Speiersberg

Speiersberg
Koordinaten: 50° 4′ N, 10° 53′ O
Höhe: 255 m ü. NHN
Einwohner: 38 (30. Sep. 2023)[1]
Postleitzahl: 96179
Vorwahl: 09533
Ortsansicht

Speiersberg (fränkisch: Schbaiaschbeach[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Speiersberg liegt in der Gemarkung Medlitz.[4]

Geografie

Das Dorf liegt an einem linken Seitenarm der Itz. Gegen Nordosten steigt das Gelände um 150 Höhenmeter an zum Ummersberg. Die Bundesstraße 4 führt entlang der Itz nach Medlitz (1,6 km südlich) bzw. nach Hilkersdorf (0,8 km nordwestlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde um 1270 in den Zehntauskünften der Würzburger Dompropstei als „Spirberg“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens kann sowohl der Tiername Sperling als auch der Baumname Speierling sein.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Speiersberg aus 13 Anwesen (3 Güter, 8 Sölden, 2 Tropfhäuser). Das Hochgericht hatten das würzburgische Centamt Medlitz und das bambergische Centamt Döringstadt. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Dompropsteiamt Döringstadt.[7]

Im Jahre 1802 kam Speiersberg an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Speiersberg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.[8] Am 1. Juli 1972 wurde Speiersberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[9]

Baudenkmäler

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002023
Einwohner 64 70 66 71 61 62 62 57 51 50 38
Häuser[11] 12 14 13 10 10 10 10
Quelle [8] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Religion

Speiersberg ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.[7][18]

Literatur

Commons: Speiersberg – Sammlung von Bildern

Fußnoten

  1. a b Zahlen | Daten | Fakten > Einwohner nach Ortsteil. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  2. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 343. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: šbai̯ɐšbeəχ.
  3. Markt Rattelsdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  4. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  5. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  6. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 343ff.
  7. a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 103.
  8. a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 161f.
  9. Rattelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  10. Denkmalliste für Rattelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  11. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 946, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1120, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1065 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1118 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1155 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1000 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 735 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).