Leimershof

Leimershof
Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 58′ O
Höhe: 360 m ü. NHN
Einwohner: 10 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 96149
Vorwahl: 09547

Leimershof (früher Leimertshof genannt[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Breitengüßbach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Leimershof liegt in der Gemarkung Hohengüßbach.[4]

Geografie

Die Einöde ist im Westen und Süden von ausgedehnten Feldern mit Photovoltaikanlagen umgeben und im Norden und Osten durch einen Golfplatz. Die Kreisstraße BA 6/BA 10 führt nach Hohengüßbach (1,7 km westlich) bzw. nach Starkenschwind (2 km südöstlich).[5]

Geschichte

Das Gut Leimertshof wurde im Jahr 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Zum damaligen Zeitpunkt gelangte der Hof zum Kloster Langheim. Im 16. Jahrhundert wurde der Hof an Privatleute veräußert. 1615 erwarben die Bamberger Jesuiten das Anwesen und nutzten es als Rekreationshaus.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Leimertshof aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte die Verwaltung Sambach der Universität Bamberg.[7]

Im Jahre 1802 kam Leimertshof an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Leimertshof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Starkenschwind und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Starkenschwind zugewiesen. 1836 wurde Leimertshof der neu gebildeten Gemeinde Hohengüßbach überwiesen. Am 21. Februar 1894 wurde per Reskript die Schreibweise in die heutige Form abgeändert.[2] Am 1. Januar 1972 wurde Leimershof im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Breitengüßbach eingegliedert.[8]

Baudenkmäler

  • Gutshof mit Scheune, Gesindehäuser, Stallstadel und Hofeinfahrt[9]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 26 25 24 31 24 23 45 30 33 10
Häuser[10] 5 4 3 3 4 5 2
Quelle [2] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion

Leimershof ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Leonhard (Breitengüßbach) gepfarrt,[7] ab dem 19. Jahrhundert war die Pfarrei St. Kilian (Scheßlitz) zuständig[11] und seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es die Kuratie Mariä Heimsuchung (Hohengüßbach).[16]

Literatur

Commons: Leimershof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).
  2. a b c W. Weiß: Bamberg, S. 248.
  3. Gemeinde Breitengüßbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  4. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  5. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  6. Leimershof auf der Website breitenguessbach.de
  7. a b W. Weiß: Bamberg, S. 141f.
  8. Breitengüßbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  9. Denkmalliste für Breitengüßbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  10. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  11. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 948 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 992 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).