Hohengüßbach
Hohengüßbach Gemeinde Breitengüßbach
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 10° 56′ O |
| Höhe: | 353 (350–356) m ü. NHN |
| Fläche: | 4,39 km²[1] |
| Einwohner: | 181 (1. Jan. 2020)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 41 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96149 |
| Vorwahl: | 09547 |
Luftbild (2024)
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Hohengüßbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Breitengüßbach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Hohengüßbach hat eine Fläche von 4,387 km². Sie ist in 541 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8109,01 m² haben.[1] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Leimershof.[4]
Geografie
Nördlich des Kirchdorfes fließt der Zeilangergraben, der rechte Oberlauf des Güßbachs. Die Kreisstraße BA 6 führt nach Sassendorf (1,2 km nördlich) bzw. zur Kreisstraße BA 16 (2,2 km südwestlich), die westlich nach Breitengüßbach zur Bundesstraße 4 bzw. östlich nach Zückshut verläuft.[5]
Geschichte
Hohengüßbach wurde erstmals im Jahr 1371 schriftlich erwähnt. Der Ort gehörte ursprünglich zum Kloster St. Maria und St. Theodor am Kaulberg. Neben einigen landwirtschaftlichen Anwesen gab es schon früh eine kleine Kirche, ein Schulhaus und ein Hirtenhaus.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hohengüßbach aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Memmelsdorf aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte die Verwaltung Sambach der Universität Bamberg.[7]
Im Jahre 1802 kam Hohengüßbach an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Hohengüßbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Starkenschwind und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Starkenschwind zugewiesen. 1836 wurde die Gemeinde Hohengüßbach gebildet, zu der Leimershof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,574 km².[9]
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Hohengüßbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Breitengüßbach eingegliedert.[10][11]
Baudenkmäler
In Hohengüßbach gibt es vier Baudenkmäler:[12]
- Hohengüßbacher Straße 11: Katholische Kuratiekirche Mariä Heimsuchung
- Bildstock
- Wegkreuz
- Statue des heiligen Johannes Nepomuk
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Hohengüßbach
| Jahr | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 193 | 205 | 200 | 219 | 220 | 212 | 213 | 239 | 227 | 216 | 209 | 201 | 197 | 198 | 228 | 230 | 204 | 171 | 238 | 265 | 248 | 226 | 211 |
| Häuser[13] | 37 | 38 | 38 | 37 | 38 | 38 | 41 | ||||||||||||||||
| Quelle | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [25] | [25] | [25] | [26] | [25] | [9] | [27] |
Ort Hohengüßbach
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 155 | 194 | 188 | 196 | 176 | 207 | 220 | 196 | 176 | 163 | *181 |
| Häuser[13] | 29 | 34 | 34 | 35 | 34 | 36 | 44 | ||||
| Quelle | [8] | [15] | [17] | [20] | [22] | [24] | [26] | [9] | [27] | [28] | [2] |
Religion
Hohengüßbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Breitengüßbach) gepfarrt.[7][9]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hohengüßbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 731–732 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Hohengüßbach mit Gut Leimershof. In: breitenguessbach.de. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
- Hohengüßbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 2. Februar 2023.
- Hohengüßbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- Hohengüßbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 15. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Gemarkung Hohengüßbach (092194). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ a b Zahlen und Daten. In: breitenguessbach.de. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Gemeinde Breitengüßbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Hohengüßbach auf der Website breitenguessbach.de
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 131.
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 248.
- ↑ a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 429.
- ↑ Breitengüßbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Breitengüßbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ a b Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 127 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 48 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 139 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 948 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 139 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 992 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 139 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).
- ↑ a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 134, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).