Dorgendorf
Dorgendorf Stadt Baunach
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 10° 49′ O |
| Höhe: | 272 m ü. NHN |
| Fläche: | 1,75 km²[1] |
| Einwohner: | 388 (1. Jan. 2025)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 222 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96148 |
| Vorwahl: | 09544 |
Luftbild (2025)
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Dorgendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Dorgendorf hat eine Fläche von 1,751 km². Sie ist in 604 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2899,27 m² haben.[1][4]
Geografie
Das Kirchdorf liegt im Tal des Sendelbachs, eines rechten Zuflusses der Baunach, und am Lautener Graben, der innerorts als rechter Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden steigt das Gelände zum Lußberg im Lußberger Forst an, im Süden zum Stufenberg (396 m ü. NHN). Die Kreisstraße BA 37 führt entlang des Sendelbachs nach Priegendorf (1,6 km westlich) bzw. nach Reckenneusig zur Bundesstraße 279 (1,8 km östlich).[5]
Geschichte
Ludwig Schenk von Rotenhan hatte Mitte des 13. Jahrhunderts Besitzungen u. a. Dorgendorf.[6] Dorgendorf wurde seit Ende des 14. Jahrhunderts vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dorgendorf 20 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 fürstliches Jägerhaus, 14 Häuser, 1 Schenkstätte, 1 Hirtenhaus, 1 Tropfhaus) und die Herren von Rotenhan zu Rentweinsdorf (1 Hof, 1 Sölde).[8]
Im Jahre 1802 kam Dorgendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Dorgendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Rentweinsdorf. Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Dorgendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,752 km².[10]
Am 1. Januar 1972 wurde Dorgendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[11][12]
Baudenkmäler
In Dorgendorf gibt es fünf Baudenkmäler:[13]
- Forstweg 1: Ehemaliger Herrensitz mit Hofeinfahrt
- Talstraße 23: Bauernhaus mit Remise
- Katholische Filialkirche Heiliges Herz Jesu
- Steinkreuz
- Kruzifix
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 127 | 156 | 171 | 167 | 165 | 166 | 183 | 173 | 170 | 161 |
| Häuser[14] | 26 | 37 | 32 | 32 | 32 | |||||
| Quelle | [9] | [9] | [9] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] |
| Jahr | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 |
| Einwohner | 160 | 161 | 160 | 166 | 190 | 176 | 172 | 179 | 189 | 264 |
| Häuser | 34 | 33 | 33 | |||||||
| Quelle | [22] | [15] | [23] | [15] | [24] | [15] | [25] | [15] | [15] | [15] |
| Jahr | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 | ||||
| Einwohner | 257 | 250 | 235 | 265 | 291 | *388 | ||||
| Häuser | 36 | 44 | 76 | |||||||
| Quelle | [26] | [15] | [10] | [27] | [28] | [2] | ||||
Religion
Dorgendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[29][8][10]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dorgendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 634 (Digitalisat).
- Hans Karlinger, Hans Ring: Bezirksamt Ebern (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Unterfranken 15). R. Oldenbourg, München 1916, DNB 366497014, S. 45.
- Isolde Maierhöfer: Ebern (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 15). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1964, DNB 456999264 (Digitalisat).
Weblinks
- Dorgendorf. In: stadt-baunach.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Dorgendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Dorgendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Dorgendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Gemarkung Dorgendorf (092141). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ a b Einwohnerzahlen der Stadt Baunach mit Ortsteilen. In: stadt-baunach.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Stadt Baunach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ I. Maierhöfer: Ebern, S. 49.
- ↑ I. Maierhöfer: Ebern, S. 71.
- ↑ a b I. Maierhöfer: Ebern, S. 179.
- ↑ a b c d I. Maierhöfer: Ebern, S. 296f.
- ↑ a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 859 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 452.
- ↑ Baunach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Baunach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f g h Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 196, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1141, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 183 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1295, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 74 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 209 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1229 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 213 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1307 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 213 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1343 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1173 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ I. Maierhöfer: Ebern, S. 87.