Zückshut
Zückshut Gemeinde Breitengüßbach
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 58′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 273 (262–290) m ü. NHN |
| Fläche: | 1,54 km²[1] |
| Einwohner: | 362 (1. Jan. 2020)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 235 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96149 |
| Vorwahl: | 09544 |
Zückshut ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Breitengüßbach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Zückshut hat eine Fläche von 1,544 km². Sie ist in 478 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3229,68 m² haben.[1][4]
Geografie
Das Kirchdorf liegt am Kesselgraben, dem linken Oberlauf des Güßbachs. Im Süden grenzt der Zückshuter Forst an. Die Kreisstraße BA 16 führt nach Laubend (1,4 km südöstlich) bzw. nach Breitengüßbach zur Bundesstraße 4 (2,9 km westlich).[5]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zückshut aus 16 Anwesen (1 Söldenhaus, 9 Häuser mit Stadel, 2 Söldenhäuslein, 2 Tropfhäuser, 2 Halbhäuser) und einem Gemeindehirtenhäuslein. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Hallstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Hallstadt.[6] Die Viehzucht, der Obst- und Getreidebau reicht nur für die Eigenversorgung aus.[7]
Im Jahre 1802 kam Zückshut an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Zückshut gebildet, zu dem Laubend gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstanden die Ruralgemeinde Zückshut, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[8] Am 1. Mai 1949 wurde Laubend nach Memmelsdorf umgemeindet. Dadurch verringerte sich die Gebietsfläche der Gemeinde von 3,392 km²[9] auf 1,548 km².[10]
Am 1. Mai 1978 wurde Zückshut im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Breitengüßbach eingegliedert.[11][12]
Baudenkmäler
- Hauptstraße 27: Katholische Kapelle Marienkrönung[13]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Zückshut
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 158 | 240 | 216 | 223 | 236 | 226 | 236 | 242 | 256 | 253 | 262 | 273 | 260 | 265 | 256 | 261 | 272 | 307 | 296 | 453 | 253 | 260 | 290 | 325 |
| Häuser[14] | 40 | 41 | 44 | 45 | 45 | 48 | 34 | 51 | ||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [15] | [15] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [15] | [23] | [15] | [24] | [15] | [9] | [25] | [25] | [25] | [10] | [25] | [26] | [27] |
Ort Zückshut
| Jahr | 1799 | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 61 | 80 | 133 | 126 | 132 | 128 | 143 | 253 | 290 | 325 | 329 | 362 |
| Häuser[14] | 17 | 23 | 25 | 25 | 27 | 34 | 51 | 83 | ||||
| Quelle | [7] | [8] | [16] | [18] | [21] | [23] | [9] | [10] | [26] | [27] | [28] | [2] |
Religion
Zückshut ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Breitengüßbach) gepfarrt.[6][26]
Die Kirche wurde 1772 errichtet und im Jahre 1926 durch einen Blitzeinschlag zerstört, danach wieder aufgebaut und 1943 an die Gemeinde Breitengüßbach verkauft. 2006 wurde die Kirche renoviert.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Zückshut. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 540–541 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Zückshut. In: breitenguessbach.de. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
- Zückshut in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 2. Februar 2023.
- Zückshut in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- Zückshut im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Gemarkung Zückshut (092349). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ a b Gemeinde Breitengüßbach – Zahlen und Daten. Abgerufen am 2. Februar 2023.
- ↑ Gemeinde Breitengüßbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 189.
- ↑ a b J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 540f.
- ↑ a b c W. Weiß: Bamberg, S. 280.
- ↑ a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1016 (Digitalisat).
- ↑ a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 884 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Breitengüßbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Breitengüßbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ a b Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 137, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 834, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 127 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1004, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 48 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 140 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 950 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 140 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 995–996 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 140 (Digitalisat).
- ↑ a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).