Schlappenreuth
Schlappenreuth Stadt Scheßlitz
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 11° 4′ O |
| Höhe: | 392 (353–417) m ü. NHN |
| Einwohner: | 97 (30. Sep. 2025)[1] |
| Postleitzahl: | 96110 |
| Vorwahl: | 09542 |
Schlappenreuth
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Schlappenreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schlappenreuth liegt in der Gemarkung Burgellern.[3]
Geografie
Das Dorf liegt am Südwestfuß des Schlappenreuther Bergs, eines 553,9 m ü. NHN hohen Berges bzw. Bergsporns am Westrand der Fränkischen Alb. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Burgellern zur Staatsstraße 2210 (1,1 km westlich) bzw. die Bundesautobahn 70 unterquerend zur Bundesstraße 22 beim Gewerbegebiet Scheßlitz-Ost (0,8 km südlich).[4]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlappenreuth aus 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das Dompropsteiamt Burgellern des Domkapitels Bamberg im begrenzten Umfang aus, es hatte ggf. an das bambergische Centamt Scheßlitz auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Dompropsteiamt Burgellern. Grundherren waren
- das Dompropsteiamt Burgellern: 8 Sölden, 2 Tropfhäuslein;
- das Kloster Michelsberg: 1 Hof;
- das Gotteshaus Scheßlitz: 1 Sölde;
- die Gemeinde: 1 Sölde.[5]
Im Jahre 1802 kam Schlappenreuth an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Schlappenreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burgellern und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Burgellern zugewiesen.[6] Am 1. Juli 1972 wurde Schlappenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Scheßlitz eingegliedert.[7]
Baudenkmäler
In Schlappenreuth gibt es vier Baudenkmäler:[8]
- Katholische Kapelle Herz Jesu
- Kellerberg 6: Wohnstallbau
- Kellerberg 7: Wohnhaus
- Dorfkreuz mit drei Assistenzfiguren
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 64 | 76 | 72 | 73 | 63 | 78 | 93 | 73 | 73 | 90 | *97 |
| Häuser[9] | 16 | 16 | 15 | 14 | 15 | 15 | 28 | ||||
| Quelle | [6] | [10] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [1] |
Religion
Schlappenreuth ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt.[5][16]
Vereine
Zusammen mit dem Nachbarort Burgellern besteht eine Freiwillige Feuerwehr. Zudem ist der Reisbergverein aktiv.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schlappenreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 92 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Schlappenreuth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 49 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Schlappenreuth. In: schesslitz.de. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- Schlappenreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 21. März 2023.
- Schlappenreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 17. Dezember 2025.
- Schlappenreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Einwohnerzahlen nach Stadtteilen. In: schesslitz.de. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Stadt Scheßlitz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 23. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 163f.
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 237.
- ↑ Scheßlitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Scheßlitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 831, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 947 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 991 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 874 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 643 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 291 (Digitalisat).