Zwergbrunnen (Feldmoching)

Zwergbrunnen (Feldmoching)
Zwergbrunnen vor dem Kriegerdenkmal
Ort München
Land Deutschland
Bauzeit 1923–1924
Bildhauer Georg Müller
Technische Daten
Baustoff Muschelkalk
Koordinaten
Lage Koordinaten: 48° 13′ 0,2″ N, 11° 31′ 43,8″ O48° 13′ 0,2″ N, 11° 31′ 43,8″ O

Der Zwergbrunnen ist ein Brunnen in Feldmoching. Er ist unter der Nummer D-1-62-000-8409 als Baudenkmal in Feldmoching verzeichnet.[1]

Geschichte

Der Brunnen wurde 1924 nach einem Entwurf des Bildhauers Georg Müller (auch: J. Müller;[2] 1880–1952) geschaffen,[3] die bildhauerische Ausführung stammt von Ambros Finkenzeller.[2] Am 18. Mai 1924 wurde er eingeweiht.[2]

Im Jahr 1988 wurde der Brunnen saniert.[4]

Beschreibung

Der Standort liegt auf der Straßengabelung Feldmochinger und Grashofstraße. Wenige Meter hinter dem Brunnen befinden sich zwei Kriegerdenkmale für die gefallenen Feldmochinger Bürger in den Kriegsjahren um 1870 bzw. für diejenigen in den zwei Weltkriegen.

Der Brunnen besteht aus einem Rundbecken aus Muschelkalk, in dessen Mitte sich ein knieender Zwerg aus Bronze auf einem bergigen Fundament aus Vulkangestein befindet. Aus der ebenfalls bronzenen Schale, die der Zwerg über dem Kopf in beiden Händen hält, entspringt das Wasser für den Brunnen.[2][3]

Trivia

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung wurde das Kriegerdenkmal unmittelbar hinter dem Zwergbrunnen zwischen den Jahren 1920 und 1930 fertiggestellt, der Zwergbrunnen hingegen im Jahr 1924.[5] Nach den wenigen wissenschaftlichen Publikationen über beide Denkmäler wurde das Kriegerdenkmal[6] an dem Tag (18. Mai 1924) enthüllt, an dem auch der Zwergbrunnen[2] fertiggestellt wurde.

Literatur

  • Heinz J. Aubeck: Münchens bedeutsamste Brunnen. Books on demand. 2023. S. 340. (Online)
  • Zwerg-Brunnen. In: Otto Josef Bistritzki: Brunnen in München: lebendiges Wasser in einer großen Stadt. Callwey Verlag, München 1980. S. 137. (Vorschau in Google-books)
Commons: Zwergbrunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Baudenkmäler. 4. November 2025, S. 587, D-1-62-000-8409 (bayern.de [PDF]).
  2. a b c d e Otto Josef Bistritzki: Brunnen in München: lebendiges Wasser in einer großen Stadt. Callwey Verlag, München 1980, Zwerg-Brunnen, S. 137.
  3. a b Heinz J. Aubeck: Münchens bedeutsamste Brunnen. Books on demand, 2023, S. 340.
  4. mux de, Munich Germany: Zwergbrunnen | Brunnen | Lerchenau | Feldmochinger Str. 80992 München. Abgerufen am 5. November 2025.
  5. Christian Jocher-Wiltschka: Münchens größtes Dorf. In: Münchner Stadtteile – Feldmoching. 28. Oktober 2011, abgerufen am 5. November 2025 (Fundstelle: 3/13).
  6. Volker D. Laturell: Feldmoching. Die Entstehuns- und Entwicklungsgeschichte eines Münchner Stadtteiles. Verlag Dr. Benno Tins, München 1970, Der „Eduard“, S. 238.