Hammergut (Selb)
Hammergut Große Kreisstadt Selb
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 12° 6′ O |
| Höhe: | 520 m ü. NHN |
| Einwohner: | 115 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95100 |
| Vorwahl: | 09287 |
Hammergut ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Hammergut liegt in der Gemarkung Unterweißenbach.[3]
Geographie
Das Dorf Hammergut bildet mit dem Dorf Unterweißenbach im Nordwesten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Selb und an der Bundesautobahn 93, die hier ca. 300 Meter unterirdisch verläuft und somit diese zusammenhängende Siedlung ermöglicht. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die A 93 unterquerend nach Unterweißenbach zur Kreisstraße WUN 19 (0,3 km nordwestlich) bzw. nach Papiermühle (1,1 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Das ehemalige Hammerwerk wurde 1408 erstmals schriftlich erwähnt; sie gehörte damals einem Erhart Forster. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Ort „Hammergut“ genannt.[5]
Von 1797 bis 1810 wurde der Ort vom Justiz- und Kammeramt Wunsiedel verwaltet.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde Hammergut dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbach und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Unterweißenbach zugewiesen.[5] Am 1. Januar 1978 wurde Hammergut im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.[7]
Baudenkmäler
In Hammergut gibt es zwei Baudenkmäler:[8]
- Hammergut 2: Mühle, Wohnstallhaus
- Selbbachbrücke
- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 34: Frackdachhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts; Erdgeschoss massiv, hofseitiges Obergeschossverbrettertes Ständerwerk.[9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 33 | 37 | 23 | 43 | 58 | 51 | 64 | 25 | 115 |
| Häuser[10] | 4 | 5 | 6 | 6 | 10 | 31 | |||
| Quelle | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [1] |
Religion
Hammergut ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Andreas (Selb) gepfarrt.[17]
Literatur
- Michael Brix, Karl-Ludwig Lippert: Ehemaliger Landkreis Rehau und Stadt Selb (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 34). Deutscher Kunstverlag, München 1974, ISBN 3-422-00545-5, S. 25.
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 252.
Weblinks
- Hammergut in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. November 2025.
- Hammergut in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. November 2025.
- Hammergut im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 320 (Digitalisat).
- ↑ Große Kreisstadt Selb, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 19. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 252.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ Selb > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ Denkmalliste für Selb (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ M. Brix, K.-L. Lippert: Ehemaliger Landkreis Rehau und Stadt Selb, S. 25. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 936, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1112, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1058 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1110 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 990 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 728 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 166 (Digitalisat).