Buchwald (Selb)
Buchwald Große Kreisstadt Selb
| |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 10′ N, 12° 12′ O |
| Höhe: | 598 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,59 km²[1] |
| Einwohner: | 40 (25. Mai 1987)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 15 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 95100 |
| Vorwahl: | 09287 |
Buchwald ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Buchwald hat eine Fläche von 2,589 km². Sie ist in 148 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17494,52 m² haben.[1][4]
Geographie
Das Dorf ist eine Streusiedlung nördlich des Selber Forstes und westlich der Grenze zu Tschechien. Haus Nr. 12 befindet sich direkt an der tschechischen Grenze. Die meisten Anwesen sind an einer Gemeindeverbindungsstraße aufgereiht; Haus Nr. 1 liegt zwei Kilometer westlich von Haus Nr. 12 entfernt. Die Gemeindeverbindungsstraße knickt hier in Richtung Norden ab und führt nach 900 Metern nach Längenau.[5]
Geschichte
Der Flurname Buchwald wurde im Landbuch der Sechsämter (1499) erstmals schriftlich erwähnt. Die Siedlung selber entstand erst ab 1713. Im Jahr 1787 gab es zehn Reutgüter, die verstreut voneinander waren.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Buchwald dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Buchwald dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Längenau zugewiesen.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Buchwald; sie wurde einige Jahre später wieder aufgelöst und der Ruralgemeinde Silberbach einverleibt.[6] Am 1. Januar 1978 wurde Buchwald im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.[9]
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 1: Vierseitanlage der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wohnstallhaus mit Frackdach; Erdgeschoss verputzt massiv, hofseitiges Obergeschoss in geschlämmtem Fachwerk. An der äußeren Langseite neuerer zweigeschossiger Anbau anstelle des abgebrochenen Backofens.[10]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 51 | 96 | 86 | 74 | 74 | 70 | 70 | 56 | 51 | 40 |
| Häuser[11] | 12 | 12 | 12 | 11 | 11 | 12 | ||||
| Quelle | [8] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [2] |
Religion
Buchwald ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Andreas (Selb) gepfarrt.[18]
Literatur
- Michael Brix, Karl-Ludwig Lippert: Ehemaliger Landkreis Rehau und Stadt Selb (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 34). Deutscher Kunstverlag, München 1974, ISBN 3-422-00545-5, S. 19.
- Johann Kaspar Bundschuh: Buch am Wald. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 468 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 97.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 149–150.
Weblinks
- Buchwald in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 12. November 2025.
- Buchwald in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 12. November 2025.
- Buchwald im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 12. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Gemarkung Buchwald (092010). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 320 (Digitalisat).
- ↑ Große Kreisstadt Selb, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 149f.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 285 (Digitalisat).
- ↑ a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 14 (Digitalisat).
- ↑ Selb > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ M. Brix, K.-L. Lippert: Ehemaliger Landkreis Rehau und Stadt Selb, S. 19. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 936, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1111, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1057 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1110 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 990 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 728 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 166 (Digitalisat).