Silberbach (Selb)
Silberbach Große Kreisstadt Selb
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 12° 10′ O |
| Höhe: | 533 m ü. NHN |
| Einwohner: | 314 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 |
| Postleitzahl: | 95100 |
| Vorwahl: | 09287 |
Silberbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Silberbach hat eine Fläche von 2,026 km². Sie ist in 319 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6351,46 m² haben.[3] In ihr liegen außer dem namensgebenden Ort Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal.[4]
Geographie
Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel am Silberbach inmitten des Hohenberger Forstes, in dem sich der Hengstberg erhebt (651 m ü. NHN). Östlich des Ortes, noch in der Rodungsinsel, befindet sich die Steingruppe Kimme und Korn, die als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2178 führt nach Hohenberg an der Eger (5,5 km südöstlich) bzw. nach Selber Vorwerk (3,5 km nördlich).[5]
Geschichte
Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein „Silberbächlein“ schriftlich erwähnt. Um 1550 wurde der Ort wurde unter dem Markgrafen Albrecht Alcibiades aufgrund von Bergwerksaktivitäten am Silberbach gegründet. Er bestand aus vier kleinen Anwesen. Die Vorkommen waren allerdings wenig ergiebig. Im 18. Jahrhundert bestand Silberbach aus 15 Reutgütern und Tropfhäuser, die im Hochgericht teils dem Sechsamt Selb, teils dem Amt Hohenberg unterstanden.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Silberbach dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Silberbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Längenau zugewiesen.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Silberbach. Zu dieser gehörten Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal.[6] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb (1919 in Finanzamt Selb umbenannt). Wenig später wurde Buchwald der Gemeinde einverleibt. Ab 1862 gehörte Silberbach zum Bezirksamt Rehau (1939 in Landkreis Rehau umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Selb (1879 in das Amtsgericht Selb umgewandelt, 1973 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,278 km².[9] Am 1. Januar 1978 wurde Silberbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.[10][11]
Ehemaliges Baudenkmal
- Eisenschmelzofen in der Waldabteilung Egerrangen
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Silberbach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 171 | 328 | 318 | 305 | 309 | 339 | 335 | 299 | 326 | 293 | 296 | 294 | 252 | 245 | 218 | 234 | 248 | 217 | 183 | 366 | 355 | 330 | 331 | 325 |
| Häuser[12] | 42 | 44 | 44 | 46 | 46 | 53 | 66 | |||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [13] | [13] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [13] | [21] | [13] | [22] | [13] | [23] | [13] | [13] | [13] | [24] | [13] | [9] | [25] |
Ort Silberbach
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 126 | 169 | 196 | 180 | 135 | 144 | 242 | 257 | 263 | 314 |
| Häuser[12] | 26 | 27 | 28 | 37 | 49 | 90 | ||||
| Quelle | [8] | [14] | [16] | [19] | [21] | [23] | [24] | [9] | [25] | [1] |
Religion
Silberbach ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Andreas (Selb) gepfarrt.[9]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 630 f.
- Reinhard Höllerich: Rehau-Selb : ehemaliger Landkreis Rehau u. ehemals kreisfreie Stadt Selb (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 3). Michael Laßleben, Kallmünz 1977, ISBN 3-7696-9909-2, S. 79 f.
- Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 418.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 201–202.
Weblinks
- Silberbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. November 2025.
- Silberbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. November 2025.
- Silberbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. November 2025.
- https://www.silberbach-selb.de
- https://www.silberbach.info
Fußnoten
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 321 (Digitalisat).
- ↑ Große Kreisstadt Selb, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 19. Dezember 2024.
- ↑ Gemarkung Silberbach (092016). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 201f.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ a b c A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 115 (Digitalisat). Für die Gemeinde Silberbach zuzüglich der Einwohner von Blumenthal (S. 10) und Wellerthal (S. 136).
- ↑ a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 728 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 700 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Selb > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ a b Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f g h i j Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 155, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 936, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1110–1111, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 57 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 164 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1057–1058 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 164 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1109–1110 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 164 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1145–1146 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 990 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 166 (Digitalisat).