St. Margareta (Kofferen)

St. Margareta ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Kofferen einem Stadtteil der Stadt Linnich im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Die Kirche wurde zwischen 1953 und 1954 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang erbaut, steht unter dem Patronat der hl. Margareta von Antiochia und gehört zur Pfarre St. Josef/Linnich im Pastoralen Raum Linnich/Titz im Bistum Aachen.

Geschichte

Bereits im 8. oder 9. Jahrhundert soll es eine Kapelle in Kofferen gegeben haben, was jedoch nicht eindeutig nachzuweisen ist. Ende des 10. Jahrhunderts wurde eine Steinkirche in Formen der Romanik errichtet, die im 12. Jahrhundert erhöht und um ein nördliches Seitenschiff erweitert wurde. Um das Jahr 1500 erhielt das Gotteshaus einen neuen Chor im gotischen Stil. Eine letzte bauliche Veränderung erfuhr diese Kirche mit der Erweiterung nach Westen und dem Neubau des Glockenturmes in den Jahren 1926 bis 1927.

1944 wurde die romanisch-gotische Kirche durch die Kampfhandlungen in Folge des Zweiten Weltkrieges beschädigt und im Februar 1945 gesprengt und damit fast vollständig zerstört. Lediglich Teile der Südwand aus dem 10./12. Jahrhundert konnten gerettet werden. Diese Wand ist unter Nummer 39 als Baudenkmal in die Liste der Baudenkmäler in Linnich eingetragen.

Die heutige Kirche wurden in den Jahren 1953 bis 1954 unter Einbeziehung der alten Südwand nach Plänen der Aachener Architekten Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang erbaut. Die feierliche Kirchweihe war am 15. Mai 1954.

Kofferen war erst seit 1953 eigenständige Pfarre, zuvor war St. Margareta eine Filialkirche von Glimbach.[1]

Die Pfarre St. Margareta wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgelösten Pfarreien zur Großpfarre St. Josef/Linich fusioniert. Seitdem ist St. Margareta keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.[2]

Ausstattung

In der Kirche befindet sich eine überwiegend moderne Ausstattung. Jedoch sind einige alte Figuren und der alte Kreuzweg erhalten. Die Fenster der Kirche entwarf der Künstler Ernst Jansen-Winkeln. Sie wurden im Jahr 1965 in der Kirche eingesetzt. Die Fenster in der romanischen Südwand schufen ein unbekannter Künstler und Halla Haraldsdottir im Jahr 1997.[3] Die Fenster im Chorraum wurden von dem Künstler Fritz Oidtmann 1995 entworfen, der auch der unbekannte Künstler ist, der gemeinsam mit Halla Haraldsdottir die Fenster der romanischen Südwand entworfen hat.

Die Orgel, gebaut von der Orgelbauanstalt Karl Bach aus Aachen, hat 11 Register mit folgender Disposition:

Pedal C–f1
Subbass 16′
Gedacktbass 8′
Offenbass 4′ 2f.
Manual I C–g3
Holzflöte 8′
Weidenpfeife 8′
Rohrflöte 4′
Prinzipal 2′
Manual II C–g3
Gedackt 8′
Prinzipal 4′
Nachthorn 2'
Zimbel 1' 3f.

Pfarrer

Folgende Priester wirkten bis zur Aufhebung der Pfarre 2026 als Rektoren bzw. seit 1953 als Pfarrer an St. Margareta:[4]

  • 1930–1934: Ferdinand Heckmanns
  • 1934–1936: Alfons Neuenhofer
  • 1936–1959: Wilhelm Knott
  • 1960–1972: Josef Sieben
  • 1973–1981: Joseph Küppers
  • 1981–1999: Heinrich Joussen
  • 1999–?: P. Horst Heinen
  • 2009–2025: Stefan Bäuerle
Commons: St. Margareta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 440 f.
  2. Nr. 182 Dekret über die Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich. In: Kirchliches Amtsblatt des Bistums Aachen Nr. 9.2/2025. Abgerufen am 5. Januar 2026.
  3. http://www.glasmalerei-ev.de/pages/b2144/b2144.shtml (abgerufen am 26. September 2014)
  4. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 440.

Koordinaten: 51° 0′ 2,9″ N, 6° 19′ 7,1″ O