Georg Müller (Bildhauer)
Georg Müller (* 23. Februar 1880 in München; † 13. Juli 1952 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.
Leben
Müller war der Sohn eines Tischlers und Holzschnitzers. Mit seiner Familie kam er im Jahr 1886, im Alter von sechs Jahren, in die USA, wuchs dort auf und begann dort seine Ausbildung zum Bildhauer. Zeitweise hielt er sich in Frankreich auf. In Chicago lernte er bei Max von Mauch, danach an der Münchner Kunstakademie bei Wilhelm von Rüman und Erwin Kurz. In den Jahren 1909 bis 1912 arbeitete er bei Hermann Hahn, bevor er sich in München selbstständig machte. Er wurde auch Mitglied der Münchener Secession, mit der er religiöse Statuen, Kriegerdenkmäler und Brunnen schuf.[1][2] Im Jahr 1913 erhielt er auf der internationalen Kunstausstellung München die Goldmedaille.[2]
In München fertigte er zahlreiche Brunnen und Büsten an, war aber auch in Regensburg, Ansbach, Augsburg, Landshut und Pirmasens aktiv.[2]
Für Büsten bekannter Persönlichkeiten wurde er später selbst berühmt. Die Nationalsozialisten schätzten Müllers Werke sehr, eine von ihm geschaffene Büste Johann Wolfgang von Goethes erwarb Adolf Hitler.[1]
Er nahm an den Kunstwettbewerben der Olympischen Spielen 1936 in Berlin teil.[1]
Im Jahr 1943 wurde er als Nachfolger von Josef Wackerle zum Professor an der Münchner Akademie der Bildenden Künste ernannt, an der er Anfang des 20. Jahrhunderts selbst unterrichtet wurde.[1]
Im Münchner Lenbachhaus befindet sich eine von Albert Steinbeck geschaffene Portraitbüste Müllers.[3]
Werke (Auswahl)
Brunnen
- Schusterbrunnen, 1914, Pirmasens[4]
- Bärenbrunnen, 1936, Elisabethplatz, München[5][6]
- Zwergbrunnen, 1924, Feldmoching, München[6]
- Zentrale Figur am Zierbrunnen, 1933, Shakespeareplatz, München[7]
Büsten
- Max Reger, 1931 von der Pinakothek München erworben[8]
- Bildnis eines Knaben, 1913, Glyptothek; seit 1922 Pinakothek[9]
- Bronzefigur „Eva“, 1929; 1931 erworben von der Pinakothek[10]
- Josef Sugar, 1924; im gleichen Jahr erworben von der Pinakothek[11]
- Jahnbüste in der Walhalla bei Regensburg[12]
Literatur
- Müller, Georg. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Band 7: Menghin–Pötel. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-25037-8, S. 254 (books.google.de – Leseprobe).
- Müller, Georg. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 25: Moehring–Olivié. E. A. Seemann, Leipzig 1931, S. 229 (biblos.pk.edu.pl).
Weblinks
- Georg Müller in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Georg Müller im München Wiki
- Georg Müller auf der Website des Auktionshauses Stahl
- Georg Müller, alle Werke auf der Website der Pinakothek München
- Georg Müller auf der Website des Lenbachhauses
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Olympedia – Georg Müller. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ a b c Müller, Georg. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Band 7: Menghin–Pötel. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-25037-8, S. 254 (books.google.de – Leseprobe).
- ↑ Albert Steinbeck, Porträtbüste des Münchner Bildhauers Georg Müller. Abgerufen am 8. November 2025 (englisch).
- ↑ kuladig.de
- ↑ Brunnen – Bei uns in München. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ a b Gerhard Willhalm: Münchner Stadtgeschichte – Das Stadtportal zur Geschichte Münchens. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ Otto Josef Bistritzki: Brunnen in München: lebendiges Wasser in einer großen Stadt. Callwey Verlag,, München 1980, Shakespearplatz – Zierbrunnen, S. 182.
- ↑ Sammlung – Der Komponist Max Reger. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ Sammlung – Bildnis eines Knaben. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ Sammlung – Eva. Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ Sammlung – Bildnis eines Mannes (Josef Sugar). Abgerufen am 8. November 2025.
- ↑ Müller, Georg. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 25: Moehring–Olivié. E. A. Seemann, Leipzig 1931, S. 229 (biblos.pk.edu.pl).