Poppendorf (Rattelsdorf)
Poppendorf Markt Rattelsdorf
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 10° 52′ O |
| Höhe: | 266 m ü. NHN |
| Einwohner: | 65 (30. Sep. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 96179 |
| Vorwahl: | 09533 |
Poppendorf (itzgründisch: Boggngdöf[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Poppendorf liegt in der Gemarkung Busendorf.[4]
Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur an einem namenlosen linken Zufluss der Itz, bereits schon jenseits des Talgrundes dieses Flusses. Eine Anliegerstraße führt 400 Meter östlich zur Bundesstraße 4, die südlich nach Busendorf bzw. nördlich nach Lahm verläuft.[5]
Geschichte
Der Ort wurde ca. 1319 als „Bopendorf“ erstmals urkundlich erwähnt, als Gotfrid von Volkach den Zehnten dieses Ortes vom Bistum Würzburg als Lehen empfangen hatte. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Poppo.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Poppendorf aus 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Grundherren waren das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt (3 Sölden, 1 Gütlein, 1 Tropfhaus) und das würzburgische Amt Ebern (3 Gütlein, 1 Haus).[7]
Im Jahre 1802 kam Poppendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Poppendorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Lahm und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Busendorf zugewiesen.[8] Am 1. Juli 1972 wurde Poppendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Poppendorf gibt es fünf Baudenkmäler:[10]
- Haus Nr. 3: Torpfeiler und Gartenzaunpfosten
- Haus Nr. 4: Kapelle
- Haus Nr. 9: Wohnhaus
- Pumpbrunnen
- Bildstock
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 44 | 64 | 57 | 71 | 57 | 55 | 90 | 51 | 42 | 62 | 65 |
| Häuser[11] | 14 | 10 | 11 | 10 | 10 | 9 | 15 | ||||
| Quelle | [8] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [1] |
Religion
Poppendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Dorothea Fastnacht: Staffelstein: Ehemaliger Landkreis Staffelstein (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 5). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, DNB 986642908, S. 271–273.
- Georg Paul Hönn: Poppendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 148 (Digitalisat).
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Staffelstein (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 28). Deutscher Kunstverlag, München 1968, DNB 457441232, S. 170.
- Hildegard Weiß: Lichtenfels-Staffelstein (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 7). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1959, DNB 455437866 (Digitalisat).
Weblinks
- Gemeindeteile > Poppendorf. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- Poppendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- Poppendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- Poppendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 8. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Zahlen | Daten | Fakten > Einwohner nach Ortsteil. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ D. Fastnacht: Staffelstein, S. 271. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: bǫgŋdöf.
- ↑ Markt Rattelsdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ D. Fastnacht: Staffelstein, S. 271ff.
- ↑ a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 94.
- ↑ a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 158.
- ↑ Rattelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Rattelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 948, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1121, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1067 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1121 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1157 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 997 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 733 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).