Tatort: Siebenschläfer
| Folge 1310 der Reihe Tatort | |
| Titel | Siebenschläfer |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 89 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Regie | Thomas Sieben |
| Drehbuch | Silke Zertz Frauke Hunfeld |
| Produktion | Nanni Erben |
| Musik | Michael Kamm |
| Kamera | Willy Dettmeyer |
| Schnitt | Carsten Eder |
| Premiere | 12. Okt. 2025 auf Das Erste |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Siebenschläfer ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom MDR Fernsehen produzierte Beitrag ist die 1310. Tatort-Episode und wurde am 12. Oktober 2025 im SRF, im ORF und im Ersten erstausgestrahlt. Der Dresdner Ermittler Peter Michael Schnabel ermittelt in seinem 19., Leonie Winkler in ihrem 13. Fall.
Handlung
Nach dem nächtlichen Ausreißen aus dem Jugendheim „Siebenschläfer“ wird die 16-jährige Lilly tot in einem See gefunden. Es steht noch nicht fest, ob es sich um ein Verbrechen handelt. Ihr Freund Pascal ist verschwunden. Pascal wurde mit vier Jahren seinen Eltern weggenommen. Die Ermittler Winkler und Schnabel stoßen im Heim auf widersprüchliche Aussagen – und bald geschieht ein weiteres Verbrechen. Der Leiter des Jugendamtes wird mit vielen Messerstichen ermordet.
Fast alle Bewohner des Jugendheims sind Patienten des Psychiaters Dr. Lukas Brückner. Laut dessen Aussage leidet Pascal an mehreren psychischen Krankheiten, welche unbedingt medikamentös behandelt werden müssen, da der Junge sonst extrem aggressiv wird. Weitere Ermittlungen ergeben, dass fast alle Jugendlichen Psychopharmaka bekommen, teilweise im Rahmen einer – genehmigten – Studie über ein noch nicht zugelassenes Medikament. Weil er eine ehemalige Erzieherin des Heims angegriffen und gewürgt hat, wird Pascal festgenommen und von Schnabel verhört. Schnabel erklärt Pascal, dass er selbst ein Heimkind war. Der Junge beteuert, Lilly nichts angetan zu haben. In einem unbeobachteten Moment flieht Pascal.
Die Situation eskaliert, nachdem mit Torsten Hess ein zuständiger Mitarbeiter des Jugendamtes erschlagen am Ufer der Elbe aufgefunden wird. Es stellt sich heraus, dass Lilly mit Lucy eine ältere Halbschwester hat, die lange im Ausland gelebt hat. Lucy ist jedoch zurückgekehrt und brachte den Leiter des Jugendamtes um. Lilly ist jedoch wohl durch einen Unfall in den See gefallen und betrunken ertrunken.
Hintergrund
Der Film wurde vom 22. Mai 2024 bis zum 19. Juni 2024 in Dresden, Leipzig und Umgebung gedreht.[1] Der Tatort lag am Westbruch in Waldsteinberg, das Ende des Films wurde im Dresdner Staudengarten gedreht.[2]
Rezeption
Kritiken
„Leider ist die Figurenführung für diesen ambitionierten Erzählansatz suboptimal. Entweder kommen die Charaktere somnambul und diffus daher, so wie die offenbar sedierten Kids im Heim, oder überreizt und überpointiert, so wie die Amtsschimmel und Seelenklempner.“
„Episode 19 des Dresdener Reihenablegers überzeugt vor allem als thematisch relevantes Krimi-Drama. Den Autorinnen Silke Zertz und Frauke Hunfeld gelingt es, die Geschichte auf allen Ebenen mit sozialer Realität zu durchdringen: Im Zentrum steht die staatliche Überforderung, Probleme des Gesundheitssystems, die konfliktreiche Arbeit der Jugendämter und der Jugendpsychiatrie, aber es geht auch um die andere Seite, um die von der Gesellschaft Abgehängten, die, die sich subjektiv als Opfer fühlen und die, die es objektiv sind. (Anm.: Der Autor vergibt vier von sechs möglichen Punkten.)“
Einschaltquoten
Die Erstausstrahlung von Siebenschläfer am 12. Oktober 2025 wurde in Deutschland von 8,16 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 31,9 % für Das Erste.[5]
Weblinks
- Tatort: Siebenschläfer bei IMDb
- Siebenschläfer auf den Internetseiten der ARD
- Siebenschläfer bei Tatort-Fans.de
Einzelnachweise
- ↑ Tatort: Siebenschläfer bei crew united, abgerufen am 5. September 2025.
- ↑ Connor Endt: Drehorte im „Dresden“-Tatort: Wie viel Stadt steckt in der neuen Folge? In: Sächsische Zeitung. 13. Oktober 2025 (kostenpflichtig online [abgerufen am 31. Oktober 2025]).
- ↑ Christian Buß: »Tatort« über Jugendunterbringun. Interniert, sediert, krepiert. In: Kultur. Der Spiegel, 10. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025: „Bewertung: 5 von 10 Punkten“
- ↑ Rainer Tittelbach: Kritik zum Film auf Tittelbach.tv, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Felix Maier: Primetime-Check: Sonntag, 12. Oktober 2025. Quotenmeter.de, 13. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025.