Jauch (Hanseatengeschlecht)

Jauch ist der Name einer bürgerlichen Familie, die seit der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert im thüringischen „Sultza Villa“, den damals als Einheit verstandenen Orten Dorfsulza und Bergsulza, nachweisbar ist. Dort erscheinen die Jauchs zunächst als besessene Männer – freie, mit erblichen Gütern belehnte Bauern.[1] Seit dem frühen 19. Jahrhundert zählt die Familie zu den Hamburger Hanseaten. Ältere Linien waren in Mecklenburg, Polen und im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg ansässig, wo Angehörige in militärischen und kirchlichen Ämtern hervortraten.

Die Familiengeschichte ist von mehrfachen sozialen und räumlichen Veränderungen geprägt, die mit dem Übergang vom bäuerlichen Stand zum Stadtbürgertum in Sulza einsetzten – seit Beginn der gesicherten Stammfolge im 17. Jahrhundert sind die Angehörigen der Familie als Ackerbürger und zünftige Handwerker in Stadtsulza belegt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verließ Johann Christian Jauch der Ältere das kriegs- und flutgeschädigte, wirtschaftlich geschwächte Stadtsulza und trat in den Kammerdienst der Herzogin von Mecklenburg-Güstrow ein; Söhne und Enkel wurden Offiziere in Diensten Augusts des Starken, später Augusts III. im Königreich Polen. Diese polnischen Zweige wurden seit dem Generalmajor Joachim Daniel Jauch in der polnischen,[2] teils auch deutschen[3] Literatur unzutreffend dem Adelsstand zugerechnet;[A 1] sie erloschen im 18. Jahrhundert.

Nachdem das Herrscherhaus Mecklenburg-Güstrow ausgestorben war und seine Frau Ingeborg, Kammerfrau der letzten Herzogin, ebenfalls nicht mehr lebte, wechselte Johann Christian mit einem Teil seiner Kinder zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus der Residenz Güstrow nach Lüneburg. Dort stieg die Familie in akademisch geprägte Bildungs- und Berufsstände auf; Familienmitglieder waren als Geistliche und Juristen, aber auch als Kaufleute vertreten. Nach der Verlegung des Handelsgeschäfts von Lüneburg nach Hamburg in der Mitte des 18. Jahrhunderts, ausgelöst durch die wirtschaftliche Stagnation Lüneburgs nach dem Niedergang des Salzhandels, wurden die Jauchs Teil des hanseatischen Großbürgertums, aus dem auch die heute lebenden Mitglieder der Familie hervorgegangen sind. In den folgenden Generationen erwarben sie Güter in Schleswig-Holstein und später Kaffeeplantagen in Guatemala.

Überblick

Hanseaten

Aufstieg in die hanseatische Oberschicht

Das Handelsgeschäft der Familie wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem wirtschaftlich stagnierenden Lüneburg nach Hamburg verlegt. Hamburg hatte sich seit etwa 1650 zu einer der bevölkerungsreichsten Städte des Alten Reiches und zu einem führenden Handelsplatz entwickelt; als aus dem Dreißigjährigen Krieg wohlhabend hervorgegangene, bürgerlich regierte Stadtrepublik bot es Kaufleuten günstige Entfaltungsmöglichkeiten. Ungeachtet des in Hamburg untersagten Adels – Adelige konnten weder Grundbesitz in der Stadt erwerben noch städtische Ämter bekleiden[4] – und des Fehlens eines erblichen Patriziats, das sich aufgrund der fortlaufenden Fluktuation und Selbstergänzung der bürgerlichen Führungsschichten nie herausbildete, lag die politische und wirtschaftliche Leitung der Stadt bei einer kleinen, kaufmännisch geprägten Oberschicht, den Hanseaten, die den Rat und die maßgeblichen Ämter dominierte.[5]

Seit dem frühen 19. Jahrhundert zählt die Familie zu den Hanseaten, nachdem sie in Hamburg eine der führenden Holzhandlungen mit internationalen Geschäftsverbindungen aufbaute. Deren Betrieb setzte das Großbürgerrecht voraus, das insbesondere die Teilnahme an Handelsgesellschaften und den unbeschränkten Großhandel samt Lager- und Hafenrechten eröffnete; Johann Christian Jauch senior (1765–1855), letzter gemeinsamer Stammvater, erwarb dieses erbliche Recht für sich und seine männlichen Nachkommen. In Anbetracht der politischen Dominanz des Großbürgertums und der wirtschaftlichen Führungsrolle Hamburgs galt der Status des hamburgischen Großbürgers im Urteil der Zeitgenossen, trotz gleicher Bezeichnung, nicht ohne Weiteres als dem Großbürgerstatus anderer Städte vergleichbar.[6] Sein Enkel August Jauch (1848–1930) gehörte in der Folge bis 1915 zu den letzten ohne allgemeine Wahl in die Hamburgische Bürgerschaft entsandten Notabeln,[A 3] bevor mit der Novemberrevolution 1918/1919 die Stadtherrschaft der Hanseaten[7] endete.

Erbgesessene in Hamburg, Grundherren im Königreich Dänemark

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Familie lag am Stadtdeich, wo sie mehrere Häuser im Bereich des Holzhafens besaß. Im westlichen, stadtnahen Abschnitt hatten Kaufleute aus der Innenstadt seit dem frühen 18. Jahrhundert reich ausgestattete Landhäuser errichtet, darunter den Barockbau Stadtdeich 9, das spätere Stammhaus der Familie. Von hier aus wurde der internationale Holzhandel betrieben; entsprechend ließen sich im 18. und frühen 19. Jahrhundert zunehmend Holzhändler am Stadtdeich nieder. Der westliche Stadtdeich wurde in dieser Zeit auch Krondiek beziehungsweise Kronendeich genannt, weil in diesem Teil vermögende Bürger wohnten.[8] Darüber hinaus besaß die Familie städtische Wohnhäuser an der Außenalster.

Im Umland, damals Teil des dänischen Gesamtstaats (später preußische Provinz Schleswig-Holstein), gelangten die Grundherrschaften Wellingsbüttel, Schönhagen und Krummbek sowie die Landgüter Fernsicht und Marienhof an der Stör sowie Schwonendahl in Familienbesitz. Wellingsbüttel war 1810 zunächst vom dänischen König an Herzog Friedrich Carl Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck belehnt und zugleich zum Kanzleigut erhoben worden; dabei wurden das Dorf Wellingsbüttel und seine Armenlasten vom Gut getrennt[10] – ein Umstand, der im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielt. Das im Norden Hamburgs gelegene Wellingsbüttel bildet seit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 – zusammen mit dem vormaligen Dorf Wellingsbüttel – den heutigen Stadtteil Hamburg-Wellingsbüttel.

Ein Ausdruck der fortschreitenden Feudalisierung des Lebensstils der Hanseaten[11] war die Jagd auf ihren Gütern, die nicht allein dem Zeitvertreib diente, sondern zugleich zur Bühne großbürgerlicher Selbstdarstellung wurde: Gestaltung und Wildwahl fungierten als Zeichen gesellschaftlicher Geltung.[12] Der betriebene Aufwand war zum Teil beträchtlich und übertraf den für manches Jagdschloss eines mecklenburgischen Landesherrn.[13] Johann Christian Jauch junior ließ – wie nach 1871 auch Bismarck im östlich von Hamburg gelegenen Sachsenwald[14] – auf Wellingsbüttel ein Wildgehege anlegen,[15] um das nicht heimische Rotwild zu jagen. Außerhalb der Jagdzeiten stand der Wildpark – nach eingeholter Erlaubnis[16] – Hamburger Ausflüglern offen.[17]

Kavallerieoffiziere im Hamburger Bürgermilitär

Zum Selbstverständnis der hanseatischen Führungsschicht gehörte die Übernahme von Offiziersstellen im Hamburger Bürgermilitär.[18] Im Unterschied zu Preußen, wo der Eintritt ins Offizierskorps gesellschaftlich Türen öffnete, bestimmten im Bürgermilitär gesellschaftlicher Rang und Vermögen die Waffengattung und den Dienstgrad;[19] mit der Konsequenz, dass jeder, der in Konkurs geriet, zum einfachen Gardisten degradiert wurde.[20] Mitglieder der Familie dienten als Oberleutnante in der von Rittmeister Adolph Godeffroy, später von Rittmeister Ernst Merck geführten Kavallerieeinheit, die schon wegen der selbst zu tragenden Kosten – bis hin zu eigenen Pferden – praktisch den Söhnen von Großbürgern vorbehalten war.[21]

Mitwirkende in der hamburgischen Selbstverwaltung

Im Gegensatz zu den Fürstenstaaten des Alten Reiches, deren Verwaltung von einer landesherrlichen Beamtenhierarchie getragen wurde (→ z. B. den Hübschen Familien) und deren Einwohner rechtlich Untertanen waren, beruhte Hamburgs Ordnung auf ehrenamtlicher Selbstverwaltung durch freie, angesehene Bürger.[22] Dabei verband sich innerstädtisches Elitenbewusstsein mit stadtrepublikanischer Freiheitstradition. An dieser Selbstverwaltung beteiligten sich zahlreiche männliche Familienmitglieder, vornehmlich in der Armenfürsorge: als Armenpfleger, als Mitglieder des Großen und Kleinen Armenkollegiums sowie als Provisoren des Werk- und Armenhauses.[23]

Stifter in hanseatischer Stiftertradition

Hamburg weist traditionell eine besonders hohe Zahl rechtsfähiger Stiftungen auf, was in der hanseatischen Tradition bürgerlicher Wohltätigkeit wurzelt.[24] In dieser Linie unterhielten die Jauchs in der Stadt eine tägliche Armenspeisung[25] und errichteten dort zwei Armenhäuser[26] sowie ein Damenstift in Kiel.[27] Auf diese Weise waren auch Frauen der Familie in der Armenfürsorge tätig, denen nach den zeitgenössischen Verhältnissen die Mitarbeit in den städtischen Selbstverwaltungsgremien nicht offenstand. Nach der Zerstörung des Jauchschen Damenstifts während der Luftangriffe auf Kiel 1944 wurden mit dem Stiftungskapital die ebenfalls stark zerstörten Gebäude des inzwischen mit ihm vereinigten Stadtklosters Kiel wiederaufgebaut.[28]

Die Umgestaltung ihres Gutes Wellingsbüttel zum Jagdrevier hatte soziale Folgewirkungen in dem vom Gut getrennten Dorf Wellingsbüttel: Verarmte Bauernhöfe wurden zur Erweiterung des Gutes übernommen, die Hofstellen niedergelegt und die Landwirtschaft eingestellt, wodurch die Armenlasten des Dorfes anstiegen, an denen sich die Familie zur Hälfte beteiligte.[15]

1879 gründeten Angehörige der Familie den „Hülfsverein für Borgfelde, Hamm und Horn“, der bis 1929 nicht städtisch unterstützte Bedürftige in den schnell wachsenden Vorstädten versorgte.[A 4]

Hansische Vorfahren

Zu den hamburgischen Vorfahren der Linie Jauch-Wellingsbüttel aus der Hansezeit zählt Johann Wetken (1470–1538), der als Bürgermeister die lutherische Reformation in Hamburg betrieb und seit 1529 erster evangelischer Bürgermeister der seitdem lutherisch geprägten Stadt war.

Andere Namensträger

Die neben den hier behandelten hanseatischen Jauchs bekannten, nicht verwandten Namensträger stammen überwiegend von den älteren, vor allem als Militärunternehmer hervorgetretenen Schweizer Jauchs (→ Jauch (Urner Geschlecht)) sowie von Familien in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Viele heute weltweit anzutreffende Namensträger Jauch gehen auf diese Schwarzwälder Linie zurück, von der infolge von Missernten und Hungerkrisen zwischen 1750 und 1900 zahlreiche Angehörige unter anderem nach Nordamerika, Westpreußen und Bessarabien auswanderten.[29]

Ewald Jauch, SS-Oberscharführer im Hamburger KZ Neuengamme und Lagerführer im Außenlager am Bullenhuser Damm,[A 5] gehörte den in Villingen-Schwenningen beheimateten Jauchs an; er wurde 1946 in einem der Curiohaus-Prozesse u. a. wegen der Ermordung von zwanzig jüdischen Kindern zum Tode verurteilt.

Nachkommen

Über Eleonora Maria Jauch (1732–1797) wirkte die Familie auch in der Hansestadt Lübeck. Sie ist die Stammmutter der Lübecker Bürgermeister- und Senatorenfamilie Overbeck, die zu jenen „Genie- und Talentfamilien“ zählt, welche „durch drei bis vier Generationen hindurch Lübeck sein geistiges Gepräge“ gaben.[30] Zu ihren Enkeln gehört der Maler Friedrich Overbeck, einer der – neben Thomas Mann – bekanntesten Söhne der Stadt.

Über Nachkommen des in Polen erloschenen Zweiges entfaltete die Familie weiterhin Wirkung in der polnischen Geschichte. Constance Jauch (1722–1802) ist die Stammmutter des polnischen Adelsgeschlechts Lelewel. Ihr Enkel Joachim Lelewel setzte 1831 als Präsident der radikalen Patriotischen Gesellschaft im Sejm die Absetzung Zar Nikolaus’ I. als letztem gekrönten König von Kongresspolen durch.[31] Er gehörte während des Novemberaufstands der Polnischen Nationalregierung an. In der Forschung wird er zudem als wichtiger Vertreter des polnischen demokratischen Exils und als früher Kontakt- und Einflussfaktor im Umfeld von Karl Marx gesehen.[32][A 6] Sein Bruder Jan Paweł Lelewel nahm 1832 am Hambacher Fest teil und gehörte 1833 zu den führenden Beteiligten des Frankfurter Wachensturms, der eine nationale und demokratische Erhebung in ganz Deutschland auslösen sollte.[33] Zu den Nachkommen zählen außerdem der Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz und die selige Hanna Chrzanowska.

Trotz ihrer rein bürgerlichen Stellung in Hamburg und bereits zuvor im Umfeld Augusts des Starken gehören zu den Nachkommen der Familie neben deutschen auch Linien des europäischen Adels, darunter die Lords Bolton sowie Zweige polnischer Magnatengeschlechter, darunter der Fürsten Czartoryski.

Geschichte

Besessene Männer und Bürgermeister zu Sulza in Thüringen

1495 ist in „Sultza Villa“, den damals als Einheit begriffenen Orten Dorfsulza und Bergsulza, heute Teil von Bad Sulza in Thüringen, zunächst die Witwe Lena Joherrin genannt.[34] Der Name gehört sprachlich zu einer frühneuhochdeutschen Namensgruppe um Jaherr/Joherr, die in den Glossaren als Personenbezeichnung im Sinne von „Ja-Sager“ erklärt wird.[35] Da in Sulza nur wenige Jahre nach der Nennung der „Joherrin“ mit Georg, Matthias und Nikolaus Jauch erstmals der Name Jauch erscheint, sprechen die zeitliche und örtliche Nähe dafür, dass beide Formen derselben Namensentwicklung angehören und auf dieselbe Familiengruppe zurückgehen – eine im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit häufig begegnende Namens- und Schreibvariation.

Die Genannten sind 1512 im Erbbuch des Amtschössers zu Niederroßla als Besessene Männer verzeichnet; Matthias Jauch war dort mit „Segelitzen Gut“ belehnt.[36] Georg Jauch (1606–1675) wurde Bürgermeister von Stadtsulza. Von diesem oder dessen mutmaßlichem Bruder Hans († 1670) stammt Johann Christian Jauch der Ältere (1638–1718) ab, mit dem die lückenlos belegte Stammfolge beginnt.

In Diensten von Mecklenburg-Güstrow

Christian Jauch der Ältere (1638–1718) verließ das durch die Thüringer Sintflut und die Plünderung durch schwedische Truppen 1640 wirtschaftlich geschwächte Sulza und trat 1662 in den Dienst der Ehefrau des Herzogs Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow, unter dem die höfische Kultur in der Residenzstadt Güstrow eine Blüte erlebte.[37] 1665 heiratete er im Güstrower Dom[A 7] die aus Husum stammende Kammerjungfer und Vertraute der Herzogin Magdalena Sibylla, Ingeborg Nicolai († 1702), die der Herzogin bereits auf Schloss Gottorf gedient hatte.[38][39] Bis 1669 standen beide im Kammerdienst der Herzogin und gehörten damit zu deren engerem Hofstaat;[40] anschließend wurde Christian Jauch „Erster Lacquay und Taffeldecker“ des Erbprinzen Karl zu Mecklenburg-Güstrow.

Die Anstellung am Güstrower Hof galt als Lebensstellung: Man pflegte „nicht von öffterer Veränderung Ihrer Bedienten“ und „schaffte alte treue Diener“ nicht ab, sondern ließ ihnen „Gnade und Vertrauen“ zuteilwerden.[41] Die Stellung am Hof war nach damaligen Maßstäben mit privilegierten Lebensverhältnissen verbunden.[A 8] Das ermöglichte den Unterhalt von vierzehn Kindern. Anders als es die hohe Kindersterblichkeit des 17. Jahrhunderts erwarten ließe,[42] erreichten zwölf von ihnen das Erwachsenenalter und gründeten eigene Familien.

Die Söhne Christian Jauchs besuchten die Domschule Güstrow, die nach der Reform durch Herzog Gustav Adolf als eine der besten Schulen Mecklenburgs galt. Die Schule stand seit 1662 unter dem Kompatronat der Stadt und war für Bürger geöffnet, die Söhne von Hofbediensteten blieben zugelassen. Der älteste Sohn Johann Christoph Jauch (1669–1725) ergriff als „praestantissimus juvenum“ – der vorzüglichste der jungen Männer – gefördert von Herzog Gustav Adolf das Studium der Theologie;[43] von Oktober 1694 bis 1695 versah er die vakante Funktion eines Herzoglich Mecklenburg-Güstrowschen Hof- und Schlosspredigers in Güstrow und gehörte damit ebenfalls dem herzoglichen Hofstaat an; er war der letzte Güstrower Schlossprediger vor dem Erlöschen des Hauses Mecklenburg-Güstrow 1695.[44]

Nach dem frühen Tod des Erbprinzen 1688 und dem Aussterben der Linie Mecklenburg-Güstrow mit Herzog Gustav Adolf 1695 verlor die Residenz Güstrow an Bedeutung. Christian Jauch war bereits vor 1695 vom herzoglichen Hof in die Stadt übergewechselt, hatte das Bürgerrecht erworben und sich als Herzoglich Mecklenburg-Güstrowscher Hofschuhmacher und Handelsmann betätigt. Die Herzogswitwe Magdalena Sibylla unterhielt bis zu ihrem Tod 1719 noch einen kleinen Hof; nach dem Tod Ingeborg Jauchs 1702 verließ Christian Jauch nach knapp vierzig Jahren, zunächst in Diensten des Hofes, später als Hoflieferant, Güstrow und folgte mit seinen unverheirateten Kindern seinem Sohn Johann Christoph nach Lüneburg. Dieser war, nachdem er von Herzog Gustav Adolf 1695 „nach gehaltener Abschieds-Predigt in der Schloßkirche gnädigst dimittiret“ worden war,[45] einem Ruf als Archidiakon an St. Lamberti in Lüneburg gefolgt.

In königlich großbritannischen und kurfürstlich braunschweig-lüneburgischen Diensten

Christian Jauch der Jüngere († 1720) erwarb 1701 das Lüneburger Bürgerrecht. 1710 kaufte er das vormalige Haus des Bürgermeisters Statius II. von Töbing, das Haus Nr. 97 der Inneren Stadt.[46] Christian Jauch der Ältere, sein Vater, wurde 1703 Bürger zu Lüneburg.

Johann Christoph Jauch (1669–1725) war königlich großbritannischer und kurfürstlich braunschweig-lüneburgischer Stadtsuperintendent, Hauptpastor an St. Johannis zu Lüneburg und Inspektor des Johanneums, zuvor Hauptpastor an St. Nicolai.[48] Er war ein barocker Textdichter und wird in neuerer, noch nicht breit rezipierter Forschung als wahrscheinlicher Librettist eines wesentlichen Teils der geistlichen Werke Johann Sebastian Bachs in dessen frühen Leipziger Jahren, darunter der Urfassung der Matthäus-Passion, diskutiert.[49]

Sein Neffe Johann Christian Jauch (1702–1778) war erster Domherr und Vizedekan mit der Stellung eines Stiftspropstes des nahegelegenen landtagsfähigen Domstifts Bardowick.[50] Er heiratete Clara Maria Rhüden (1710–1775), Ururenkelin des Reformationstheologen Salomon Gesner (1559–1605).[51] Ihr Onkel war der Lüneburger Superintendent Heinrich Jonathan Werenberg (1651–1713), ein Urenkel Philipp Melanchthons.[52]

Ludolph Friedrich Jauch (1698–1764)[A 9] wirkte 34 Jahre an der Michaeliskirche in Lüneburg, zunächst als Archidiakon, seit 1744 als Hauptpastor und als Inspektor der Michaelisschule.[53] Er baute eine umfangreiche Bibliothek auf, die nach seinem Tode mehrtägig versteigert wurde.[A 10] Sein Bruder, der Jurist Tobias Christoph Jauch (1703–1776), war Stadt-Secretarius beim Magistrat von Lüneburg.[54]

Friedrich August Jauch (1741–1796), Sohn des kaiserlichen Notars Adolph Jauch (1705–1758),[55] wurde Ratsherr und Senator von Hannover-Calenberg.[56] Carl Jauch (1735–1818) war Gerichtshalter am Burggericht Horneburg im Bremischen, belehnter Burgmann ebendort[57] und weltlicher Domherr zu Bardowick.[58]

Carl Jauch (1680–1755), Kaufmann und Postagent der Freien Reichsstadt Lübeck in Lüneburg,[A 11] stand pietistischen Kreisen nahe: 1724 bot er August Hermann Francke an, alle seine durch Lüneburg reisenden Hallenser Studenten bei sich aufzunehmen,[59] und beherbergte nach dessen Ausweisung aus Dänemark den Pietisten, Arzt und Alchemisten Johann Konrad Dippel,[60] der in Teilen der Forschung als mögliches historisches Vorbild für Mary Shelleys Romanfigur „Frankenstein“ diskutiert wird. Unabhängig von der historischen Beweislage ist Dippel in der Populärkultur weithin als Prototyp Frankensteins rezipiert und literarisch verarbeitet worden. (→ Dippel als Vorbild für Frankenstein)

Während Lüneburg im 17. Jahrhundert den Glanz seiner Blütezeit noch zu bewahren vermochte, befand sich die Stadt im 18. Jahrhundert in einem zunehmenden wirtschaftlichen Niedergang: „Alles in Lüneburg war in Verfall, der Wohlstand nahm immer mehr ab.“[61] Die Bautätigkeit kam nahezu zum Erliegen, wodurch das historische Stadtbild erhalten blieb. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das 1740 von dem Kaufmann Carl Daniel Jauch (1714–1795), Sohn Christian Jauchs des Jüngeren, barock umgestaltete Haus der Familie Nr. 97 der Inneren Stadt, heute Große Bäckerstraße 12.[62] 1752 verlegte Carl Daniel Jauch sein Handelsgeschäft aus dem wirtschaftlich stagnierenden Lüneburg nach Hamburg.

In Diensten Augusts des Starken

Johann Christoph Jauch hatte außer am Hof zu Mecklenburg-Güstrow in der Hofkirche von Schloss Frederiksborg vor Prinz Carl von Dänemark und in Sachsen-Zeitz vor den Fürsten „mit großem applausu“ gepredigt. 1698 berief ihn die Kurfürstin von Sachsen und Titularkönigin von Polen Christiane Eberhardine auf Schloss Pretzsch. Nachdem ihr Mann August der Starke 1697 für seine Wahl zum polnischen König zum katholischen Glauben konvertiert war, predigte Johann Christoph Jauch der Königin im königlichen Zimmer[63] und galt als einer der maßgeblichen protestantischen Geistlichen, die zu ihrer Standhaftigkeit im lutherischen Bekenntnis beitrugen; die Königin wurde in der Folge von ihren protestantischen Untertanen als „die Betsäule Sachsens“ bezeichnet.

Johann Christophs jüngerer Bruder Joachim Daniel Jauch (1688–1754) organisierte am Hof in Warschau im Auftrag Augusts des Starken die großen höfischen Feste – Bälle, Jahrmärkte, Tierhetzen, Maskeraden, Illuminationen und Schützenfeste. Sie waren kostspielige Staatsaktionen und dienten wie die neuen Schlösser und Kunstsammlungen der königlichen Selbstdarstellung nach dem Vorbild Ludwigs XIV. von Frankreich. Während des Lustlagers von Zeithain 1730, das in der Forschung als „Spektakel des Jahrhunderts“ beschrieben worden ist,[64] verantwortete Jauch das fünfstündige Feuerwerk auf den Schiffen und an Land; ein orthographisch verunglücktes illuminiertes „VIVAT“ („FIFAT“)[A 14] brachte ihm seinen Scherznamen ein.[65] (→ Ein „FIFAT“ von nie gesehener Größe)

Joachim Daniel Jauch war mit Eva Maria Münnich verheiratet, über deren Herkunft unterschiedliche Auffassungen in der Literatur bestehen. Ein Teil der Autoren nimmt – ohne quellenmäßigen Nachweis – an, sie sei eine Tochter des 1716 bis 1721 am Sächsischen Bauamt in Warschau als Vorgesetzter und Amtsvorgänger Jauchs tätigen späteren Kaiserlich Russischen Generalfeldmarschalls, Türkenbezwingers und Premierministers Burkhard Christoph von Münnich (1683–1767) gewesen.[66] Der früh verstorbene Sohn August Jauch (* 1731) war Patenkind Augusts des Starken; die vom König zur Geburt gestiftete Wiege wird heute im Nationalmuseum Krakau aufbewahrt.

Joachim Daniel Jauch war Kurfürstlich Sächsischer Generalmajor, Königlich Polnischer Oberst, Kommandeur der Königlich Polnischen Artillerie, Kommandeur der Weichselflottille sowie Direktor des Sächsischen Bauamtes zu Warschau und als solcher neben seiner Tätigkeit als Architekt Augusts des Starken Organisator des barocken Ausbaus der Stadt. Ihm folgten mehrere Familienmitglieder als Offiziere in polnische Militärdienste, darunter sein Neffe und Adjutant, der spätere Capitaine der Artillerie Ernst Ulrich Jauch († nach 1764),[67] sowie sein Bruder Franz Georg Jauch (1682–1753), der 1724 als Capitaine des Infanterie-Regiments Garde des Königs und Kompaniechef in der Festung Thorn[68] am Thorner Blutgericht beteiligt war.[69] Franz Georg Jauch, „der zu den Günstlingen des Königs gehörte“,[70] wurde ebenso wie später sein Neffe Heinrich Georg Jauch (* 1709) einer der jeweils zwei Oberstleutnante der Königlich Polnischen Krongarde – beide als Gardeoffiziere mit dem Range eines Obersten der Linienregimenter.

Großbürger der Freien und Hansestadt Hamburg

1. Generation

Franz Jürgen Jauch und sein Bruder Christian Jauch der Jüngere († 1720) erlernten ab 1699 die Handlung in Hamburg. 1752 verlagerte Carl Daniel Jauch (1714–1795) seinen Handel aus dem wirtschaftlich verfallenden Lüneburg als Schutzverwandter vor die Tore des aufstrebenden Hamburgs. Der Stadtdeich, auf dem er tätig war, gehörte damals zur Landherrenschaft Hamm und Horn, so dass er für sein Geschäft des Bürgerrechts nicht bedurfte.

Carl Daniel Jauchs Neffe Johann Georg Jauch (1727–1799), Kaufmann und Lackfabrikant zu Lauenburg/Elbe,[71] entführte und heiratete 1754 als seinerzeitiger königlich großbritannischer und kurfürstlich braunschweig-lüneburgischer Offizier Anna Mutzenbecher,[72] Tochter des vormaligen Hamburger Senatssyndicus’ und Herrn auf Horst, Johann Baptista Mutzenbecher (1691–1759), und der Christiane Moller vom Baum sowie Großnichte des Senators Matthias Mutzenbecher (1653–1735). Die Entführung erklärt sich vor dem Hintergrund, dass Offiziere als Schwiegersöhne bei hanseatischen Familien kaum auf Zustimmung hoffen konnten.[73]

Der Holzhafen des Hamburger Hafens um 1850
Sägerei von J. C. Jauch & Söhne am Stadtdeich
Lager von J. C. Jauch & Söhne mit geflößtem, in der Elbe lagerndem Stammholz
Flößer, die Holz auf der Elbe zum westlichen Jauchschen Lager bringen

2. Generation

Johann Christian Jauch senior (1765–1855), Sohn von Johann Georg Jauch, baute den Holzhandel seines Großonkels Carl Daniel unter der Firma J. C. Jauch & Söhne zum marktbeherrschenden Holzgroßhandel Hamburgs aus.[74] Johann Georg Jauch (1769–1840), Holzhändler in Pretzetze, organisierte und überwachte das Flößen des für den Hamburger Handel bestimmten Holzes auf der Elbe.

Johann Christian Jauch senior erwarb das später „Jauchsches Haus“ genannte Anwesen Stadtdeich 9; sein Sohn Moritz (1804–1876) übernahm Stadtdeich 3, Carl Jauch (1828–1888) das gegenüber an der Elbseite gelegene Haus Stadtdeich 159. Durch Zukäufe wurde das Areal bis zur Bank- und zur Schleusenstraße erweitert, sodass „achter Jauch sin Plank“ zu einer geläufigen Ortsbezeichnung wurde.[75] Johann Christian Jauch junior (1802–1880) legte neben dem Haus ein Hirschgehege und einen Bärenzwinger an, in dem er von seinen Russlandreisen mitgebrachte Bären hielt.[76]

In der Hamburger Franzosenzeit überstand die Firma 1813 die Beschlagnahme ihrer gesamten Holzvorräte für Fortifikationsarbeiten, insbesondere den Bau der 15.000 Fuß langen hölzernen Elbbrücke über den Grasbrook, durch den französischen Marschall und Gouverneur Louis-Nicolas Davout. Zeitgenössische Berichte schildern, dass der Holzhafen am Stadtdeich „Balken und Bretter zu mehreren Millionen an Werth“ umfasste[77] und viele Holzhändler durch deren Requisition ruiniert wurden,[78] was zur jahrzehntelangen Vorrangstellung der Jauchschen Holzhandlung beitrug.[79]

3. Generation

Johann Christian Jauchs Söhne begründeten die Linien Wellingsbüttel, Schönhagen und Fernsicht. Der älteste Sohn Johann Christian Jauch junior (1802–1880) erwarb als Landsitz das Kanzleigut Wellingsbüttel, zuvor Sitz des letzten Herzogs von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck.

Er pachtete zudem als Jagdrevier den Duvenstedter Brook, heute Hamburgs größtes Naturschutzgebiet. Dort setzte er regelmäßig Fasane aus,[80][A 15] um das pheasant shooting nach englischem Vorbild zu pflegen,[81] das sich seit Beginn der Viktorianischen Epoche zu einem der gesellschaftlichen Fixpunkte der landed gentry entwickelt hatte und bei anglophilen Hanseaten Nachahmung fand.

Johann Christian Jauch junior zeichnete 1845 – ohne selbst Mitglied zu sein – mit Bürgermeister Abendroth, Alexis de Chateauneuf und Salomon Heine Aktien für den Neubau des Hauses der Patriotischen Gesellschaft von 1765.[82] 1848–1850 gehörte er der Hamburger Konstituante an.[83] 1856 wurde er mit Gustav Godeffroy und Robert Miles Sloman Ersatzvorstand des Hamburger Vereins für Handelsfreiheit, eines zentralen wirtschaftspolitischen Forums des liberalen Hamburger Bürgertums. 1863 war er Mitinitiator und Zeichner des Garantiefonds der Internationalen Landwirtschaftsausstellung auf dem Heiligengeistfeld[84] und 1864 Mitbegründer des Hamburger Comités zur Pflege von Verwundeten und Kranken im Deutsch-Dänischen Krieg, einer der Wurzeln des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg.[85]

Die Philanthropin Auguste Jauch (1822–1902), geb. Stubbe, unterhielt eine tägliche Armenspeisung, stiftete Armenhäuser in Hamburg und gründete das Jauchsche Damenstift in Kiel. Ihr Mann Heinrich Moritz Jauch (1804–1876) und ihr Schwager Carl Daniel Jauch (1806–1866) wirkten als gewählte Pfleger des Armenkollegiums für den Stadtdeich.[86] Sohn Hermann Jauch (1856–1916), Herr auf Schönhagen und Schwonendahl, erbaute Schloss Schönhagen und war Mitstifter des Jauchschen Männerstifts am Stadtdeich; sein Sohn Erich Jauch (1883–1965) verlor das Vermögen, musste Schönhagen verkaufen und wurde 1934 als Vorstand des Männerstifts wegen Unterschlagung abgesetzt.[87] August Jauch (1848–1930), Besitzer von Fernsicht und Marienhof,[88] Kavallerieoffizier und Notabelnabgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft, und Robert Jauch (1856–1909), Herr auf Krummbek, zogen von ihren Gütern nach Hamburg und engagierten sich ebenfalls in der Armenfürsorge.

4. Generation

Johann Christian Jauch juniors Sohn Carl Jauch (1828–1888), Herr auf Wellingsbüttel und Großbürger zu Hamburg, heiratete Louise von Plessen,[90] Tochter des mecklenburgischen Oberlanddrosten Ulrich von Plessen und Ururenkelin des Handelsherrn der Niederländischen Ostindien-Kompanie Seneca Inggersen.[91] Carl Jauch bekleidete – wie sein Onkel Moritz Jauch – einen Offiziersrang in der hanseatischen Kavallerie. Er besaß eine umfangreiche Sammlung von Gemälden zeitgenössischer Künstler.[92]

5. Generation

Der Linie Jauch-Wellingsbüttel entstammte Gustav Adolf Jauch (1859–1907), Kaufmann in Firma Jauch Gebr. Im- und Export, die Überseehandel mit Guatemala, Barbados, Venezuela und Brasilien betrieb.[93] Er war Mitglied des Vorstands der Hamburger Börse und langjähriger Handelsrichter.[94] An der zum Mühlenteich aufgestauten Bille in Reinbek ließ er neben dem von der Familie mitbegründeten Wentorf-Reinbeker Golfclub ein Landhaus errichten. Sein Bruder Paul Jauch (1857–1915), ebenfalls Kaufmann in Jauch Gebr., nahm mit seiner Frau 1891 – was seinerzeit als „exotisch und überdies als ungehörig“ galt, da dies als „geistig und körperlich zu anstrengend für die Damen“ angesehen wurde[95] – an der weltweit ersten Kreuzfahrt auf der „Augusta Victoria“ teil.[96]

6. Generation

Paul Jauchs Sohn Alfred Jauch (1895–1966) fand im Billardsalon des großbürgerlichen Elternhauses, wie er in repräsentativen Villen des späten 19. Jahrhunderts nahezu unverzichtbar war,[97] Gefallen am Billard[98] und wurde mehrfacher Nordmarkmeister im Dreiband; sein Sohn Rudolf Jauch (1932–2008) errang mehrfach norddeutsche Meistertitel. Paul Jauchs weiterer Sohn Walter Jauch (1888–1976), Rittmeister der Reserve im 2. Hannoverschen Dragoner-Regiment Nr. 16, gründete die auf dem europäischen Festland führenden Versicherungs- und Rückversicherungsmakler Jauch & Hübener.[99]

Dessen Cousin Hans Jauch (1883–1965), Oberst und Freikorpsführer gegen die Rote Ruhrarmee, verheiratet mit Elsa von Othegraven, Großnichte des von Theodor Fontane literarisch verarbeiteten Generals Karl Thomas von Othegraven, begründete den katholischen Zweig des Geschlechts. Über Heiratsverbindungen zur Neusser Kaufmannsfamilie Werhahn verlagerte sich der Schwerpunkt dieses Zweiges ins Rheinland.

Rudolf Jauch (1891–1915) fiel als Zweiter Wachoffizier auf dem U-Boot U 40, das 1915 als erstes deutsches Unterseeboot von einer britischen U-Boot-Falle versenkt wurde.[A 17] Carl Jauch (1892–1922) war Syndicus der Hamburg-Amerika-Linie und diente im Ersten Weltkrieg als Kavallerist bei den „Weißen Ulanen“.

Luise Jauch (1885–1933) war Oberschwester des Waldsanatoriums Berghof in Davos, dem Zauberberg Thomas Manns, unter anderem während der Behandlung von Katia Mann 1912.[100] Sie gilt als Vorbild der Romanfigur der „Oberaufseherin dieses Schreckenspalastes“ Adriatica von Mylendonk.[101][102]

7. Generation

Hans Jauchs Sohn Robert Jauch (1913–2000) nahm als Oberleutnant und Vorgeschobener Beobachter im Panzer–Artillerie–Regiment 16 der 16. Panzer-Division an der Schlacht um Stalingrad teil, geriet am 2. Februar 1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und gehörte 1950 zu den rund 6.000 zurückkehrenden Überlebenden (→ Folgen der Schlacht von Stalingrad). Seine Brüder Hermann (1914–1943), Hauptmann im Stab des Artillerie-Regiments 69, und Hans-Günther (1919–1942), Oberleutnant und Abteilungsadjutant im Stab des Artillerie-Regiments 227, fielen in Russland. Jüngster Sohn war der Journalist Ernst-Alfred Jauch (1920–1991). In den beiden Weltkriegen verlor die Familie mit acht gefallenen oder verschollenen Kriegsteilnehmern etwa die Hälfte ihrer Stammhalter.

8. Generation

Enkel von Hans Jauch sind der Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch (* 1953), verheiratet mit Monika Becker-Berke, der Franziskaner Pater Robert Jauch OFM (* 1954) und der Fernsehmoderator und Fernsehproduzent Günther Jauch (* 1956). Robert Jauch war mehrere Jahre Rektor der Kirche „Dominus flevit“ in Jerusalem, zuvor im Konvent der Grabeskirche, und wirkte 2010 an der Dokumentation „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen“ über die Grabeskirche mit.[103]

Günther Jauch ist Eigentümer des Weinguts von Othegraven und des Wawerner Herrenbergs an der Saar, die aus dem Besitz des Jauchschen Ahnherrn Emmerich Grach (1753–1826) stammen. Mit seiner Stiftung für die Wiedererrichtung des Fortunaportals in Potsdam gab er den Anstoß zum Neubau des Potsdamer Stadtschlosses als Sitz des Brandenburgischen Landtages, der 2014 eröffnet wurde. 2000 gründete er die Fernsehproduktionsgesellschaft i&u TV, die er 2019 an den Finanzinvestor KKR verkaufte.

Großgrundbesitzer in Guatemala

Ein Familienzweig verlagerte seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt nach Mittelamerika und betrieb Kaffeeplantagen in Guatemala. Otto Jauch (1874–1949) gehörte dort zu den deutschen „Kaffeebaronen“ und Latifundienbesitzern.[104] Er leitete die Jauchschen Plantagen nebst Kaffeefabrik bei San Rafael Pie de La Cuesta im Departement San Marcos – Armenia Lorena, La Ceiba, La Lucha und Nueva Reforma.[105] Präsident Cabrera hatte die indianische Bevölkerung enteignet, den Verkauf des fruchtbarsten Landes an ausländische Investoren gefördert und „verhalf deutschen ‚Kaffeebaronen‘ … zu großem Reichtum.“[106] Exportiert wurde der Kaffee von Jauch Gebr. in Hamburg.[107]

Das Landgut Armenia Lorena mit der viktorianischen Jauchschen Villa sowie die anderen Besitzungen wurden im Zweiten Weltkrieg nach der Kriegserklärung Guatemalas 1941 an Deutschland beschlagnahmt, 1953 entschädigungslos enteignet und zur Finca Nacional erklärt.[108] „Der Krieg der Alliierten gegen den Faschismus ermöglichte es Guatemala, die gewaltigen Ländereien der deutschen Kaffeebarone zu konfiszieren, die Guatemalas Wirtschaft seit 1914 dominiert hatten.“[109]

In der Zeit des Nationalsozialismus

Heinrich Jauch, Erster Staatsanwalt zu Hamburg

Heinrich Jauch (1894–1945) war Ankläger in dem 1934 vor dem Sondergericht Hamburg geführten „Rote-Marine-Prozess“ – auch als „Adlerhotelprozess“ bezeichnet – gegen 53 des Terrorismus Angeklagte, darunter der sowjetische Geheimagent Jan Valtin. Der Prozess endete mit neun Todesurteilen,[110] sieben lebenslangen Zuchthausstrafen sowie weiteren insgesamt 350 Jahren Zuchthaus und zerschlug die Rote Marine Hamburg. Der Schauprozess gilt als nationalsozialistischer Vorläufer der Moskauer Prozesse, in denen sich Josef Stalin 1936 bis 1938 der Politikergeneration der Oktoberrevolution von 1917 entledigte.[111] Heinrich Jauch soll bis zu seiner Abberufung nach Berlin 1937 die meisten Todesurteile in der Hansestadt erwirkt haben.[112]

„Der Staatsanwalt, ein großer, dünner, bleichgesichtiger Mann namens Jauch beherrschte die Verhandlungen. Sein Hass auf uns war unverhohlen. Seine Augen blitzten und seine farblosen Lippen zogen sich die Zähne entblößend zurück, wenn er den Tod forderte – und zwar nichts als den Tod.“

Jan Valtin in seinem autobiographischen Bestseller „Out of the night“ („Tagebuch der Hölle“)[113][A 18]

„Die Hinrichtung des Dettmer ist unter Leitung des Staatsanwalts Jauch von dem Scharfrichter Gröpler aus Magdeburg heute vormittag 6:10 Uhr durch Handbeil in dem Nordausgang des Hofes 8 der Anstalt HH I erfolgt.“

Stolpersteine: Gefängnisakte des Jonny Dettmer, Führer der Roten Marine Hamburg[115]

Die Hinrichtung von Jonny Dettmer inspirierte Arnold Zweig zu seinem Roman Das Beil von Wandsbek.[116]

1937 vertrat Heinrich Jauch die Anklage vor dem Sondergericht Hamburg in dem Schauprozess[117] gegen den von Gerd Bucerius verteidigten jüdischen Reeder Arnold Bernstein, Pionier des Autotransports in „Schwimmenden Garagen“,[118] wegen Vergehens gegen Devisenvorschriften.[119] Die Reederei war mit über 1.000 Seeleuten eines der größten jüdischen Unternehmen Deutschlands. Bernstein gilt als einer der ersten jüdischen Großindustriellen, die Opfer der Arisierung wurden. Heinrich Jauch führte auch die Untersuchungen gegen Alfred Toepfer, der wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Devisengesetze 1937 verhaftet wurde und die Kontrolle über sein Unternehmen aufgeben musste.[120]

Jauch schied vor Kriegsende aus dem Staatsdienst aus; nach NS-Terminologie galt er als „Mischling ersten Grades“, da sein Vater August Jauch in zweiter Ehe mit der Jüdin Catharina Margaretha Mathiessen verheiratet war. Er wurde zum Frontdienst herangezogen und starb am 2. Juni 1945 im Lazarett Wetzlar.

Jauch & Hübener und der Widerstand

Walter Jauch (1888–1976), Gründer von Jauch & Hübener in Hamburg, war angeheirateter Cousin des Generals und Widerstandskämpfers Hans Oster (1887–1945). Jauch & Hübener hatten schon zu Beginn der NS-Zeit einen Beauftragten der Geheimen Staatspolizei zugeordnet bekommen, weil in NS-Kreisen Zweifel an ihrer politischen Zuverlässigkeit bestanden. Über Walter Jauchs Cousin Oster hatten Jauch & Hübener gleichwohl Kontakt zum Widerstand.[121] Im Sommer 1939 wurde der Kreis der Militäropposition um Hans Oster unterstützt. Otto Hübener, Partner von Walter Jauch, knüpfte Verbindungen zu britischen Stellen, um den drohenden Krieg abzuwenden. Auch während des Krieges arbeitete die Firma für die Widerstandsgruppe um Hans Oster und dessen Mitarbeiter im Amt Ausland/Abwehr, Hans von Dohnanyi. Als nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 der Gestapo die Verbindung zwischen dem Amt Ausland/Abwehr und den Verschwörern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg deutlich geworden war, wurde im April 1945 Hans von Dohnanyi im KZ Sachsenhausen erhängt. Zwei Tage später wurde Oster zusammen mit Wilhelm Canaris und Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg erhängt. Hübener wurde in Hamburg verhaftet und Ende April 1945 in Berlin erschossen.

Töchter der Jauch und ihre Nachkommen

Catharina Elisabeth Jauch, verheiratete von Naumann

Catharina Elisabeth Jauch (1671–1736) heiratete den kursächsischen Ingenieuroffizier und Architekten Johann Christoph von Naumann (1664–1742), der von 1710 bis 1715 erster Direktor des Sächsischen Bauamts in Warschau war und als Obrist des Ingenieurkorps von 1721 bis 1733 im Auftrag Augusts des Starken die erste Schlossanlage von Hubertusburg errichten ließ. Zuvor hatte er in kaiserlichen und sächsischen Diensten am Großen Türkenkrieg, am Pfälzischen Erbfolgekrieg und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie am Großen Nordischen Krieg teilgenommen und sich in mehreren Schlachten ausgezeichnet, erstmals 1686, noch als Volontär im Range eines Capitaines, beim Sturm auf die Türkenfestung Ofen.

Constance Jauch, verheiratete von Lölhöffel

Constance Jauch (1722–1802), Tochter des kurfürstlich-sächsischen Generalmajors Joachim Daniel Jauch (1688–1754), heiratete den königlich-polnischen Hofrat und Leibarzt Heinrich Lölhöffel von Löwensprung (1705–1763) in Warschau und ließ das Palais Lelewel errichten. Ihr Sohn Karol Maurycy Lelewel (1750–1830) polonisierte den Familiennamen zu Lelewel, erlangte das polnische Indigenat und wurde Mitglied des Sejm; er war Jurist und Schatzmeister der Komisja Edukacji Narodowej,[123] die als frühestes Bildungsministerien Europas und als wichtige Errungenschaft der polnischen Aufklärung gilt.

Enkel Constance Jauchs war der Historiker und Revolutionär Joachim Lelewel (1786–1861), der 1831 als führender Kopf des Novemberaufstands Mitglied der polnischen Nationalregierung war. Sein Bruder Jan Paweł Lelewel (1796–1847) war Oberstleutnant des Ingenieurkorps, Freiheitskämpfer im Novemberaufstand und Architekt und wirkte in der Emigration als Kantonsingenieur in Bern.[124] Über die Linie ihrer Enkelin Teresa Lelewelówna gehören der Schriftsteller Henryk Sienkiewicz (1848–1916), Autor von Quo Vadis und Nobelpreisträger für Literatur, sowie die selige Krankenschwester Hanna Chrzanowska (1902–1973) zu den Nachkommen.

Eleonora Maria Jauch, verheiratete Overbeck

Eleonora Maria Jauch (1732–1797), Tochter des Domherrn Johann Christian Jauch (1702–1788), heiratete den Lübecker Advokaten und Konsulenten des Schonenfahrerkollegiums Georg Christian Overbeck, Sohn des Superintendenten Caspar Nicolaus Overbeck und Bruder des Rektors des Katharineums zu Lübeck, Johann Daniel Overbeck.[125][126][127] Die aus dieser Ehe hervorgegangene Lübecker Bürgermeister- und Senatorenfamilie Overbeck zählt in der Forschung zu den „Genie- und Talentfamilien“, die „durch drei bis vier Generationen hindurch Lübeck sein geistiges Gepräge“ gaben.[30]

Der älteste Sohn Christian Adolph Overbeck (1755–1821) war Lübecker Bürgermeister und gilt neben Georg Heinrich Sieveking und Johann Albert Heinrich Reimarus als einer der zentralen Exponenten der norddeutschen Aufklärung; er wird als „eine der wesentlichsten Erscheinungen in der Lübecker Geistesgeschichte des Jahrhunderts“ beschrieben.[30] Zu seinen Nachkommen zählen u. a. der Maler Friedrich Overbeck (1789–1869), führende Figur der Nazarener und Ritter des preußischen Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste, der Oberappellationsrat Christian Gerhard Overbeck (1784–1846) am Oberappellationsgericht der vier Freien Städte sowie der Lübecker Senator Christian Theodor Overbeck (1818–1880).

Ur-Urenkelin war die „Fin de siècle-LesbeAgnes Elisabeth Overbeck (1870–1919), Komponistin und Pianistin, die unter dem Pseudonym „Baron Eugen Borisowitsch Lhwoff-Onégin“ die Opernsängerin Sigrid Onégin heiratete.

Zu Eleonora Marias weiteren Nachkommen zählt der SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Karl von Fischer-Treuenfeld. Als Befehlshaber der Waffen-SS im Protektorat Böhmen und Mähren ließ er nach dem Attentat in der Operation Anthropoid auf Reinhard Heydrich die Prager Kirche St. Cyrill und Method stürmen, in deren Krypta sich die Attentäter verborgen hielten. Die Kirche ist heute ein Symbolort des tschechischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Teile der Nachkommenschaft gelten als Vorbilder für Figuren in Thomas Manns Roman Buddenbrooks: So wird der Senator Georg Friedrich Harms (1811–1892), Ehemann der Ururenkelin Emma Wilhelmine Buck (1832–1896), mit der Romanfigur „Senator Möllendorpf“ identifiziert, seine Frau mit „Frau Möllendorpf geb. Langhals“, deren Sohn Lorenz Harms (1840–1915) mit „Konsul Kistenmaker“.[128]

Ludovica Jauch, verheiratete Deetz

Ludovica Jauch (1772–1805) heiratete in erster Ehe den Kaufmann Johann Carl Deetz, in zweiter Ehe den späteren Stammvater der in der königlichen Hofkapelle zu Berlin tätigen Musikerfamilie Griebel, den Königlich-Preußischen Kammermusikus Johann Heinrich Griebel (1769–1852), Lehrer des Komponisten Albert Lortzing.[129]

Ihr Sohn Albert Deetz (1798–1859) wurde preußischer Oberst, Chef des Zentralbureaus des Reichskriegsministeriums und von 1848 bis 1854 Stadtkommandant der Freien Stadt Frankfurt. Er gehörte der Frankfurter Nationalversammlung und der Kaiserdeputation an und war damit an dem vergeblichen Angebot der Kaiserkrone an Friedrich Wilhelm IV. beteiligt.

Ein Stiefenkel Ludovica Jauchs war der aus der Familie Griebel stammende New Yorker Architekt George Henry Griebel (1846–1933), der das Dakota Building errichtete.

Wilhelmine Jauch, verheiratete Avé-Lallemant

Wilhelmine Jauch (1809–1893)[130] heiratete den für die norddeutsche Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts maßgeblichen Musikkritiker und Schriftsteller Theodor Avé-Lallemant, einen Nachkommen des Hugenottenführers Gaspard de Coligny. Avé-Lallemant war seit 1838 Mitglied, später Erster Vorsitzender des Comités für die Philharmonischen Konzerte in Hamburg und stand „durch länger als ein Menschenleben“ im Mittelpunkt des dortigen Musiklebens. 1841 spielte er eine zentrale Rolle beim 3. Norddeutschen Musikfest, dem damals größten Musikfest Deutschlands, und gehörte 1847 zu den Mitbegründern des Hamburger Tonkünstlervereins. 1862/63 scheiterte sein Versuch, seinen mit der Linie Jauch-Wellingsbüttel verwandten Freund Johannes Brahms als Direktor der Philharmonischen Konzerte oder zumindest als Chormeister der Singakademie durchzusetzen.

Die Söhne des Ehepaars, Carl Robert Christian Avé-Lallemant (1850–1896) und Johannes Avé-Lallemant (1855–1911), waren Patenkinder von Robert Schumann beziehungsweise Johannes Brahms. Enkel Hans Avé-Lallemant (1888–1945) wurde Vorstandsvorsitzender der Feldmühle Papier- und Zellstoffwerke AG. Pjotr Iljitsch Tschaikowski widmete Theodor Avé-Lallemant seine Fünfte Symphonie e-Moll.[131]

Charlotte Jauch, verheiratete Lührsen

Charlotte Jauch (1811–1872) heiratete den Juristen Gustav Lührsen, Verfasser der Hamburgischen Hypotheken-Ordnung und Befürworter eines einheitlichen deutschen Grundbuchwesens. Ihr Sohn Johannes Lührsen (1838–1903) war zunächst Syndicus der Familie Jauch und wurde später Kaiserlich Deutscher außerordentlicher Gesandter und Minister.[132] Herkunft und Vermögen seiner Mutter galten in Hamburg als Argument, ihn trotz fehlender Auslandserfahrung 1869 als Konsul nach Smyrna zu entsenden; der Hamburger Senat bescheinigte ihm gegenüber dem zweifelnden Bundeskanzleramt, er entstamme „einer sehr respektablen und wohlhabenden Familie“. Charlottes Tochter Anna Lührsen (1854–1890) heiratete ihren Cousin, den Gutsherrn und Politiker August Jauch.

Enkelinnen Charlottes waren die Zwillingsschwestern Irene Marie (1883–1968) und Ines Lührsen (1883–1978), beide Kunstmalerinnen. Ines heiratete den Freiherrn Vistallo von Taxis di Bordogna e Valnigra, Sohn des letzten Obrist-Erbpostmeisters zu Trient und an der Etsch. Die Schwiegermutter von Irene Marie war die Schauspielerin Franziska Ellmenreich, Mitbegründerin und Ehrenmitglied des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Die Enkelin Carmen Carlota Lührsen (1877–1958) war mit dem Königlich Großbritannischen Konsul Henry Montagu Villiers aus der Familie der Earls of Clarendon verheiratet, Enkel des englischen Premierministers John Russell, 1. Earl Russell und Cousin des Philosophen Bertrand Russell; ihre Nachkommen sind die Barons Bolton.[133] Ihr angeheirateter Onkel war der Vizekönig von Indien Robert Bulwer-Lytton, 1. Earl of Lytton, dessen während der Großen Hungersnot in Indien verfolgte laissez-faire-Politik wegen der Millionen Hungertoten bis heute international umstritten ist.

Weitere Enkel Charlottes stammten aus der Ehe ihrer Tochter Jenny (1841–1917) mit dem preußischen Generalmajor Adolf von Feldmann.[134] Hans von Feldmann wurde Generalleutnant und Staatssekretär; seine Tochter Wilhelma war Patenkind Kaiser Wilhelms II. Otto von Feldmann diente als Oberstleutnant i. G. in der Deutschen Militärmission im Osmanischen Reich als Chef der Operationsabteilung des Osmanischen Großen Hauptquartiers und enger Mitarbeiter von Enver Pascha. Er unterstützte Deportationspläne gegen die armenische Bevölkerung und war damit an den Verbrechen des Völkermords an den Armeniern beteiligt; in einem späteren Aufsatz räumte er eine Mitverantwortung deutscher Offiziere ein.[135] In der Weimarer Republik leitete Feldmann das „Sekretariat von Hindenburg“ und steuerte als „politischer Beauftragter“ des mit der Familie verschwägerten Paul von Hindenburg dessen Wahlkampagne zum Reichspräsidenten.[136]

Bertha Jauch, verheiratete Knoop

Bertha Jauch (1860–1935) heiratete den aus Manchester stammenden Kaufmann William Oscar Knoop (1854–1938), Mitbegründer des Golfsports in Deutschland. Er zählte 1901 zu den Initiatoren des heutigen Wentorf-Reinbeker Golfclubs[137] und war 1906 an der Gründung des Hamburger Golf-Clubs beteiligt;[A 19] beide Clubs gehören zu den ältesten Golfanlagen des Landes.

Bertha Jauchs Tochter Alice Knoop war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der führenden deutschen Golfspielerinnen. Bei den ersten Deutschen Meisterschaften des Verbandes 1907 wurde sie Vizemeisterin[138] und gewann 1908 als erste deutsche Spielerin die offene Deutsche Golf-Meisterschaft.[139]

Grabstätten

Stammtafel

 
 
 
 
 
 
 
 
Georg Jauch
Bürgermeister von Sulza

1606–1675
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Christian Jauch
der Ältere
Erster Lacquay und Tafeldecker des Erbprinzen Karl von Mecklenburg
1688 Hoflieferant zu Güstrow
1696 Kauf- und Handelsmann zu Lüneburg

1638–1718
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Christoph Jauch
Superintendent
zu Lüneburg

1669–1725
 
Catharina Elisabeth Jauch
1671–1736

Johann Christoph von Naumann
 
Christian Jauch
der Jüngere
1699 verzeichnet im Zunftregister des Krameramts zu Hamburg
1701 Kauf- und Handelsmann zu Lüneburg

† 1720
 
Carl Jauch
Kaufmann und Postagent Lübecks
zu Lüneburg

1680–1755
 
Franz Georg Jauch
Oberstleutnant der Königlich-Polnischen Krongarde
1724 bei dem Thorner Blutgericht

1682–1753
 
Joachim Daniel
Jauch

Generalmajor und
Barockarchitekt
zu Warschau

1688–1754
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ludolph Friedrich Jauch
Hauptpastor
an St. Michaelis
zu Lüneburg

1698–1764
 
Tobias Christoph Jauch
Stadt-Secretarius
zu Lüneburg

1703–1776
 
Johann Christian Jauch
Erster Domherr und Vize-Dekan
zu Bardowick

1702–1778
 
Carl Daniel Jauch
1740 Erbauer des Stammhauses in Lüneburg
1752 Begründer der Jauchschen Handlung in Hamburg

1714–1795
 
Adolph Jauch
Kaiserlicher Notar
zu Hannover

1705–1758
 
 
Constance Jauch
1722–1802

Heinrich von Lölhöffel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Georg Jauch
Offizier a. D. und Kaufmann
zu Lauenburg

1727–1799
 
Eleonora Maria Jauch
1732–1797

Georg Christian Overbeck
Advokat zu Lübeck
 
Friedrich August Jauch
Senator zu
Hannover-Calenberg

1741–1796
 
Heinrich Georg Jauch
Oberstleutnant der Königlich-Polnischen Krongarde

* 1709
 
Carl Jauch
Gerichtsverwalter zu Horneburg
Domherr zu Bardowick

1735–1818
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Christian Jauch senior
Großbürger zu Hamburg
in Firma J. C. Jauch & Söhne
Ältester Deichgeschworener

1765–1855
 
Ludovica Jauch
1772–1805

1. Johann Carl Deetz
2. Joh. Heinr. Griebel
 
Christian Adolph Overbeck
Bürgermeister
von Lübeck

1755–1821
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Christian Jauch junior
Großbürger zu Hamburg
Herr auf Wellingsbüttel

1802–1880
 
Moritz Jauch
Großbürger zu Hamburg
Olt. d. Hanseat. Kavallerie

1804–1876


Auguste Jauch
 
Wilhelmine Jauch
1809–1893

Theodor Avé-Lallemant
 
Charlotte Jauch
1811–1872

Gustav Lührsen
 
Luise Jauch
1815–1881

Adolf Halske
Großbürger zu Hamburg
 
Hermann Jauch
Herr auf Fernsicht

1817–1859
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Carl Jauch
Großbürger zu Hamburg
Herr auf Wellingsbüttel
Olt. d. Hanseat. Kavallerie

1828–1888
 
Hermann Jauch
Herr auf Schönhagen und Schwonendal

1858–1916
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
August Jauch
Herr auf Fernsicht
Repräsentant der Notabeln in der Hamburgischen Bürgerschaft
Rittmeister a. D.

1848–1930
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Robert Jauch
Herr auf Krummbek

1859–1909
 
Paul Jauch
Kaufmann
in Firma Jauch Gebr.
Import & Export

1857–1915
 
Bertha Jauch
1860–1935

William Oscar Knoop
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heinrich Jauch
Erster Staatsanwalt
zu Hamburg

1894–1945
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hans Jauch
Oberst und Freikorpsführer
Fabrikant

1883–1965
 
Luise Jauch
Oberschwester auf dem „Zauberberg“ (Adriatica von Mylendonk)

1885–1933
 
Walter Jauch
Gründer von
Jauch & Hübener
Rittmeister d. Res.<>
1888–1976
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Robert Jauch
Kaufmann
Oberleutnant d. Res.
Teilnehmer der Schlacht um Stalingrad

1913–2000
 
Hermann Jauch
Hauptmann
stv. Regimentsadjutant im Stab des Art.-Regts. 69

1914–1943
 
Günther Jauch
Oberleutnant
Abteilungs-Adjutant im Stab des Art.-Rgts 227

1919–1942
 
Ernst-Alfred Jauch
Journalist
Leiter des Landesbüros Berlin der KNA
Leutnant d. Res.

1920–1991
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hans-Gerd Hermann Jauch
Insolvenzverwalter

* 1953
 
Robert Jauch
Priester
Franziskaner (OFM)

* 1954
 
 
 
 
 
Günther Jauch
Fernsehmoderator, Journalist und Produzent
Eigentümer des Weinguts von Othegraven

* 1956
 
 
 
 
 
 
 
 

Wappen

Wappen: In Gold ein Mann in schwarzer Kleidung mit schwarzem Haar und schwarzem Hut, Gesicht und Hände fleischfarben, die Unterarme erhoben; Kragen, Manschetten, Knöpfe und Gürtel golden; in der Rechten hält er eine fleischfarbene Hand, die aus einer schwarzen Wolke im rechten Obereck hervorkommt.

Helmzier: Auf einem en face gestellten ungekrönten Bügelhelm, um den Hals eine eiserne Kette mit goldenem Medaillon, mit eisernen Gitterstäben und schwarz-goldenen Decken ein goldenes Gottesauge im Dreieck mit Strahlenkranz um das Dreieck zwischen einem schwarzen offenen Flug.

Devise: „HERR DU LEITEST MICH NACH DEINEN RATH“ (Ps 73,24).[143]

Unzutreffend ist die abweichende Darstellung in der Hamburgischen Wappenrolle von 1912.[144]

Literatur

  • Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 200, 13. Hamburger, ISBN 3-7980-0200-2, S. 337–416; Bd. 209, 15. Hamburger, ISBN 3-7980-0209-6, S. 31–52, jeweils mit weiteren Literaturnachweisen.
  • Conrad Nikolaus Lührsen: Stammtafel des Geschlechtes Jauch, Aachen 1949.
  • Siegfried Koß: Jauch, Robert OFM. In: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Universitätsgeschichte, Ein bio-bibliographisches Verzeichnis, Köln 2004 (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Band 13).
  • Prot Lelewel: Pamiętniki i Diariusz Domu Naszego (Erinnerungen und Tagebuch meines Stammhauses), herausgegeben von Irena Lelewel-Friemannowa, Wrocław, Warszawa, Kraków 1966.
  • Isabel Sellheim: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789–1869) in genealogischen Übersichten, Neustadt an der Aisch 1989, ISBN 3-7686-5091-X.
Commons: Jauch family – Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Jauch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

  1. Die adelige Einordnung in polnischen Herbarzen und auch bei Zschirke erklärt sich wohl aus Rang und Hofnähe: Franz Georg Jauch als Oberstleutnant der Krongarde und Joachim Daniel Jauch als Generalmajor, Artilleriekommandeur und königlicher Baumeister standen in Positionen, die in Polen-Litauen meist von Angehörigen der Szlachta oder nobilitierten Ausländern besetzt waren; daraus wurde offenbar ohne nachweisbare Standeserhebung fälschlich auf Adel geschlossen. Ein Nobilitierungsakt ist nicht nachgewiesen.
  2. Bürgerporträt im sachlichen Stil des Spätbiedermeiers von Otto Speckter aus dem Jahr 1847 mit schlicht gehaltener, atypischer Kopfbedeckung statt des üblichen Zylinders.
  3. 1913: Einwohner 1.037.275, zur Bürgerschaft wahlberechtigt 83.187 …
  4. Zweck: Unterstützung „würdiger Armer“ in Borgfelde, Hamm und Horn, v. a. Einzelfallhilfen (Naturalien, kleinere Geldzuwendungen) und Vermittlung weiterer Hilfen; 1930 übergab August Jauch die Akten an das Staatsarchiv Hamburg.
  5. Abb. Ewald Jauch, KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  6. 1847 war Lelewel mit Karl Marx und Friedrich Engels Gründungsmitglied und Vizepräses der Demokratischen Vereinigung mit Sitz in Brüssel.
  7. Am 12. Januar 1661 hatte Gustav Adolph verfügt, wer der Schloßkirche „eigentlich einverleibt“ sei; Ausnahmen – etwa für Hofbedienstete – waren möglich. Steffen Stuth: Höfe und Residenzen …, S. 241 Anm. 359.
  8. Für Hofbedienstete am Güstrower Hof sind neben Geldbesoldung regelmäßig Sach- und Naturalleistungen belegt (Livree/Kleid, Kostgeld/Freitisch, oft freie Wohnung). Wohn- und Steuerprivilegien ergaben sich aus Burg- und Domfreiheit; vgl. Clemens Meyer: Geschichte der Güstrower Hofkapelle, in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 83, 1919, S. 1–46; Steffen Stuth: Güstrow als Residenz …, in: Mecklenburgische Jahrbücher, 114, 1999, S. 81–104.
  9. Kurzbiographie in: H. Reuter: Die St. Michaeliskirche in Lüneburg, Hannover und Leipzig 1918, S. 58.
  10. Bibliotheca b. Ludolph, Frider, Iauch: pastoris quondam ad D. Michaelis … publicae auctionis lege distrahetur Luneburgi, die 23. et sqq. m. Septembris a. 1765 …. Lüneburg 1765.
  11. „Archiv für deutsche Postgeschichte“ 1975, S. 125, zum Lübecker Postwesen und den „Lübschen Boten“, welche die Lübecker Post in anderen Städten besorgten.
  12. Repräsentatives Hofporträt in höfisch-militärischem Mischtyp, Halbfigur dreiviertel nach links mit weißem Halstuch mit Spitzenjabot, offen getragenem dunkelrotem Justaucorps und darunter getragenem Brustharnisch.
  13. "Auch ließ sich nach diesen der Obrist-Lieutenant von Jauch, welcher die Flotte commandirte, in einer Chalouppe, die von 6 auf vorgedachte Art propre gekleideten Matroßen geführet wurde, sehen", in: Ausführliche Beschreibung oder richtiges Journal, dessen was in dem welt-bekandten Königl. Pohlnisch- und Churfürstlich-Sächsischen Lust-Campement bey Mühlberg in Sachsen anno 1730 vom 30. May bis den 28. Junii jeden Tag öffentlich vorgegangen. 1730, S. 37.
  14. Vivat wurde [ˈfiːfat] ausgesprochen. Ein der lateinischen Sprache nicht mächtiger Untergebener hat dies wörtlich genommen und fälschlich [ˈfiːfat] auch Fifat geschrieben.
  15. „Aber als die genannten Räuber…“ (gemeint sind u. a. Fuchs, Iltis und Baummarder) „…von Jahr zu Jahr in geringerer Zahl auftraten, so mehrte sich der Bestand an Jagdwild, und der damalige Jagdpächter, Kaufmann JAUCH aus Hamburg, konnte die ersten Fasanen aussetzen. Als das an einem trüben Regentage geschah und die langschwänzigen Hühner träge in die neue Heimat spazierten, meinte ein Jagdfreund, wenn man etwas davon haben wolle, so sei es wohl ratsam, sie an Ort und Stelle zu erlegen.“ Ludwig Frahm: Stormarns Bruch, in: Jahrbuch des Alstervereins 1903, Seite 15.
  16. Luise Jauch (links), Sanitätsrat Friedrich Jessen (Mitte), Vorbild für Hofrat Behrens, und dessen Sohn Harald Jessen (rechts).
  17. Das Wrack gilt als Kriegsgrab und steht unter dem Protection of Military Remains Act.
  18. Bis heute das weltweit auflagenstärkste Buch eines ehemaligen Kommunisten – Michael Rohrwasser: Der Stalinismus und die Renegaten. Die Literatur der Exkommunisten, Stuttgart 1991, S. 188.
  19. Beide Vereine waren 1907 Gründungsmitglieder des Deutschen Golf Verbandes.

Einzelnachweise

  1. Erbbuch des Amtschössers Roßla vom Jahre 1512 in: Georg Judersleben: Einwohner Sulzas vor der Reformation. Bad Sulza 1936, S. 42–47.
  2. Adam Boniecki: Herbarz Polski, Bd. 8, Warszawa 1905, S. 340; Polska Encyklopedia Szlachecka, Bd. 6, Warszawa 1937, S. 194; Seweryn Uruski: Rodzina. Herbarz Szlachty Polskiej, Bd. 6, Warszawa 1909, S. 29; Emilian von Żernicki-Szeliga: Der Polnische Adel …, Bd. 1, Hamburg 1900, S. 373.
  3. Zirschke, Johann Georg: Zuverläßige Beschreibung der Hohen Generalität, oder ausführliche Nachrichten von den Hohen Kriegsbedienten, welche seit dem Jahre 1680. dem Hause Sachsen Albertinischer Linie, gedienet, Görlitz 1756, S. 339.
  4. Percy Ernst Schramm: Hamburg und die Adelsfrage (bis 1806). In: »Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte«, Bd. 55, 1969, S. 82.
  5. Matthias Wegner: Hanseaten. Von stolzen Bürgern und schönen Legenden. Siedler, Berlin 1999, S. 34f.
  6. Vgl. Matthias Wegner: Hanseaten. Berlin/Hamburg 1999, S. 39–42; Heinz Schilling, Gottfried Niedhart, Klaus Hildebrand: Die Stadt in der frühen Neuzeit. München 2004, S. 25 f.; so bereits für die hansische Zeit am Beispiel Kiels: Henning Landgraf: Bevölkerung und Wirtschaft Kiels im 15. Jahrhundert. Neumünster 1959, S. 63.
  7. Peter Borowsky: Vertritt die „Bürgerschaft“ die Bürgerschaft? …
  8. Anne-Marie Thede-Ottowell: Vom alten Stadtdeich, Hamburg 1998, S. 5 ff., 9.
  9. Lithographie des befreundeten Malers und Zeichners Eugen Krüger aus dem Jahr 1861, der regelmäßiger Jagdgast der Familie war.
  10. Fiege, Hartwig, Geschichte Wellingsbüttels – Vom holsteinischen Dorf und Gut zum hamburgischen Stadtteil, Neumünster 1982, S. 66
  11. Vgl. Klaus Mühlfried: Baukunst als Ausdruck politischer Gesinnung – Martin Haller und sein Wirken in Hamburg, Diss. Hamburg 2005, S. 49 f., 610; vgl. Matthias Wegner: Hanseaten, Berlin 1999, S. 34 f; Renate Hauschild-Thiessen: Adel und Bürgertum in Hamburg. In: Hamburgisches Geschlechterbuch. 14, 1997, S. 31.
  12. Martin Haller konstatierte bei den Hanseaten eine hochherrschaftliche Neigung zu bisweilen exzessiv betriebener Jagd. Vgl. Mühlfried, Klaus: Baukunst als Ausdruck politischer Gesinnung – Martin Haller und sein Wirken in Hamburg, Diss. Hamburg 2005, S. 49f.
  13. Mühlfried, Klaus: Baukunst als Ausdruck politischer Gesinnung – Martin Haller und sein Wirken in Hamburg, Diss. Hamburg 2005, S. 610.
  14. Hegewald, Carl Léon: Fürst Bismarck als Jäger, Neudamm 1895, S. 168.
  15. a b Fiege, Hartwig: Geschichte Wellingsbüttels, Neumünster 1982, S. 70.
  16. Heering, Wilhelm Christian August: Anleitung zu naturwissenschaftlichen Beobachtungen, 1905, S. 31
  17. Hamburger Tourist, Hamburg und Leipzig 1886, S. 9
  18. „Die angesehensten Bürger der Stadt übernahmen bei dem damals so lästigen Dienst gerne eine Officiersstelle“. Andreas Fahl: Das Hamburger Bürgermilitär 1814–1868, Berlin, Hamburg 1987, S. 45.
  19. Bedeutung und soziale Struktur des Bürgermilitärs.
  20. Andreas Fahl: Das Hamburger Bürgermilitär 1814–1868, Berlin/Hamburg 1987, S. 77; Ulrich Bauche: Abschied vom Bürgermilitär, Hamburg 1976.
  21. Fahl, S. 179
  22. Julia von Blumenthal: Freie und Hansestadt Hamburg: Das letzte Feierabendparlament. In: S. Mielke u. a.: Länder-Parlamentarismus in Deutschland. Wiesbaden 2006, S. 195. Renate Hauschild-Thiessen: Über den Hamburgischen Nationalcharakter. In: Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 127, 1979, S. 24.
  23. Hamburg wie es war und ist…, 1827, S. 136: „Alle Ehrenämter bei der Armen-Anstalt […] werden völlig unentgeltlich verwaltet.“
  24. https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bjv/stiftungen/stiftungsstandort-215234
  25. Archiv für soziale Hygiene, Band 8, 1913, S. 303
  26. Auguste-Jauch-Stiftung auf der Bürgerweide: Vom Hamburger Wohnstift zum sozialwirtschaftlichen Unternehmen-Alida Schmidt-Stiftung 1874 – 2014, S. 11; Heim für alte Männer: Hamburger Adressbuch: 1935, 2 - Seite xxiv.
  27. Christian Stubbe: Damenstift aus Dankbarkeit: Festschrift zum 50jährigen Jubiläum am 11.11.1936, Kiel (Verlag Damenstift aus Dankbarkeit, Pastor D. P[aul Franz August] Klappstein), 1936.
  28. Satzung für die Stiftung Kieler Stadtkloster vom 10. Februar 2017, Präambel.
  29. Monika Prösl: Die Auswanderung aus Baden nach Nordamerika während der Hungersnöte 1816/17 und 1846/47. 1977; Stadt Villingen-Schwenningen: Zeittafel für Schwenningen bis 1972.; The JAUCHs of Schwenningen.
  30. a b c Ahasver von Brandt: Geist und Politik in der lübeckischen Geschichte: 8 Kapitel von den Grundlagen historischer Größe, Lübeck 1954, S. 40.
  31. Hans-Jürgen Bömelburg Der Revolutions- und Aufstandsdiskurs in Polen (1789–1870), S. 52f
  32. Juliusz Stroynowski: Polen und Deutsche, Bd. 1 Was uns verbindet, 1973, S. 114.
  33. Grażyna Szewczyk, Renata Dampe-Jarosz: Eichendorff heute lesen, 2009, S. 158.
  34. Erbbuch des Amtschössers Roßla vom Jahre 1512 in: Georg Judersleben: Einwohner Sulzas vor der Reformation. Bad Sulza 1936, S. 42–47.
  35. Alfred Götze: Frühneuhochdeutsches Glossar, 1967, S. 128 („Jaherr = Jasager“); Georg Samuel Albert Mellin: Encyclopädisches Wörterbuch der kritischen Philosophie, 1802, S. 216; Friedrich Brinkmann: Die Metaphern: Studien über den Geist der modernen Sprachen, 1878, S. 146 („Joherr/Jaherr = Jasager“); Károly Mollay: Das Ofner Stadtrecht, Monumenta historica Budapestinensia, Bd. 1, 1959, S. 214, 233.
  36. Erbbuch des Amtschössers Roßla vom Jahre 1512 in: Georg Judersleben: Einwohner Sulzas vor der Reformation. Bad Sulza 1936, S. 42–47.
  37. Steffen Stuth: Höfe und Residenzen. Untersuchungen zu den Höfen der Herzöge von Mecklenburg im 16. und 17. Jahrhundert, Bremen 2001, S. 257.
  38. Johann Georg Bertram: Das Evangelische Lüneburg 1719, S. 583.
  39. Krafft, Melchior: Hollsteinische Zwey-Hundert-Jährige Jubel-Feyer, 1730, S. 356.
  40. Die „dabey unentbehrliche bedienten“ rechneten zum Hofstaat – Veit Ludwig von Seckendorf: Teutscher Fürsten-Staat, Jena 1720 (Erstausgabe 1655), S. 587 f.
  41. Johann Stieber: Merckwürdige und erbauliche Lebensbeschreibung der … Fürstin Magdalena Sibylla, Rostock 1745, S. 76, Anm. (8), 77.
  42. Vgl. Bernd Eggen, Marina Rupp: Kinderreichtum – Eine Ausnahme in der neueren Geschichte?, in: Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, 3/2005.
  43. Qvandoqvidem Jam, Gestiente Plaudenteqve Tota Provincia … Einladungsprogramm der Güstrower Domschule zur lateinischen Festrede Johann Christoph Jauchs zum Geburtstag des Herzogs, Güstrow 1689.
  44. Johann Georg Bertram: Das Evangelische Lüneburg, Braunschweig 1719, S. 286 f.
  45. Johann Georg Bertram: Das Evangelische Lüneburg, 1719, S. 287.
  46. Doris Böker: Hansestadt Lüneburg. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Bd. 22.1, S. 409 (Digitalisat).
  47. Johann Friedrich Agricola: Partitur-Torso, zusammengestellt zwischen 1755 und 1770 [1]
  48. Bertram: Das evangelische Lüneburg, S. 286.
  49. Michael Hochgartz: Thesen zur Identifizierung des Leipziger Hauptlibrettisten Johann Sebastian Bachs, 2023 [2]; Michael Hochgartz: Zur Person des Leipziger Hauptlibrettisten Johann Sebastian Bachs, 27. Juni 2025 [3].
  50. Christian Schlöpken: Chronicon oder Beschreibung der Stadt und des Stiftes Bardewick, Lübeck 1704, S. 429.
  51. Isabel Sellheim: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789–1869) in genealogischen Übersichten, Neustadt an der Aisch 1989, ISBN 3-7686-5091-X; vgl. auch Georg Lockemann: Robert Wilhelm Bunsen und seine Ahnen. In: Genealogie und Heraldik, 1948/50.
  52. Isabel Sellheim: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789–1869) in genealogischen Übersichten, Neustadt an der Aisch 1989.
  53. H. Reuter: Die St. Michaeliskirche in Lüneburg, Hannover und Leipzig 1918, S. 58.
  54. Urban Friedrich Christoph Manecke: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Lüneburg, Lüneburg 1816, S. 43.
  55. Johann Gottfried von Meiern: Gründliche Nachricht von dem an die Stadt Lübeck 1359 verpfändeten Dominio et Advocatia oder Herrschaft und Vogtey Möllen, 1740, S. 40.
  56. Handbuch der Provinz Hannover, 1783.
  57. Hannoverscher und Churfürstlich-Braunschweigisch-Lüneburgischer Staatskalender, 1801, S. 72.
  58. Königl.-grossbrittannischer und Churfürstl.-braunschweig-lüneburgscher Staatskalender, 1798, S. 66.
  59. Reisetagebuch des Präzeptors Preiß, Franckesche Stiftungen zu Halle, Sign. AFSt/H D 111, 1321–1324.
  60. Rudolf Ruprecht: Der Pietismus des 18. Jahrhunderts in den Hannoverschen Stammländern, 1919, S. 66.
  61. Wilhelm Görres, August Nebe: Geschichte des Johanneums zu Lüneburg, Lüneburg 1907, S. 43.
  62. Doris Böker: Hansestadt Lüneburg. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Bd. 22.1, S. 409 f., Abb. S. 400, 402, 409 und 410 (Digitalisat).
  63. Johann Georg Bertram: Das Evangelische Lüneburg 1719, S. 589.
  64. Ernst Engelberg, Wolfgang Küttler: Das Lange 19. Jahrhundert: Personen-Ereignisse-Ideen-Umwälzungen. Ernst Engelberg zum 90. Geburtstag, Bd. 1, 1999, S. 73.
  65. Das große deutsche Anekdoten-Lexikon, Erfurt 1843/44, Nachdruck Leipzig 1985, S. 302.
  66. DGB 200, S. 413f; nicht nachgewiesen in den Stammtafeln bei Ernst von Münnich, Arved Jürgensohn: Die Memoiren des Grafen Ernst von Münnich, 2006, ISBN 3-939119-37-7, S. 216 ff. Joachim Lelewel gibt ihren Namen mit Münich an und führt aus, sie sei eine Schweizerin gewesen, Korespondencja J. Lelewela z Karolem Sienkiewiczem [Briefwechsel zwischen Joachim Lelewel und Karol Sienkiewicz], in: Artur Śliwiński: Joachim Lelewel. Zarys biograficzny. Lata 1786–1831 [Joachim Lelewel. Biografischer Überblick. Jahre 1786–1831], Warschau 1918, S. 11–12.
  67. Konstanty Górski: Historya artyleryi polskiej, 1902, S. 321.
  68. Baron Galéra: Deutsche unter Fremdherrschaft, Bd. I, S. 24.
  69. Joachim Bahlcke: Daniel Ernst Jablonski: Religion, Wissenschaft und Politik um 1700, 2008, S. 241.
  70. »Beiträge zur Geschichte Danzigs und Umgebung«, Heft II, 1837, S. 10.
  71. Wichmann von Meding: Lauenburg: zur Geschichte des Ortes, Amtes, Herzogtums, 2008, S. 184.
  72. Vgl. Mutzenbecher. Zeitgeschichte Familie in Hamburg. Familiengeschichtliche Webseite. [4]
  73. Percy Ernst Schramm: Gewinn und Verlust, Hamburg 1969, S. 108.
  74. Arthur Freiherr von Hohenbruck: Der Holzexport Oesterreichs nach dem Westen und Norden, 1869, S. 78.
  75. Anne-Marie Thede-Ottowell: Vom alten Stadtdeich, Hamburg 1998, S. 5 ff.
  76. Thede-Ottowell, S. 12; Hartwig Fiege: Geschichte Wellingsbüttels, Neumünster 1982, S. 70; Friedrich Hebbel charakterisierte den Stadtdeich später als Gegend von „Katzen, Schlangen und Bären“ – Richard Maria Berner: Friedrich Hebbel. Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe, Teil 3, Band 3, 1905, S. 91.
  77. Heinrich Luden: Nemesis: Zeitschrift für Politik und Geschichte, Bd. 4, 1815, S. 210.
  78. Leben und Thaten des Tyrannen Davoust, 1814, S. 60; Theodor von Haupt: Hamburg und der Marschall Davoust, 1814, S. 41.
  79. „Der Import von Bauholz in größerem Maßstabe liegt in Hamburg fast ausschließlich in den Händen von zwei Firmen, nämlich der Herren J. C. Jauch & Söhne und Klinckrath & Martens, von welchen die erstere namentlich von sehr großer Bedeutung in diesem Fache ist“, in: Arthur Freiherr von Hohenbruck: Der Holzexport Oesterreichs nach dem Westen und Norden. 1869, S. 78.
  80. Fiege, Hartwig: Geschichte Wellingsbüttels, Neumünster 1982, S. 70; Jens-Peter Stödter: Wie der Fasan in den Brook kam ... und was Günther Jauch damit zu tun hat, in: Naturschutz für die Walddörfer, Jahresbericht 2013, S. 84–85
  81. Fieldssports Journal: Pheasant shooting - a short history, 16. Mai 2020 [5].
  82. Sammlung von Bau-Capital für das Haus der Patriotischen Gesellschaft, Hamburg 1845.
  83. Berichte über die Verhandlungen der constituierenden Versammlung in Hamburg, 1850.
  84. House Documents …, 13th–49th Congress, 1863, S. 31.
  85. Volkmar Schön (Hg.): "Auf nach Düppel" – erstmals Hilfe unter dem Zeichen des Roten Kreuzes, München 2019, S. 267 ff.
  86. Frank Hatje: Das Armenwesen in Hamburg …, in: Franklin Kopitzsch (Hrsg.): Das Volk im Visier der Aufklärung, Münster 1998, S. 176, Fn. 40.
  87. Staatsarchiv Hamburg, Aktenzeichen B 123 a.
  88. Schleswig-Holsteinische Anzeigen, 1870, S. 456.
  89. Ausschnitt aus einem Gemälde von Eugen Krüger vor 1876.
  90. M. Naumann: Die Plessen, Limburg an der Lahn 1971, S. 52.
  91. Dessen Großvater Diederich Brodersen (1640–1717) ist zugleich Vorfahr des Komponisten Johannes Brahms.
  92. J. F. Richter: Neuester, vollständiger Führer durch Hamburg, Altona und Umgegend, 1869, S. 28.
  93. Kelly’s Directory of Merchants, Manufacturers and Shippers, 1907, S. 858.
  94. Staatsarchiv Hamburg, Sign. 111-1 (Senat), 101496.
  95. Schönemann, Lisa: Die Geschichte beginnt hier: Die Reise der AUGUSTA VICTORIA [6]
  96. Christian Wilhelm Allers: Backschisch. Erinnerungen an die Reise der Augusta Victoria in den Orient, 1891, Passagierliste.
  97. Die Villen der Industriellen im Ruhrgebiet – Unser Reichtum gestattet es, in: Monumente April/2017 [7]
  98. Nach sechs Stunden gesiegt. In: Hamburger Abendblatt. 24. November 1980.
  99. Peter Koch: Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland, 2012, S. 350.
  100. Inge und Walter Jens: Frau Thomas Mann. Das Leben der Katharina Pringsheim, Reinbek 2003, Abb. 16; Günther Schwarberg: Es war einmal ein Zauberberg, Hamburg 1996.
  101. Thomas Sprecher: Die Krankenschwester im frühen Werk Thomas Manns …, in: ders. (Hrsg.): Literatur und Krankheit im Fin de siècle, Frankfurt am Main 2001, S. 35–72.
  102. Christian Virchow: Medizinhistorisches um den „Zauberberg“, Augsburg 1995.
  103. Standphoto bei filmportal.de, [8].
  104. The coffee barons of the ‚latifundia‘ (large plantations). In: »Report on Guatemala« (Guatemala News and Information Bureau, National Network in Solidarity with the People of Guatemala (U.S.)), Bd. 22–23, 2001, S. 9.
  105. Regina Wagner, Asociación de Educación y Cultura „Alejandro von Humboldt“, Comité de Investigaciones Históricas: Los alemanes en Guatemala: 1828–1944, Bd. 2, 1991, S. 381.
  106. Wiebke Hoffmann: Auswandern und Zurückkehren: Kaufmannsfamilien zwischen Bremen und Übersee, eine Mikrostudie, 1860–1930, 2009, S. 124.
  107. Vgl. Katharina Trümper: Kaffee und Kaufleute: Guatemala und der Hamburger Handel 1871–1914, 1996, die ausführt, Jauch Gebr. gehöre zu den wenigen Ausnahmen, die sich ohne eigenen Plantagenbesitz als Hamburger Kaffee-Importeure etablieren konnten (S. 72), und den wirtschaftlichen Zusammenhang mit den in Familienbesitz befindlichen Plantagen übersieht.
  108. Atlas Historico, Fondos documentales para la asistencia y/o acompanamiento de conflictos agrarios en el Departamento de San Marcos, 2004, S. 119.
  109. The Allied war against fascism enabled Guatemala to confiscate the vast lands of the German coffee barons who had dominated Guatemala’s economy since 1914. In: Blanche Wiesen Cook: The declassified Eisenhower: A Divided Legacy, 1981, S. 220.
  110. Hans-Robert Buck: Der kommunistische Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Hamburg, 1933–1945, 1969, S. 34.
  111. „The Russian show trials, prior to which, for the sake of the record, the accused are broken by torture, are very similar to the first trials (the Rote Marine Prozess) staged under the Nazis …“ – American Jewish Committee, Commentary, Band 54, 1972.
  112. Gertrud Meyer: Nacht über Hamburg: Berichte und Dokumente, 1971 (Bibliothek des Widerstandes), S. 27.
  113. Out of the night, Neuauflage Kessinger Publishing, 2005, S. 590.
  114. Breloer, Heinrich und Horst Königstein: Blutgeld. Materialien zu einer deutschen Geschichte. Köln 1982, S. 90.
  115. stolpersteine-hamburg.de
  116. Beispiel Jonny Dettmer in: Stefan Romey: Widerstand in Wandsbek 1933–1945, Herausgeber Bezirksversammlung Hamburg-Wandsbek, Hamburg 2021, S. 105–108
  117. Frank Bajohr: Arisierung in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933–1945, Hamburg 1997, S. 206.
  118. Im Wechsel der Gezeiten – Der Reeder Arnold Bernstein – Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin 2008, das den Nachlass besitzt.
  119. Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke: Hamburgische Biografie 5: Personenlexikon, 2010, S. 49.
  120. Georg Kreis u. a. (Hrsg.): Alfred Toepfer. Stifter und Kaufmann. Bausteine einer Biographie – Kritische Bestandsaufnahme, 2000.
  121. Zu den Verbindungen des Kreises der Widerstandskämpfer zu den Inhabern von Jauch & Hübener vgl. Karl Bartz: Die Tragödie der deutschen Abwehr, 1955, S. 92.
  122. Naumann, Johann Christoph von, Obrister. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 23, Leipzig 1740, Sp. 1291–1294.
  123. Karol Maurycy Lelewel. In: Polski Słownik Biograficzny, Bd. XVII, S. 25.
  124. Grażyna Szewczyk, Renata Dampe-Jarosz: Eichendorff heute lesen, 2009, S. 158.
  125. J. Beavington Atkinson: Overbeck, London 1882.
  126. Overbeck (Kaspar Nicolaus). In: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Bd. 3, Bd. 8, 1836, S. 32.
  127. Isabel Sellheim: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789–1869) in genealogischen Übersichten, Neustadt an der Aisch 1989, ISBN 3-7686-5091-X.
  128. Hartwig Dräger: Buddenbrooks: Dichtung und Wirklichkeit, Bilddokumente, Lübeck 1993, S. 230–233.
  129. Hans Christoph Worbs: Albert Lortzing in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, 1980, ISBN 3-499-50281-X, S. 9.
  130. Peter Feddersen: Tschaikowsky in Hamburg. Eine Dokumentation, Čajkovskij-Studien, Bd. 8, Mainz 2006, S. 256.
  131. Frederic Kroll: Klaus-Mann-Schriftenreihe: 1935–1937, Teil 2, 2006, S. 501.
  132. Dr. Johannes Lührsen auf thepeerage.com, abgerufen am 11. September 2016.
  133. Carmen Carlota Elvira Lührsen auf thepeerage.com, abgerufen am 11. September 2016. ; Melville Henry Marquis of Ruvigny and Raineval: The Plantagenet Roll of the Blood Royal: Being a Complete Table of All the Descendants Now Living of Edward III, King of England, 1994, S. 381.
  134. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum, Bd. 10, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1942], DNB 986919810, S. 15 f., Nr. 3054.
  135. Stefan Ihrig: Als der Genozid diskutiert wurde. Das Talat–Pascha–Attentat und die deutsche Debatte um den Genozid an den Armeniern. In: Rolf Hosfeld, Christin Pschichholz (Hg.): Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern, Göttingen 2017, S. 310; Jürgen Gottschlich: Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier, Berlin 2015, S. 133.
  136. Frank Möller: Charismatische Führer der deutschen Nation, 2004, S. 136; Gerhard Schulze-Pfälzer: Wie Hindenburg Reichspräsident wurde. Persönliche Eindrücke aus seiner Umgebung vor und nach der Wahl, 1925; Maximilian Terhalle: Deutschnational in Weimar: die politische Biographie des Reichstagsabgeordneten Otto Schmidt (-Hannover) 1888–1971, 2009, S. 151.
  137. Geert-Ulrich Mutzenbecher: Die Versicherer. Geschichte einer Hamburger Kaufmannsfamilie, Hamburg 1993, ISBN 3-8042-0638-7, S. 52.
  138. Geschichte des Wentorf-Reinbeker Golf Clubs, www.wrggc.de, Version vom 29. Dezember 2010 (Memento vom 19. September 2004 im Internet Archive)
  139. Velhagen & Klasings Monatshefte, Bd. 26, Ausgabe 3, 1912, S. 301.
  140. "Seelsorger, Superintendent und Schulinspektor, an dem Ort, an dem seine sterblichen Überreste im Chorraum vis à vis der jahrzehntelang von Georg Böhm (und einst wohl auch vom jungen Bach) gespielten Orgel seit dem 6. Februar 1725 ruhten - wohl bis zur Auflassung (Anm.: Neutralisierung der Grabplatten) der innerkirchlichen Grabstätten im 19. Jahrhundert." Michael Hochgartz: Zur Person des Leipziger Hauptlibrettisten Johann Sebastian Bachs, 27.6.2025 [9]
  141. Brandenburg, Johann Michael: Trauer-Cantata bey dem Leichen-Begräbniß, "Als dessen verblichener Cörper d. 6. Febr. An. 1725. in der St. Johannis Kirche Zu seiner Ruhekammer gebracht wurde". Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern [10]
  142. Joachim Daniel Jauch starb am 3. Mai, um drei Uhr nachmittags, im Jahre 1754. Am 8. Mai, um fünf Uhr nachmittags, begann die Überführung des Leichnams aus der Kapuzinerkirche in die Kirche der Jesuiten durch die Kapuziner. Die Beisetzung fand vier Tage später statt. Angeführt wurde der Leichenzug vom Bischof von Płock in feierlichem Ornat. Während der Prozession wurde von der Garde des Herrn Grafen Brühl, des Leiters der Artillerie, deren militärischer Kommandant Jauch gewesen war, Salut geschossen. Quelle: Kuryer Polski, Num. XLIII vom 15. Mai 1754. Die Gruft ist seit der Sprengung der Kirche durch die Deutschen beim Warschauer Aufstand und dem folgenden Wiederaufbau zugeschüttet und nicht mehr zugänglich. – Die Jesuiten waren Jauch verbunden, da er der Kirche noch als Protestant – er war erst drei Tage vor seinem Tod konvertiert – Fenster gestiftet hatte.
  143. Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 200, ISBN 3-7980-0200-2, 13. Hamburger, S. 337, Abb. S. 335; Devise 1703 für den Superintendenten Johann Christoph Jauch, Wappen mit Devise 1749 für Domherr Johann Christian Jauch.
  144. Siebmacher’s Grosses Wappenbuch, Bd. G, Hamburgische Wappenrolle. Nach Hamburgischen Wappenbüchern zusammengestellt von Eduard Lorenz Lorenz-Meyer, Neustadt 1976 (Neudruck).