Schwebebahnstation Oberbarmen Bahnhof
| Oberbarmen Bahnhof | |
|---|---|
| Eröffnung: | 27. Juni 1903 |
| Neubau: | 22. Oktober 2012 |
| Stadtteil: | Oberbarmen |
| Lage: | Wasserstrecke |
| Anschrift Station: | Station: Berliner Platz 2 |
| Anschrift Wagenhalle: | Rittershauser Brücke 1 |
| Streckenkilometer: | 13,3 |
| Stationsnummer: | 20 |
| Stützen: | 465–466 |
| Ehemalige Namen: | Rittershausen, Oberbarmen, Oberbarmen Bf/Berliner Platz |
| Betriebskürzel: | OBB |
Die Schwebebahnstation Oberbarmen Bahnhof, offiziell abgekürzt Oberbarmen Bf, ist die östliche Endstation der Wuppertaler Schwebebahn. Sie liegt im Wuppertaler Stadtteil Oberbarmen, in ihrer Nähe befindet sich der namensgebende Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen. Die Haltestelle befindet sich in Hochlage über der Wupper und verfügt über Seitenbahnsteige, deren Zugang über Wendeltreppen erfolgt. Für den barrierefreien Zugang stehen Aufzugsanlagen bereit. Unmittelbar südlich der Schwebebahnstation befinden sich der Busbahnhof „Oberbarmen Bf“, nördlich grenzt der Berliner Platz an. Östlich der Station befinden sich eine Schleife zum Wenden der Bahnen sowie ein Depot. Im Gegensatz zur am anderen Ende der Strecke gelegenen Schwebebahnstation Vohwinkel können in Oberbarmen nur Züge abgestellt werden, wogegen sich in Vohwinkel zusätzlich die Fahrzeugwerkstatt befindet.
Bei Eröffnung im Jahr 1903 hieß die Station zunächst Rittershausen, wurde dann aber – in Folge der 1929 erfolgten Stadtgründung Wuppertals – 1930 in Oberbarmen umbenannt. Ab Integration in den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) 1980 hieß sie schließlich Oberbarmen Bf/Berliner Platz, um Verwechslungen mit dem namensgebenden Bahnhof der Deutschen Bundesbahn zu vermeiden. In den 2010er Jahren entfiel der Zusatz „Berliner Platz“.
Geschichte
Die Schwebebahnstation und die Wagenhalle Oberbarmen wurden im Sommer und Herbst 2012 umgebaut. In dem Sommerferien 2012 pausierte dazu der Verkehr der Schwebebahn, um die Haltestelle, einen Teil der Wagenhalle und das Gerüst demontieren zu können. Bis Oktober wurde die Station neu gebaut, der letzte bediente Halt war in dieser Zeit Wupperfeld.[1] Am 22. Oktober 2012 wurde dann der Neubau eröffnet.[2] Die historische Wagenhalle wurde ebenfalls durch einen Neubau in einem ähnlichen Stil ersetzt,[1] was von Denkmalschützern kritisiert wurde.[3]
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Stationsschild, 2008 noch mit dem Zusatz Berliner Pl.
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Alte Station und Busbahnhof, Blick von Südosten im Jahr 2008
Anschlussmöglichkeiten
Über den Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen bestehen Umsteigemöglichkeiten zu mehreren Linien des Schienenpersonennahverkehrs. Der Busbahnhof bietet Umsteigemöglichkeiten zu den Buslinien in die östlicheren Wuppertaler Stadtteile sowie nach Ennepetal, Radevormwald und Lüttringhausen.
Depot und Kehrgleise
Hinter der Endstation liegt über der Wupper im Bereich der Stützen 468 bis 472 das Depot Oberbarmen mit der Anschrift Rittershauser Brücke 1.[4] Dort können auf einem durchgehenden und drei Stumpfgleisen bis zu 15 Gelenkwagen abgestellt werden.[5] Die Anlage verfügt über ein Tonnendach und wurde bei ihrem Neubau um 30 Meter verlängert.[6] Bis zum Umbau fanden dort nur acht Schwebebahnzüge Platz.[7]
Das zusammen mit der Endstation am 27. Juni 1903 in Betrieb genommene Depot Oberbarmen hatte ursprünglich drei Schleifengleise im hinteren Bereich, eines von ihnen war dabei das reguläre Schleifengleis für alle Regelkurse. Ursprünglich sollte auch die Endstation Rittershausen, analog zu Vohwinkel, von Beginn an eine zusätzliche Kehrmöglichkeit zwischen Bahnsteigbereich und Wagenhalle erhalten. Doch wurde diese noch während des Baus verworfen, nachdem Analysen der ersten beiden Betriebsjahre ergeben hatten, dass der geschlossene Kreislauf verspätungsanfällig war, weil sich Verzögerungen stets auch auf die Gegenrichtung übertrugen. Um dem entgegenzuwirken, mussten alle Regelkurse die lange Depotdurchfahrt mit 5 km/h passieren, das heißt sie wurden künstlich verzögert. Dadurch ergab sich im Fahrplan eine überschlagene Wende, die eine pünktliche Rückfahrt Richtung Vohwinkel erleichterte.
Im Zuge des Neubaus der Wagenhalle, die sieben Meter länger ausfiel als ihre Vorgängerin, wurde schließlich doch noch eine vordere Wendeschleife errichtet und zum Ende der Sommerferien 2012 in Betrieb genommen. Die hinteren Schleifengleise dienen seither nur noch dem Rangierbetrieb, die Regelkurse durchfahren beim Umkehren nicht mehr die gesamte Wagenhalle. Zudem müssen die Fahrgäste der historischen Sonderfahrten mit dem Kaiserwagen den Zug in Oberbarmen nicht mehr verlassen, sondern dürfen ausnahmsweise während der Schleifenfahrt im Fahrzeug bleiben.
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Ein Zug beim Wenden, die Möglichkeit, ohne Depotdurchfahrt umzukehren, besteht erst seit 2012
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Endstation mit Wagenhalle
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Detailansicht des Streckenendes
Weblinks
- Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste
- Fotos der Schwebebahn-Station „Oberbarmen Bf“
Einzelnachweise
- ↑ a b Stefan Melneczuk: Schwebebahn Oberbarmen: Nach den Ferien eine Baustelle. In: Westdeutsche Zeitung. 29. März 2012, abgerufen am 17. Juni 2021.
- ↑ Die Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn : Daten und Fakten. (pdf) Wuppertaler Stadtwerke, August 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 17. Juni 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Stefan Melneczuk: Wagenhalle vor dem Abriss: Die Kritik nimmt kein Ende. In: Westdeutsche Zeitung. 17. April 2012, abgerufen am 17. Juni 2021.
- ↑ Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste
- ↑ Bauüberwachung Schwebebahn Wuppertal – | Markus Ehrmann. Abgerufen am 21. Mai 2025.
- ↑ Esther Ruelfs: Wie ein Engel. In: Die Tageszeitung: taz. 8. März 1997, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 21. Mai 2025]).
- ↑ Wagenhallen und Werkstätten. In: Uwe E. Schoebler (Hrsg.): 85 Jahre Schwebebahn (= Bergische Blätter. Sonderausgabe). 1986, S. 9 (online [ vom 22. Oktober 2019 im Internet Archive] [PDF; 28,0 MB]).