Brückenhaus (Baunach)

Brückenhaus ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).

Geografie

Die ehemalige Einöde lag auf einer Höhe von 239 m ü. NHN am linken Ufer des Mains. Unmittelbar östlich liegt der Brückenhaussee. Ein Feldweg führt 600 Meter östlich zur Bundesstraße 279, die östlich nach Breitengüßbach und nordwestlich nach Baunach verläuft.[1]

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Brückenhaus aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Baunach.[2]

Im Jahre 1802 kam Brückenhaus an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Brückenhaus der Ruralgemeinde Baunach zugewiesen.[3][4]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001852 001861 001871 001885 001900 001910 001925 001950 001961
Einwohner  *  *  * 9 11 10 4 3 6 2 0
Häuser[5]  *  *  * 1 1 1 1 1
Quelle [3] [3] [3] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13]
* 
Ort wird zu Baunach gerechnet.

Religion

Brückenhaus war römisch-katholisch geprägt und nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[2][13]

Literatur

Fußnoten

  1. https://v.bayern.de/Fr3cF. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  2. a b I. Maierhöfer: Ebern, S. 176.
  3. a b c d I. Maierhöfer: Ebern, S. 293.
  4. Baunach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  5. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1961 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  6. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1141, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  7. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1295, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  8. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1229 (Digitalisat).
  9. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1307 (Digitalisat).
  10. https://gov.genealogy.net/item/show/source_276668
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1341 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1173 (Digitalisat).
  13. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 858 (Digitalisat).

Koordinaten: 49° 58′ 25,9″ N, 10° 51′ 21,5″ O