Godelhof

Godelhof
Stadt Baunach
Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 49′ O
Höhe: 261 m ü. NHN
Einwohner: (1. Jan. 2025)[1]
Postleitzahl: 96148
Vorwahl: 09544

Godelhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Godelhof liegt in der Gemarkung Appendorf.[3]

Geografie

Der Weiler liegt am Klingersgraben, der unmittelbar südlich als linker Zufluss in die Lauter mündet. Im Nordwesten grenzen ausgedehnte Waldgebiete an, die auf den Erhebungen der Haßberge liegen, darunter auch der Stufenberg (396 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2277 führt entlang der Lauter nach Appendorf (1,9 km südwestlich) bzw. nach Baunach zur Bundesstraße 279 (2,2 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Godeldorf (0,3 km nordöstlich).[4]

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Godelhof aus 3 Anwesen (1 Hof, 1 Tropfhäuslein, 1 Beständner). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das würzburgische Amt Ebern.[5]

Im Jahre 1802 kam Godelhof an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Godelhof der Ruralgemeinde Appendorf zugewiesen.[6] Von 1814 bis 1818 gehörte Godelhof zum Landgericht Ebern.[7] Am 1. April 1971 wurde Godelhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961
Einwohner 10 15 14 18 16 9 10 13 23 10
Häuser[9] 2 1 2 2 2 1 2 2
Quelle [6] [6] [6] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
Jahr 1970 1987 2024
Einwohner 11 16  *9
Häuser 4
Quelle [17] [18] [1]

Religion

Godelhof ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[5][16]

Literatur

Fußnoten

  1. a b Einwohnerzahlen der Stadt Baunach mit Ortsteilen. In: stadt-baunach.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  2. Stadt Baunach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. a b I. Maierhöfer: Ebern, S. 188.
  6. a b c d I. Maierhöfer: Ebern, S. 293.
  7. I. Maierhöfer: Ebern, S. 277.
  8. Baunach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  9. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1141, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1295, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1229 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1307 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1341 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1173 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 857 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).