollſäuffern widerfehret.
      However, he does not mention how such and similar beverages are prepared, since they were common and well-known beverages of the inhabitants of the aforementioned regions, as they are still prepared today in the aforementioned places and are in daily use, so there is no doubt that the ancient Zythum and Curmi are precisely those types and varieties of drink that we call beer, but that Dioscorides also says of Curmi, which is no other drink than the beer that is still made today in England from wheat and barley, that it causes headaches, generates and produces evil dampness and damages the nerves, can only be understood as referring to excess and abuse, for English beer, when consumed in moderation, improves the blood, nourishes and feeds well, and gives a beautiful, lively and healthy complexion, as can be seen in the inhabitants of the country, and as we ourselves have experienced with this beer. However, drinking it immoderately and to excess causes headaches and damages the nerves, which happens not only with beer but also with the very best wine for heavy drinkers.

Notes

The "standard" form of Getränk until its now-standard spelling displaced it c. 1650; thereafter, it gradually declined in use until becoming obsolete c. 1800.

Declension